Malignes Melanom: Ein Drittel lebt nach zwei Jahren noch

Im Focus Onkologie, Jun 2018

Die neuen Melanomtherapeutika ermöglichen vielen Betroffenen eine relativ lange Überlebenszeit. Ein Team aus Deutschland hat die Überlebenszeiten unter klinischen Alltagsbedingungen untersucht.

A PDF file should load here. If you do not see its contents the file may be temporarily unavailable at the journal website or you do not have a PDF plug-in installed and enabled in your browser.

Alternatively, you can download the file locally and open with any standalone PDF reader:

https://link.springer.com/content/pdf/10.1007%2Fs15015-018-4047-2.pdf

Malignes Melanom: Ein Drittel lebt nach zwei Jahren noch

Im Focus Onkologie Hochrisiko-Melanom: Rezidivprädiktion durch postoperative ctDNA ifre 75 ts i e h kan 50 r k il ten 25 A - E der AVAST-M-Studie mit 161 ausge ine retrospektive Subgruppenanalyse wählten Patienten mit reseziertem Stadium-II/III-Melanom und positivem BRAF- oder NRAS-Mutationsstatus zeigte, dass sich das Rezidivrisiko anhand des postoperativen Nachweises zirkulierender Tumor-DNA (ctDNA) vorhersagen lässt. Bei 15 von insgesamt 132 Patienten mit BRAF-positiven Tumoren und 4 von 29 mit NRAS-positiven Tumoren fanden nicht detektierbare ctDNA detektierbare ctDNA sich innerhalb von 12 Wochen nach der Resektion in kurativer Intention eine oder mehrere Kopien mutierter ctDNA. Patienten mit nachgewiesener ctDNA hatten im Vergleich zu den Patienten ohne ctDNA-Nachweis ein deutlich verringertes krankheitsfreies Intervall (Hazard Ratio [HR] 3,12; 95 %-Kon–denzintervall [95%-KI] 1,79–5,47) und metastasenfreies Intervall (HR 3,22, 95%-KI 1,80–5,79) – auch nach Adjustierung für Performancestatus und Krankheitsstadium. Signi–kant waren die Unterschiede auch beim Gesamtüberleben. Bei den Patienten mit nachweisbarer ctDNA traten die meisten Rezidive innerhalb des ersten postoperativen Jahres auf – womöglich ein Hinweis darauf, dass die ctDNA von verbliebenen okkulten Absiedelungen stammte, diskutieren die Forscher. Fazit: Die Detektion von ctDNA nach Melanomresektion ist ein signi–kanter Rezidivprädiktor und eignet sich damit als Entscheidungskriterium für eine hochwirksame, aber auch toxische adjuvante ¥erapie. Barbara Kreutzkamp Lee RJ et al. Circulating tumor DNA predicts survival in patients with resected high-risk stage II/ III melanoma. Ann Oncol. 2018;29(2):490-6. chen, die mindestens zwei Jahre lang lebten, ergab eine signi–kant schlechtere Prognose unter einer Vemurafenib-¥erapie bei zum ¥erapiebeginn erhöhten Werten von S100β, LDH, AST, AP und Bilirubin; für Ipilimumab ergab sich nur ein signi®anter Zusammenhang mit S100β-Werten. Fazit: Insgesamt liege die mediane Überlebenszeit mit den beiden ¥erapeutika an der Mainzer Klinik zwischen der anderer Praxisstudien und der in randomisiert-kontrollierten Untersuchungen, schlussfolgern die Forscher. Thomas Müller Lang MB et al. Long-term survival with modern therapeutic agents against metastatic melanoma-vemurafenib and ipilimumab in a daily life setting. Med Oncol. 2018;35(3):24. Malignes Melanom: Ein Drittel lebt nach zwei Jahren noch HR für detektierbare ctDNA 3,12; 95%-KI 1,79–5,47; p < 0,0001 2 3 Jahre seit Studienaufnahme 4 5 ctDNA = zirkulierende Tumor-DNA; HR = Hazard Ratio; 95%-KI = 95%-Konfidenzintervall Abb. 1: Der Nachweis von ctDNA wirkt sich deutlich auf die Krankheitsfreiheit aus. Die neuen Melanomtherapeutika ermöglichen vielen Betro•enen eine relativ lange Überlebenszeit. Ein Team aus Deutschland hat die Überlebenszeiten unter klinischen Alltagsbedingungen untersucht. Ä40 Patienten unter dem BRAF-Inhi rzte aus Mainz werteten Angaben zu bitor Vemurafenib und 40 Patienten unter dem CTLA-4-Blocker Ipilimumab aus. Vemurafenib wurde dabei in der Regel als First-Line-, Ipilimumab als Second-Line-¥erapie verabreicht. Unter Vemurafenib lag das mediane Gesamtüberleben (OS) bei 8,0 Monaten, unter dem CTLA-4-Hemmer bei 10,0 Monaten. Länger als ein Jahr lebten mit dem BRAF Hemmer 38 % und mit Ipilimumab 43%, nach 2 Jahren waren jeweils noch 26% und 36 % am Leben, über alle Patienten gemittelt noch knapp 33%. Die Ärzte schauten sich die 26 Patienten mit über 24 Monaten Lebenszeit genauer an. Im Median lebten diese 41 Monate unter Vemurafenib und 45 Monate unter dem CTLA-4-Blocker. Etwa die Hälªe hatte zum Ende der Nachbeobachtungszeit keine weitere Melanombehandlung erhalten und zeigte keine Zeichen einer Krankheitsaktivität. Keiner der Langzeitüberlebenden mit Vemurafenib hatte zum ¥erapiebeginn Hirnmetastasen, aber 27 % in der Ipilimumab-Gruppe. Ein Vergleich der Laborwerte von Patienten, die relativ früh starben, und sol


This is a preview of a remote PDF: https://link.springer.com/content/pdf/10.1007%2Fs15015-018-4047-2.pdf

Thomas Müller. Malignes Melanom: Ein Drittel lebt nach zwei Jahren noch, Im Focus Onkologie, 2018, 43-43, DOI: 10.1007/s15015-018-4047-2