Akupunktur bei allergischen Erkrankungen — wann ist sie sinnvoll?

HNO Nachrichten, Feb 2019

Kathrin von Kieseritzky

A PDF file should load here. If you do not see its contents the file may be temporarily unavailable at the journal website or you do not have a PDF plug-in installed and enabled in your browser.

Alternatively, you can download the file locally and open with any standalone PDF reader:

https://link.springer.com/content/pdf/10.1007%2Fs00060-019-5830-1.pdf

Akupunktur bei allergischen Erkrankungen — wann ist sie sinnvoll?

HNO Nachrichten February 2019, Volume 49, Issue 1, pp 37–37 | Cite as Akupunktur bei allergischen Erkrankungen — wann ist sie sinnvoll? AuthorsAuthors and affiliations Kathrin von Kieseritzky Medizin aktuell First Online: 06 February 2019 12 Downloads _ Die Akupunktur, eine Behandlungsmethode der traditionellen chinesischen Medizin, fristet hierzulande noch immer ein umstrittenes Dasein. Dr. Bettina Hauswald, Dresden, berichtete von ihren jahrzehntelangen Erfahrungen mit der Akupunktur und deren guter Wirksamkeit bei verschiedenen allergischen Erkrankungen. So kann die Akupunktur bei allergischer Rhinitis (AR) eingesetzt werden, wenn schulmedizinische Behandlungen wie symptomatische Therapien mit Antihistaminika oder Glukokortikoide beziehungsweise spezifische Immuntherapie (SIT) wie die subkutane oder sublinguale spezifische Immuntherapie (SCIT, SLIT) nicht wirken oder eine Kontraindikation zur Hyposensibilisierung besteht. Auch bei bestimmten Begleiterkrankungen wie Typ-1-Diabetes, einer onkologischen Erkrankung oder einer Herzinsuffizienz, bei der Betablocker eingesetzt werden, sowie in einer Schwangerschaft kann die Akupunktur als Alternative zur SCIT oder SLIT sinnvoll sein. In einer Langzeitstudie mit Patienten, die wegen einer polleninduzierten AR eine Akupunktur durchführen ließen, konnten die Beschwerden bei knapp 80 % gelindert oder zumindest temporär vollständig unterdrückt werden [Langer H et al. Erfahrungsheilkunde 1992;262–7]. Bei der Behandlung der Hausstaubmilben-induzierten AR ließen sich Beschwerden ebenfalls durch Akupunktur lindern — und dies tendenziell länger anhaltend als unter der Therapie mit dem Antihistaminikum Loratadin. Zudem nahmen infolge der Akupunktur die Spiegel an Interleukin(IL)-10 im Serum tendenziell zu [Hauswald B et al. J Allergy (Cairo) 2014;2014: 654632]. Eine weitere Studie zeigte eine deutliche Besserung der AR-Symptome durch präsaisonale Akupunktur, wobei die Effektivität durch den konjunktivalen Provokationstest nachgewiesen wurde [Harnisch A. Effektivität der präsaisonalen Akupunktur bei allergischer Rhinitis]. Bei der Akupunkturbehandlung von AR-Patienten werden unterschiedliche Punkte gestochen — besonders wichtig für die Allergie ist laut Hauswald der Akupunkturpunkt Milz-Pankreas-6 (M6), der am dorsalen Rand der Tibia, vier Querfinger oberhalb der stärksten seitlichen Vorwölbung des Malleolus medialis liegt. Er wirkt neben der Allergie auch bei immunologischen Störungen. Literatur AllergoActive „Akupunktur bei allergischen Erkrankungen“Google Scholar Copyright information © Springer Medizin Verlag GmbH, ein Teil von Springer Nature 2019 Authors and Affiliations Kathrin von Kieseritzky11.http://www.springermedizin.de


This is a preview of a remote PDF: https://link.springer.com/content/pdf/10.1007%2Fs00060-019-5830-1.pdf

Kathrin von Kieseritzky. Akupunktur bei allergischen Erkrankungen — wann ist sie sinnvoll?, HNO Nachrichten, 2019, 37-37, DOI: 10.1007/s00060-019-5830-1