Angiogenesehemmung bei HER2-negativem Brustkrebs in der Adjuvanz?

Im Focus Onkologie, Feb 2019

Nach den Ergebnissen einer Phase-III-Studie bringt es keine Vorteile, der adjuvanten Chemotherapie bei HER2-negativem Brustkrebs Bevacizumab hinzuzufügen.

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Angiogenesehemmung bei HER2-negativem Brustkrebs in der Adjuvanz?

Im Fokus Onkologie February 2019, Volume 22, Issue 1, pp 16–16 | Cite as Angiogenesehemmung bei HER2-negativem Brustkrebs in der Adjuvanz? AuthorsAuthors and affiliations Kathrin von Kieseritzky Gynäkoonkologie Literatur kompakt First Online: 14 February 2019 Nach den Ergebnissen einer Phase-III-Studie bringt es keine Vorteile, der adjuvanten Chemotherapie bei HER2-negativem Brustkrebs Bevacizumab hinzuzufügen. Obwohl der gegen VEGF-A gerichtete Antikörper Bevacizumab das progressionsfreie Überleben (PFS) bei metastasiertem Brustkrebs verbessert, hat er doch keinen positiven Einfluss auf das Gesamtüberleben. Nun wurden die Daten einer Phase-III-Studie zum Einsatz von Bevacizumab im adjuvanten Setting präsentiert. Es nahmen 4.994 Patientinnen mit HER-negativem Adenokarzinom der Brust teil, die ein substanzielles Risiko für ein Rezidiv hatten. Die Frauen erhielten alle Doxorubicin und Cyclophosphamid (AC) gefolgt von wöchentlichem Paclitaxel für 12 Wochen. Im Verhältnis 1:2:2 bekamen sie zusätzlich randomisiert: Placebo (Arm A), Bevacizumab (Arm B) und Bevacizumab, in Woche 10 der Paclitaxel-Therapie weitere 10 Zyklen Bevacizumab-Monotherapie (Arm C). Das invasive krankheitsfreie Überleben (IDFS) nach 5 Jahren betrug in Arm A 77 %, in Arm B 76 % und in Arm C 80 % und unterschied sich damit zwischen den Gruppen nicht signifikant. Eine längere Gabe von Bevacizumab führte zu einem verbesserten, aber nicht signifikant verschiedenen IDFS. Hypertension ≥ Grad 3 trat bei den mit Bevacizumab behandelten Patientinnen häufiger auf, Thrombose, Proteinurie und Hämorrhagie hingegen nicht. Die kumulative Inzidenz von Herzinsuffizienz lag nach 15 Monaten bei 1,0 % in Arm A, 1,9 % in Arm B und 3,0 % in Arm C. 24 % der Patientinnen in Arm B und 55 % der Patientinnen in Arm C brachen die Therapie mit Bevacizumab vorzeitig wegen zu starker Nebenwirkungen ab. Fazit: Bei Patientinnen mit Hoch-Risiko-HER2-negativem Brustkrebs lohnt eine Zugabe von Bevacizumab zur sequenziellen anthrazyklin- und taxanhaltigen adjuvanten Chemotherapie nicht. Literatur Miller K D et al. Double-Blind Phase III Trial of AdjuvantChemotherapyWith and Without Bevacizumab in Patients With Lymph Node-Positive and High-Risk Lymph Node-Negative Breast Cancer (E5103). J Clin Oncol 2018;36(25):2621–29CrossRefGoogle Scholar Copyright information © Springer Medizin Verlag GmbH, ein Teil von Springer Nature 2019 Authors and Affiliations Kathrin von Kieseritzky11.http://www.springermedizin.de


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Kathrin von Kieseritzky. Angiogenesehemmung bei HER2-negativem Brustkrebs in der Adjuvanz?, Im Focus Onkologie, 2019, 16-16, DOI: 10.1007/s15015-019-0009-6