Monozytose: Interpretation im klinischen Kontext

MMW - Fortschritte der Medizin, Jun 2018

Peter Stiefelhagen

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Monozytose: Interpretation im klinischen Kontext

MMW Fortschritte der Medizin Monozytose: Interpretation im klinischen Kontext 0 Bei der Monozytose gibt es zwei Probleme: Es gibt keinen Schwellenwert, und eindeutige Klarheit kann nur eine Knochenmarkdiagnostik bringen“ , so Prof. Karl- Anton Kreuzer, Köln. Die Abklärung müsse immer im klinischen Kontext (Allgemeinsymptome, Vorerkrankungen, Medikation, Organomegalie, Lymphadenopathie , Persistenz) und im Labor-Kontext (CRP , Differenzialblutbild, LDH) erfolgen. ■ Dr. Peter Stiefelhagen 1 Dr. Peter Stiefelhagen - erklärte Wörmann. Ursachen sind meist Medikamente, seltener Autoimmunerkrankungen, das Antiphospholipidsyndrom, Immunde zienzsyndrome, Lymphome oder eine chronische lymphatische Leukämie (CLL), Infektionen (Hepatitis, HIV) und Impfungen. Erst wenn eine solche sekundäre Immunthrombozytopenie ausgeschlossen ist, darf man die Diagnose primäre Immunthrombozytopenie (ITP) stellen. Bei den Medikamenten sind an erster Stelle Heparinpäparate zu nennen, die eine sogenannte heparininduzierte ˆrombozytopenie auslösen können. Seltener sind ˆrombozytopenien nach der Die Monozyten erfüllen wichtige Immunfunktionen v. a. allembeiderPhagozytoseundderAntigenpräsentation. Ihr Anteil im Differenzialblutbild liegt zwischen 3% und 7%. Das Spektrum möglicher Ursachen einer Monozytose ist breit: Infektionen, hämatopoetische Regeneration, Autoimmunerkrankungen, Paraneoplasie bei Tumorerkrankungen, chronische myelomonozytäre oder akute monozytische/ monoblatische Leukämie. Petechien bei Thrombozytopenie. g r u b se n g e R m u k iiil n k n U © Gabe eines GP-IIb/IIIa-Inhibitors sowie die postransfusionelle, die schwangerscha‹sassoziierte und die neonatale ˆrombozytopenie. Als mögliche Ursachen der seltenen nicht-immunologischen Verbrauchsthrombozytopenie kommen eine Verbrauchskoagulopathie, das von-Willebrand-Syndrom, eine massive Lungenembolie, große Hämangiome und große Aneurysmen in Frage . Auch bei einer Splenomegalie oder einer massiven Blutung kann der ˆrombozytenverlust zu einer ˆrombozytopenie führen. Immunthrombozytopenie – wie behandeln? Bei der ITP werden drei Stadien unterschieden: • neu diagnostiziertes Stadium: innerhalb der letzten drei Monate mit häu ger Spontanremission. • persistierendes Stadium: drei bis zwölf Monate, Spontanremission seltener. • chronisches Stadium: länger als zwölf Monate, Spontanremission nicht wahrscheinlich. Bei einer ˆrombozytenzahl über 20.000–30.000/μl und fehlender bzw. geringer Blutungsneigung emp ehlt sich ein „watch and wait“. Alternativ kann eine ˆerapie mit Steroiden eingeleitet werden, wobei Dexamethason das Präparat der Wahl ist. Kommt es zu einem Rezidiv oder kann mit einem Steroid keine Remission erreicht werden, sollte man die Behandlungsindikation erneut überprüfen. „Bei fehlenden oder minimalen Blutungen ist auch dann ein ¡watch and wait‘ vertretbar“, so Wör mann. Bei therapiep£ichtigen Patienten sollte ein ˆrombopoetin-Rezeptor-Agonist eingesetzt werden. Alternativ kann eine Splenektomie erfolgen. Bei schweren Blutungen sind grundsätzlich Immunglobuline i.v. oder Kortikosteroide indiziert. Bei lebensbedrohlichen Blutungen sollte zusätzlich die Gabe von ˆrombozytenkonzentraten, ˆrombopoetin-RezeptorAgonisten oder Rituximab erwogen werden. g r u b se n g e R m u k iiil n k n U © Ekchymosen bei schwerer Thrombozytopenie.


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Peter Stiefelhagen. Monozytose: Interpretation im klinischen Kontext, MMW - Fortschritte der Medizin, 2018, 14-14, DOI: 10.1007/s15006-018-0601-2