Mehr Herz- und Hirninfarkte bei Migränikern

MMW - Fortschritte der Medizin, Jun 2018

Eine Studie zeigt eine Assoziation von Migräne mit Herzinfarkten, Schlaganfällen, Thrombosen und Arrhythmien. Sollten Migräniker nun prophylaktisch Gerinnungshemmer einnehmen?

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Mehr Herz- und Hirninfarkte bei Migränikern

MMW Fortschritte der Medizin Mehr Herz- und Hirninfarkte bei Migränikern Schlaganfällen 0 1 0 Chamarthi G, Koratala A: Thoracoabdominal aneurysm in a professional body builder. Am J Med. 2018;131:e201-2 1 Prof. Dr. med. H. Holzgreve Alle Assoziationen, insbesondere jene mit Schlaganfällen, waren im ersten Jahr nach der Diagnose bei Patienten mit einer Migräneaura stärker. Außerdem traten sie bei Frauen häu-ger auf als bei Männern. Für periphere Arteriosklerose und Herzversagen konnte kein Zusammenhang festgestellt werden. - _ Dem nationalen dänischen Patientenregister von 1995–2013 wurden die Daten von 51.032 Menschen mit Migräne und zehnmal so vielen Kontrollpersonen entnommen. Die Auswertung ergab, dass Migräne über eine Zeit von 19 Jahren mit dem Au„reten von Herzinfarkt, Schlaganfall, ‰rombosen und Arrhythmien assoziiert war. 25 von 1.000 Migränepatienten hatten einen Herzinfarkt, in der Kontrollgruppe waren es nur 17. Ischämische Schlaganfälle erlitten 45 von 1.000 Migränikern und nur 25 von 1.000 Kontrollpatienten. Die Zusammenhänge blieben nach der Berücksichtigung von Risikofaktoren wie dem BMI und dem Rauchen bestehen. ■ Adelborg K, Szépligeti SK, Holland-Bill L et al. Migraine and risk of cardiovascular diseases: Danish population based matched cohort study. BMJ. 2018;360:k96 KOMMENTAR Diese Untersuchung ist eine Beobachtungsstudie. Aus diesem Grund können keine eindeutigen Schlussfolgerungen über Ursache und Wirkung getro’en werden. Unbekannte Faktoren, z. B. die körperliche Aktivität, könnten die Ergebnisse beein—usst haben. Allerdings sind die sehr große Stichprobe und die lange Zeit der Nachuntersuchung Stärken der Studie. Sollten nun Patienten mit Migräne Gerinnungshemmer einnehmen? Aktuelle Leitlinien empfehlen dies nicht, und ohne prospektive Studien kann die Frage auch nicht beantwortet werden. Und auch nach solchen Studien könnte eine Nutzen-Risiko-Abwägung zeigen, dass eine Primärprävention bei Migräne nicht sinnvoll ist. ■ Prof. Dr. med. Dr. phil. S. Evers Bei diesem Doping-Sünder sind nicht nur die Muckis gigantisch A B 2 – 1 0 2 e : 1 3 1 ; 8 1 0 2 . d e M J m A © Ein 33-jähriger, ansonsten gesunder Mann litt seit drei Wochen unter zunehmenden Schmerzen im Epigastrium und in der Flanke. Alle Fragen nach weiteren Beschwerden oder Vorerkrankungen C A: Aneurysma der thorakalen Aorta im CT. B: Bauchaortenaneurysma mit fokaler Aussackung (Pfeil). C: 3D-Rekonstruktion des gesamten Aneurysmas.


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S. Evers. Mehr Herz- und Hirninfarkte bei Migränikern, MMW - Fortschritte der Medizin, 2018, 32-32, DOI: 10.1007/s15006-018-0620-z