Myelom: Daratumumab-Kombination in der Erstlinie zögert Progress hinaus

Im Focus Onkologie, Jun 2018

Patienten mit neu diagnostiziertem multiplem Myelom profitieren möglicherweise von Daratumumab zusätzlich zu einer Standardbehandlung mit Bortezomib, Melphalan und Prednison. Das zeigt die Interimsanalyse einer Phase-III-Studie.

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Myelom: Daratumumab-Kombination in der Erstlinie zögert Progress hinaus

Monaten in der Da- ratumumab-Gruppe Myelom: Daratumumab-Kombination in der Erstlinie zögert Progress hinaus 0 Fazit: Die zusätzliche Gabe von Daratu - mumab zu Bortezomib, Melphalan und Prednison verlängert der geplanten Interimsanalyse der Phase-III-Studie ALCYONE zufolge das progressionsfreie Überleben von Patienten mit neu diagnostiziertem Myelom bei akzeptablem Risikopro‹l. Barbara Kreutzkamp ist die Kombination von Melphalan, Bortezomib und Prednison. Die zusätzliche Gabe des humanen monoklonalen anti-CD38-Antikörpers Daratumumab reduziert möglicherweise das Risiko für Progression und Tod im Vergleich zum Standardvorgehen - so die Ergebnisse der präspezi‹zierten Interimsanalyse der ALCYONE-Studie. Einbezogen in die randomisierte Phase-III-Studie waren 706 Patienten mit neu diagnostiziertem Myelom, für die - meist aus Altersgründen - eine Hochdosischemotherapie plus Stammzelltransplantation nicht infrage kam. Sie erhielten o˜en jeweils 9 Zyklen Bortezomib, Melphalan und Prednison oder die Kombination plus Daratumumab. Primärer Endpunkt war das PFS. In der geplanten Interimsanalyse nach median 16,5 Monaten betrug die Rate - ines der gebräuchlichsten Regimes in der erapie von älteren oder nicht für eine Stammzelltransplantation infrage kommende Patienten mit neu diagnostiziertem multiplem Myelom (MM) Signi kant mehr Myelompatienten (im Bild ein Knochenmarkaspirat) sprachen auf die Dreifachkombination an. CML in der Blastenkrise: Auch in der TKIÄra noch schlechte Prognose Tyrosinkinaseinhibitoren haben die Prognose von CML-Patienten insgesamt verbessert. Doch was ist mit den Patienten, bei denen die Erkrankung trotz TKI-Therapie in eine Blastenkrise mündet? P atienten mit chronischer myeloischer Leukämie (CML), bei denen die Erkrankung trotz einer Tyrosinkinaseinhibitor (TKI)- erapie in die Blastenkrise (BP) transfomiert, haben eine schlechte Prognose. Das bestätigen Daten einer retrospektiven monozentrischen Kohortenstudie. Einbezogen waren 477 CMLBP-Patienten (median 53 Jahre), die im Verlauf ihrer Erkrankung zu irgendeinem Zeitpunkt mit einem TKI behandelt worden waren. Bei rund 80 % der Patienten wurde zu Studienbeginn zunächst die Diagnose chronische CML gestellt, der mediane Zeitraum bis zur Blastentransformation betrug bei diesen Patienten 41 Monate (0,7–298 Monate). 71 hatten bereits bei Beginn der Studie eine CML-BP. Die initiale erapie beinhaltete einen TKI allein (35 %), einen TKI plus Chemotherapie (46 %) oder eine erapie ohne TKI (19 %). Die mediane Überlebenszeit lag bei 12 Monaten und die mediane rezidivfreie Zeit bei 5 Monaten. In multivariaten Analysen waren u.a. vorangegangene TKI-Behandlungen, ein Alter von ≥ 58 Jahren, ein Laktatdehyd rogenasewert von ≥ 1.227 IU/l, eine Plättchenzahl von < 102 K/μl sowie Chromosom-15-Aberrationen mit einem signi‹kant erhöhten Mortalitätsrisiko assoziiert. Als prädiktiv für ein besseres Überleben erwiesen sich ein hämatologisches Ansprechen und/oder kompletteszytogenetisches Ansprechen auf die Erstlinientherapie. Die besten Ergebnisse erzielte scheinbar die Kombination aus einem TKI mit intesiver Chemotherapie und folgender Stammzelltransplantation. Fazit: Patienten mit einer CML-BP benötigen neue, über eine TKI- erapie hinausgehende Behandlungsoptionen. Barbara Kreutzkamp Jain P et al. Prognostic factors and survival outcomes in patients with chronic myeloid leukemia in blast phase in the tyrosine kinase inhibitor era: Cohort study of 477 patients. Cancer. 2017;123(22):4391-402.


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Barbara Kreutzkamp. Myelom: Daratumumab-Kombination in der Erstlinie zögert Progress hinaus, Im Focus Onkologie, 2018, 34-34, DOI: 10.1007/s15015-018-4035-6