Neuer Inhibitor für ALK-positives NSCLC

Im Focus Onkologie, Feb 2019

Brigatinib verbessert bei Patienten mit fortgeschrittenem ALK-positivem, nichtkleinzelligem Lungenkarzinom (NSCLC), die zuvor noch keine ALK-Inhibition erhielten, im Vergleich zu Crizotinib das progressionsfreie Überleben. Besonders spannend: Die Daten zur intrakraniellen Wirkung.

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Neuer Inhibitor für ALK-positives NSCLC

Im Fokus Onkologie February 2019, Volume 22, Issue 1, pp 28–28 | Cite as Neuer Inhibitor für ALK-positives NSCLC AuthorsAuthors and affiliations Kathrin von Kieseritzky Pneumoonkologie Literatur kompakt First Online: 14 February 2019 Brigatinib verbessert bei Patienten mit fortgeschrittenem ALK-positivem, nichtkleinzelligem Lungenkarzinom (NSCLC), die zuvor noch keine ALK-Inhibition erhielten, im Vergleich zu Crizotinib das progressionsfreie Überleben. Besonders spannend: Die Daten zur intrakraniellen Wirkung. Wenn ein fortgeschrittenes, ALK-positives Karzinom nicht ausreichend auf den ALK-Inhibitor Crizotinib anspricht, kann sich eine Therapie mit Brigatinib, einem ALK-Inhibitor neuer Generation, nachweislich lohnen. Nun wurde in einer offenen Phase-III-Studie getestet, wie effizient Brigatinib ist, wenn er als erster ALK-Inhibitor eingesetzt wird. In der Studie wurden 275 Patienten mit fortgeschrittenem ALK-positivem NSCLC, die zuvor noch keinen ALK-Inhibitor erhalten hatten, auf Brigatinib (n = 137) oder Crizotinib (n = 138) randomisiert. Primärer Endpunkt war das progressionsfreie Überleben (PFS), sekundäre Endpunkte waren die objektive Ansprechrate und das intrakranielle Ansprechen. Die erste Interimsanalyse sollte stattfinden, wenn 50 % der 198 erwarteten Fälle von Krankheitsprogress oder Tod eingetreten waren. Die erste Interimsanalyse (99 Ereignisse) fand in der Brigatinib-Gruppe nach einer medianen Nachbeobachtung von 11 Monaten statt, in der Crizotinib-Gruppe nach 9,3 Monaten. Das 12-Monats-PFS war in der Brigatinib-Gruppe signifikant höher (67 %) als in der Crizotinib-Gruppe (43 %; Hazard Ratio [HR] für Krankheitsprogress oder Tod 0,49; 95%-Konfidenzintervall [95%-KI] 0,33–0,74; p < 0,001). Die objektive Ansprechrate betrug 71% unter Brigatinib und 60% unter Crizotinib. Als besonders effizient erwies sich die Therapie mit Brigatinib bei Patienten, die zu Studienbeginn bereits Hirnmetastasen aufwiesen (HR 0,20; 95 %-KI 0,09–0,46). Das intrakranielle Ansprechen bei Patienten mit messbarer Läsion lag unter Brigatinib bei 78 %, unter Crizotinib bei 29 %. Die Sicherheitsprofile beider Wirkstoffe entsprachen den bislang bekannten. Die häufigsten Nebenwirkungen jeden Grades waren gastrointestinale Symptome, erhöhte Kreatinkinase im Blut und erhöhte ALAT (Alanin-Aminotransferase). Fazit: Bei Patienten mit fortgeschrittenem ALK-positivem NSCLC, die zuvor noch keinen ALK-Inhibitor erhalten haben, kann eine Therapie mit Brigatinib im Vergleich zu Crizotinib das PFS signifikant verlängern. Besonders effizient scheint die Therapie mit Brigatinib bei Patienten zu sein, die zu Studienbeginn bereits Hirnmetastasen aufwiesen. Literatur Camidge D R et al. Brigatinib versus Crizotinib in ALK-Positive Non—Small-Cell Lung Cancer. N Engl J Med. 2018;379(21):2027–39CrossRefGoogle Scholar Copyright information © Springer Medizin Verlag GmbH, ein Teil von Springer Nature 2019 Authors and Affiliations Kathrin von Kieseritzky11.http://www.springermedizin.de


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Kathrin von Kieseritzky. Neuer Inhibitor für ALK-positives NSCLC, Im Focus Onkologie, 2019, 28-28, DOI: 10.1007/s15015-019-0036-3