Würdigung eines jahrelangen Engagements für die Schmerzmedizin

Schmerzmedizin, May 2018

Springer Medizin

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Würdigung eines jahrelangen Engagements für die Schmerzmedizin

Schmerzmedizin Würdigung eines jahrelangen Engagements für die Schmerzmedizin 0 Verleihung des Deutschen Schmerzpreises auf dem Deutschen Schermzund Palliativtag 2018: (v.l.n.r) Klaus Längler , Dr. Ingrid Spohr, Dr. Oliver Emrich, Preisträger Dr. Gerhard H. H. Müller-Schwefe, Susanne Wüste, Dr. Silva Maurer, Dr. Johannes Horlemann, Uta Obst, Günter Rambach und PD Dr. Michael A. Überall - Partikularinteressen einzelner Fachgruppen dem Ziel einer Einigung über die Bedarfssicherung weiterhin entgegen. Diese innerärztliche Diskrepanz der Haltungen kann gegenüber den Patienten, für die wir Verantwortung tragen, eigentlich nur als beschämend bezeichnet werden. Für eine Zukun der schmerzmedizinischen Versorgung und für eine Perspektive des Nachwuchses ist es notwendig, dass einzelne Hardliner über ihren eigenen Schatten springen. Die DGS steht in dieser Hinsicht Seite an Seite mit dem BVSD. Die ‚emenvielfalt des Schmerztags wird sich in den nächsten Ausgaben der „Schmerzmedizin“ in zahlreichen Publikationen widerspiegeln. Wir alle sind aufgefordert, auch Sie persönlich, durch Ihre Beiträge die thematische Bandbreite unserer Zeitschri zu stärken. — Für sein herausragendes Engagement für die Sache der Schmerzmedizin ist Dr. med. Gerhard H. H. Müller-Schwefe mit dem „Deutschen Schmerzpreis – Deutscher Förderpreis für Schmerzforschung und Schmerztherapie“ ausgezeichnet worden. Der Preis wurde am 9. März im Rahmen des Deutschen Schmerz- und Palliativtages 2018 in Frankfurt am Main überreicht. Wissenschaftlicher Träger des Preises ist die Deutsche Gesellschaft für Schmerzmedizin (DGS) e.V., der Preis wird gemeinsam mit der Deutschen Schmerzliga (DSL) e.V. verliehen. Gestiftet wird er von dem Limburger Pharmaunternehmen Mundipharma. „Wir freuen uns sehr, den Menschen, Arzt und persönlichen Freund zu ehren, der in den letzten 30 Jahren die Schmerzmedizin in Deutschland und über die Grenzen hinaus entscheidend geprägt hat“, sagte Dr. Johannes Horlemann, neuer DGS-Präsident, in seiner Laudatio. Dr. Gerhard H. H. Müller-Schwefe, von 1997 bis 2018 Präsident der DGS, trug und trägt durch sein herausragendes Engagement entscheidend dazu bei, dass sich die Schmerzmedizin als Fachdisziplin in Deutschland zunehmend als Versorgungsstruktur etablieren konnte. Sein persönlicher ehrenamtlicher Einsatz hat die Schmerzmedizin in Deutschland entscheidend geprägt und vorangebracht. In den letzten Jahrzehnten hat er maßgeblich Meilensteine der schmerzmedizinischen Entwicklungen mitgestaltet, darunter die Schmerztherapievereinbarung zur Versorgung chronisch schmerzkranker Patienten von 1986 und ihrer Novelle 1996 sowie die Einführung der Zusatzbezeichnung „spezielle Schmerztherapie“ 1996. Auch bei der Etablierung von Schmerz- und Palliativmedizin in die universitäre medizinische Ausbildung 2012 und der Scha›ung verbandsinterner schmerzmedizinischer Qualižkationen hat er mitgewirkt. Beim Aufbau eines bundesweiten Netzes von regionalen Schmerzentren DGS und ihrer monatlichen interdisziplinären Schmerzkonferenzen, der Kongressorganisation des Deutschen Schmerz- und Palliativtages sowie zahlreichen schmerzpolitischen bundesweiten Initiativen, wie dem „Nationalen Versorgungsforum Schmerz“ in Berlin war Müller-Schwefe ebenfalls beteiligt. Über all diese Jahre unterstützt er verschiedene Patientenorganisationen, insbesondere als Gründungsmitglied und seit 1993 als Vizepräsident die DSL. 2010 erhielt er den Verdienstorden der Bundesrepublik Deutschland, 2014 den Ehrenpreis der DSL. In Würdigung und Anerkennung seiner Verdienste verliehen ihm die DGS und DSL nun den Deutschen Schmerzpreis 2018.


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Springer Medizin. Würdigung eines jahrelangen Engagements für die Schmerzmedizin, Schmerzmedizin, 2018, 41-41, DOI: 10.1007/s00940-018-0811-9