„Für eine Welt ohne Allergien“

HNO Nachrichten, Feb 2019

So weit, wie das ambitionierte Motto des 13. Deutschen Allergiekongresses erahnen lassen könnte, ist es leider noch lange nicht. Doch wie man diesem bislang noch weit entfernten Ziel ein Stück näher kommen könnte, wurde Ende September in Dresden diskutiert. Behandelte Themen waren unter anderem Defizite in der Anapylaxietherapie und gezielte Exposition versus Allergenvermeidung.

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„Für eine Welt ohne Allergien“

HNO Nachrichten February 2019, Volume 49, Issue 1, pp 36–36 | Cite as 13. Deutscher Allergiekongress in Dresden „Für eine Welt ohne Allergien“ AuthorsAuthors and affiliations Kathrin von Kieseritzky Medizin aktuell First Online: 06 February 2019 12 Downloads So weit, wie das ambitionierte Motto des 13. Deutschen Allergiekongresses erahnen lassen könnte, ist es leider noch lange nicht. Doch wie man diesem bislang noch weit entfernten Ziel ein Stück näher kommen könnte, wurde Ende September in Dresden diskutiert. Behandelte Themen waren unter anderem Defizite in der Anapylaxietherapie und gezielte Exposition versus Allergenvermeidung. Open image in new window © daliu/stockadobe.com Ein Blick in die Zukunft der Allergietherapie _ Eine Verpflichtung dazu, Wirkstoffe für die allergenspezifische Immuntherapie (AIT) vor der Zulassung für Kinder und Jugendliche in entsprechenden Studien zu testen, ist vermutlich unnötig, erklärte Prof. Jörg Kleine-Tebbe, Berlin. Schließlich verfügten Kinder und Jugendliche genau wie Erwachsene über ein funktionelles Immunsystem; bei ihnen seien ähnliche Mengen an Allergen zur Allergieauslösung notwendig wie bei Erwachsenen und in der Regel auch gleiche Dosen für eine wirksame AIT. Die aktuellen Ergebnisse der ALK-GAP-Studie zeigten, dass sich eine sublinguale Immuntherapie (SLIT) bei Kindern zwischen fünf und zwölf Jahren unabhängig von bestimmten Asthmakriterien positiv auf denAsthmaverlauf auswirkt: Es treten weniger Symptome auf und die notwendige Asthmamedikation ist reduziert [Valovirta E et al. J Allergy Clin Immunol 2018;141:529–38]. Nach Ansicht Kleine-Tebbes ist eine Diskrepanz von Erwachsenen und Kindern bezüglich der Wirkung von einer AIT unwahrscheinlich. Aus diesem Grund müssten auch in Zukunft bei Kindern Off-Label-AIT mit Präparaten ohne echte Zulassung für Kinder eingesetzt werden dürfen. Die Zeiten, in denen Asthma bronchiale als eine einheitliche Erkrankung angesehen wurde, die nach nur einem Schema behandelt werden muss, sind längst vorbei. Mit neuen Erkenntnissen über verschiedene externale Asthmatypen und verschiedene Asthmaendotypen hat die Ära der personalisierten Therapie auch bei dieser Erkrankung begonnen, wie Prof. Dr. Matthias Kopp, Lübeck, ausführte: So der Einsatz des monoklonalen Antikörpers Omalizumab, der IgE gezielt blockiert und dadurch Entzündungsreaktionen verhindert. Aufgrund seiner Wirkungsweise kann Omalizumab nur bei Patienten mit eindeutig IgE-vermitteltem Asthma eingesetzt werden. Bei schwerem eosinophilen Asthma kann unabhängig vom IgE-Status der IL-5-Antikörper Mepolizumab verabreicht werden. Sogenannte Omics-Ansätze haben laut Kopp großes Potenzial, die komplexe Pathophysiologie des Asthmas besser verstehen zu lernen. Sie zielen auf eine ganzheitliche, systemorientierte Erforschung von Krankheiten ab. Beispiele seien die Analyse des Transkriptoms von Asthmapatienten sowie die Untersuchung von micro-RNA. Es bleibe letztlich jedoch offen, ob Omics-Ansätze in absehbarer Zeit tatsächlich eine echte Hilfe für eine verbesserte Asthmatherapie sein werden. Literatur PINA-Symposium „Wie sehen Prävention und Therapie allergischer Erkrankungen 2030 aus?“Google Scholar Copyright information © Springer Medizin Verlag GmbH, ein Teil von Springer Nature 2019 Authors and Affiliations Kathrin von Kieseritzky11.http://www.springermedizin.de


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Kathrin von Kieseritzky. „Für eine Welt ohne Allergien“, HNO Nachrichten, 2019, 36-36, DOI: 10.1007/s00060-019-5828-8