Mundmikrobiom kann Risiko für Kopf-Hals-Tumoren beeinflussen

Im Focus Onkologie, Jun 2018

Das Risiko, an einem Plattenepithelkarzinom im Kopf-Hals-Bereich zu erkranken, scheint auch von der bakteriellen Besiedlung der Mundhöhle abzuhängen. Bestimmte Bakteriengattungen könnten protektiv wirken.

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Mundmikrobiom kann Risiko für Kopf-Hals-Tumoren beeinflussen

Hayes RB et al. Association of Oral Micro- biome With Risk for Incident Head and Neck Squamous Cell Cancer. JAMA Oncol. Mundmikrobiom kann Risiko für Kopf-Hals-Tumoren beein ussen 0 Beate Schumacher 1 Fazit: In einer prospektiven Fall-Kontroll-Studie waren die Bakteriengattungen Corynebacterium und Kingella mit einem reduzierten HNSCC-Risiko verbunden. Kommensale Bakterien in der Mundhöhle können das HNSCC-Risiko beein¬ussen und bieten möglicherweise einen weiteren Ansatz zur Prävention. Aus den gefundenen Assoziationen lässt sich allerdings keine Kausalität ableiten 2 Viele Corynebakterien im Mund senken das HNSCC-Risiko U wissen, ob sich schon vor der DiagS-amerikanische Mediziner wollten nose eines Plattenepithelkarzinoms im Kopf-Hals-Bereich (HNSCC) Auffälligkeiten im oralen Mikrobiom detektieren lassen, die auf das kün€ige Krebsrisiko hinweisen. Sie haben den Zusammenhang erstmals prospektiv bei zunächst krebsfreien Teilnehmern der Studien CPS-II und PLCO untersucht. Von 122.000 Studienteilnehmern waren in der knapp 4-jährigen Nachbeobachtungszeit 129 an einem HNSCC erkrankt. Als Kontrollen dienten 254 Teilnehmer ohne HNSCC, bei denen zur se-l ben Zeit per Mundspülung Proben des oralen Mikrobioms genommen worden waren. Die HNSCC-Patienten waren häu“ger aktive Raucher, tranken ten - denziell mehr Alkohol und waren ö€er orale HPV-16-Träger. Die Analyse des oralen Mikrobioms - durch Sequenzierung der Gene für die bakterielle 16S-ribosomale RNA - ergab im Hinblick auf Diversität, Artenreichtum und Ausgeglichenheit keine Unterschiede zwischen späteren HNSCC-Patienten und Kontrollen. Prädiagnostische Dioeerenzen zwischen Fällen und Kontrollen ließen sich jedoch beim Vergleich einzelner Taxa erkennen. Wenn die Gattungen Corynebacterium oder Kingella (Familie Neisseriaceae) in größerer Menge vertreten waren, war das Risiko für ein HNSCC um etwa 40 % vermindert. Auch für 3 einzelne Arten - Prevotella nanceiensis, Capnocytophaga leadbetteri und Selenomonas sputigena - wurde eine inverse Korrelation mit der HNSCC-Rate festgestellt. Dass Menschen, die mehr Bakterien der Gattungen Corynebacterium und/oder Kingella in der Mundhöhle beherbergen, seltener ein HNSCC entwickeln, betrachten


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Beate Schumacher. Mundmikrobiom kann Risiko für Kopf-Hals-Tumoren beeinflussen, Im Focus Onkologie, 2018, 60-60, DOI: 10.1007/s15015-018-4055-2