Akupressur reduziert Schmerzen

Schmerzmedizin, May 2018

mut

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Akupressur reduziert Schmerzen

Schmerzmedizin Akupressur reduziert Schmerzen - Shiatsu entstammt der traditionellen chinesischen Medizin und wurde in Japan zu seiner heutigen Form weiterentwickelt. Es kombiniert Massage-Elemente, bei denen der behandelnde Praktiker neben seinen Händen auch Ellenbogen und Knie einsetzt. Solche ergänzenden alternativen Behandlungsmethoden haben für Migränepatienten große Bedeutung: Gerade als Teil einer Prophylaxe zur Vorbeugung weiterer Migräneattacken spielen Massage- und Entspannungstherapien eine wichtige Rolle. In einer Pilotstudie befasste sich die Neurologin Dr. Veronica Villani von der Sapienza Universität Rom in Zusammenarbeit mit der italienischen Shiatsu-Verbindung mit der Frage, ob Shiatsu in Kombination mit einer medikamentösen Therapie die Häu'gkeit von Migräneattacken bei therapierefraktären primären Kopfschmerzen senken kann (Neurol Sci 2017; 38(6):999-1007). Die 37 Studienteilnehmer, die mit mindestens zwei Prophylaxe-Medikamenten keinen Behandlungserfolg gezeigt hatten, wurden zufällig einer Behandlung mit nur Shiatsu, nur Amitryptilin oder einer Kombination von beidem zugewiesen. Sämtliche Behandlungen wurden für drei Monate durchgeführt. In allen drei Gruppen reduzierten sich die Kopfschmerzhäu'gkeit und die durchschnittliche Intensität der Schmerhttps://dgs-praxisleitlinien.de/leitlinien/epi_ruecken/komm/pll_epiruecken_comment.php - — Dass Akupressur Beschwerden bei Kniearthrose lindern kann, entdeckte das Team um Dr. Lydia Li von der Universität in Ann Arbor. In ihrer kontrollierten Studie wurden 150 Patienten im Alter von durchschnittlich 73 Jahren per Zufall in drei Gruppen eingeteilt: Die Kontrollgruppe erhielt nur die bisher übliche Behandlung, eine Gruppe nahm an sich selbst Akupressur vor, die dritte bekam eine Scheinakupressur (Arthritis Care & Research 2018; 70(2): 221–9). In der Akupressurgruppe erhielten die Patienten ein spezielles Massageholz, mit dem sie neun verschiedene Akupressurpunkte zur Schmerzreduktion stimulieren sollten. Die Gruppe mit Scheinakupressur stimulierte ebenfalls neun Punkte, die aber nicht mit den Akupressurpunkten übereinstimmten und deutlich entfernt von diesen lagen. Diese beiden Gruppen bekamen zudem ihre übliche Schmerztherapie. Primärer Endpunkt war der Wert der Schmerzskala WO MAC (Western Ontario McMaster Universities OA Index). In der Akupressur- und auch in der Scheinakupressurgruppe sank der Wert binnen acht Wochen deutlich stärker als in der Kontrollgruppe. Diese Di¦erenz war hochsigni‘kant, wohingegen sich zwischen Akupressur- und ScheinakupressurBehandlung keine Signi‘kanzunterschiede ergaben. (mut) ) y h t a p o e m o H ilfr o c n u o C n a e p o r u E ( H C E © Massage- und Entspannungstherapien spielen gerade bei der Vorbeugung von Migräneattacken eine wichtige Rolle. zen. Patienten, die mit Shiatsu behandelt wurden (sowohl als Einzelbehandlung als auch in Kombination), nahmen weniger Schmerzmittel pro Monat ein als Patienten, die mit Amitriptylin behandelt wurden. Jeder fünfte Studienteilnehmer berichtete von Nebenwirkungen, die auf das Medikament zurückzuführen waren. Die ShiatsuBehandlung wurde hingegen von allen ohne Nebenwirkungen vertragen. Zwar sind die Ergebnisse mit Vorsicht zu betrachten, weil nur wenige Patienten an der Studie teilnahmen und es keine reine Placebogruppe gab. Als Variante der Massage- und Entspannungsbehandlungen in Ergänzung zu einer bestehenden Prophylaxe könnte Shiatsu aber durchaus einen Versuch wert sein. (Ärzte Woche 1. 3. 2018) Die neue Leitlinie soll helfen, die Neurostimulation als festen Bestandteil eines multimodalen Therapiekonzepts zu etablieren a ilt o o F /s m a d A y r n e H © Neuromodulation PraxisLeitlinie in Kommentierungsphase — Die PraxisLeitlinie „Epidurale Rückenmarksstimulation zur Therapie chronischer Schmerzen“ der Deutschen Gesellschaft für Schmerzmedizin e.V. (DGS) be‘ndet sich gerade in der Kommentierungsphase. Die DGS ruft schmerz- und palliativmedizinisch tätige Ärzte dazu auf, ihre Erfahrungen einzubringen. Durch elektrische Stimulation nervaler Strukturen wird bei der Neuromodulation die Informationsweiterleitung im und zum zentralen Nervensystem verändert. Die Wahrnehmung chronischer Schmerzen kann dadurch reduziert oder komplett aufgehoben werden. Trotz ihrer routinemäßigen Anwendung in Deutschland seit den 1980er Jahren existierten bis heute höchstens Expertenempfehlungen zur Anwendung bei wenigen Krankheitsbildern. Mit der nun kommentierbaren Leitlinie möchte die DGS die Neuromodulation als festen Bestandteil eines multimodalen Therapiekonzeptes etablieren. (eb)


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mut. Akupressur reduziert Schmerzen, Schmerzmedizin, 2018, 7-7, DOI: 10.1007/s00940-018-0791-9