Let’s talk about Sex

CME, Jun 2018

Springer Medizin

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Let’s talk about Sex

Rider JR et al. Eur Urol. Herztod beim Sex ist eher eine Rarität Orgasmen gegen Neoplasmen? 0 Dr. med. Constance Jakob Redakteurin - a k i n e g o t o h P © : o ift o d E Auch wenn gerade Männer sich diesbezüglich manchmal Sorgen machen mögen: Die Wahrscheinlichkeit, beim Sex einen tödlichen Herzstillstand zu erleiden, ist laut einer US-amerikanischen Studie äußerst gering. Von 4.557 zwischen 2002 und 2015 registrierten Fällen von plötzlichem Herzstillstand waren lediglich 34 Herzstillstände (0,7%) in zeitlichem Zusammenhang mit sexueller Aktivität aufgetreten. In 32 der 34 Fälle waren Männer betroen. Von allen 34 Betroenen hatten 29% eine KHK und 26% eine symptomatische Herzinsu¯zienz in ihrer Vorgeschichte. Der Zusammenhang zwischen Krebs und Sexualität ist komplex. Zum einen bedrohen Malignome bzw. deren °erapie das Sexualleben; zum anderen gelten einige beim Sex übertragenen Erreger als kanzerogen. Zumindest bezüglich des Prostatakrebsrisikos gibt es aber Hinweise, dass ein aktives Sexualleben sich eher günstig auswirken könnte. Regelmäßige Ejakulationen – ob durch Geschlechtsverkehr, Masturbation oder Pollution – sind bei Männern epidemiologisch mit einem geringeren Risiko für Prostatatumoren assoziiert. Vorausgesetzt, dies ist ein Kausalzusammenhang: Es gibt gewiss unangenehmere Arten der Krebsprävention! In einer systematischen Übersicht des unabhängig arbeitenden Cochrane-Netzwerkes wurden Nutzen und Risiken der HPV-Impfung für Mädchen und Frauen untersucht. Das zentrale Ergebnis lautet: Es gibt „sichere Evidenz, dass die Impfung gegen HPV im Alter zwischen 15 und 26 Jahren vor zervikalen Präkanzerosen schützt“. Die präventive Wirkung ist besonders gut im Hinblick auf Läsionen durch die HPV-Typen 16 und 18 sowie für Mädchen und Frauen, die zum Zeitpunkt der Impfung negativ für HochrisikoHPV-Typen (hrHPV) sind. Laut den Studienergebnissen senkt eine Impfung im Alter zwischen 15 und 26 Jahren und vor Exposition mit Hochrisiko-HP-Viren das Risiko für CIN2+-Läsionen durch HPV 16/18 um 99% und das für CIN2+-Läsionen insgesamt um 63%, ohne das Risiko schwerer Nebenwirkungen zu erhöhen. Rund 12.700 Menschen leben in Deutschland nach Schätzungen des Robert-KochInstituts unwissentlich mit HIV – teilweise schon viele Jahre, heißt es in einer Pressemeldung der Deutschen AIDS-Hilfe. Bei der Erkennung von HIV-Infektionen nehmen Hausärzte eine Schlüsselrolle ein, erläutert Dr. Axel Baumgarten, Hausarzt und HIV-Spezialist: „Wir sind die erste Anlaufstelle, für Routinechecks wie bei Beschwerden und Symptomen. Wir können einen entscheidenden Beitrag leisten, indem wir Menschen eine frühe HIV-Diagnose und damit eine rechtzeitige Behandlung ermöglichen“. Um Hausärzte dabei zu unterstützen, hat die Deutsche AIDS-Hilfe die Broschüre „HIV früh erkennen – Aids vermeiden“ erstellt. Sie informiert u.a. über Symptome frischer und verschleppter HIV-Infektionen, gibt Tipps zur Gesprächsführung rund um Sexualität und sexuell übertragbare Infektionen, Hinweise auf Abrechnungsmöglichkeiten sowie zum Vorgehen bei positivem Testergebnis. Die Broschüre finden Sie unter: https://www.aidshilfe. de/shop/hiv-fruh-erkennen-aids-vermeiden Heutzutage ist die Bevölkerung so aufgeklärt wie noch nie, was sexuell übertragbare Erkrankungen angeht – sollte man meinen. Trotzdem wissen viele immer noch nicht, dass eine konsequente HIV-Therapie vor einer sexuellen Übertragung schützt (S. 22). Die Syphilis ist wieder häufiger geworden (S. 26) und viele schätzen ihr Risiko, sich mit einer Geschlechtskrankheit anzustecken, falsch ein (S. 24). Tragen Sie zur besseren Aufklärung Ihrer Patienten bei und lesen Sie unseren Schwerpunkt „Sexualmedizin“ ab S. 22.


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Springer Medizin. Let’s talk about Sex, CME, 2018, 3-3, DOI: 10.1007/s11298-018-6648-7