Ösophaguskarzinom: minimalinvasive Ösophagektomie sicherer als offene Operation

Im Focus Onkologie, Apr 2019

Patienten mit Ösophaguskarzinom profitieren von der hybriden minimalinvasiven Ösophagektomie im Vergleich zur offenen Operation: Vor allem schwere pulmonale Komplikationen lassen sich verhindern, ohne dass die Erfolgsaussichten sinken.

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Ösophaguskarzinom: minimalinvasive Ösophagektomie sicherer als offene Operation

Im Fokus Onkologie April 2019, Volume 22, Issue 2, pp 65–65 | Cite as Ösophaguskarzinom: minimalinvasive Ösophagektomie sicherer als offene Operation AuthorsAuthors and affiliations Kathrin von Kieseritzky Gynäkoonkologie Literatur kompakt First Online: 15 April 2019 Patienten mit Ösophaguskarzinom profitieren von der hybriden minimalinvasiven Ösophagektomie im Vergleich zur offenen Operation: Vor allem schwere pulmonale Komplikationen lassen sich verhindern, ohne dass die Erfolgsaussichten sinken. Patienten, die sich bei Ösophaguskarzinom einer offenen Ösophagektomie unterziehen müssen, erleiden häufig postoperative Komplikationen, insbesondere pulmonaler Art. In einer prospektiven, randomisierten Studie wurde untersucht, ob die hybride minimalinvasive Ösophagektomie, eine Kombination aus laparoskopischer abdominaler Phase und Thorakotomie, die Rate an pulmonalen Komplikationen senken kann, ohne den Therapieerfolg zu schmälern. Rekrutiert wurden Patienten mit resektablem Plattenepithel- oder Adenokarzinom im mittleren oder unteren Drittel des Ösophagus’ (Stadium I, II oder III). 103 Patienten wurden auf die hybride Operation, 104 auf die offene Operation randomisiert. Primärer Endpunkt waren die intra- und postoperativen Komplikationen (Grad ≥ II nach Clavien-Dindo-Klassifikation) innerhalb der ersten 30 Tage nach dem Eingriff. 37 (36 %) Patienten erlitten nach hybrider und 67 (64 %) nach offener Operation intra- oder postoperative Komplikationen von Grad ≥ II (Odds Ratio 0,31; 95 %-Konfidenzintervall [95 %-KI] 0,18–0,55; p < 0,001). 18 von 102 (18 %) Patienten der Gruppe mit hybrider Operation erlitten eine große pulmonale Komplikation verglichen mit 31 von 103 (30 %) Patienten in der Gruppe mit offener Operation. Das Gesamtüberleben (OS) nach im Median 48,8 Monaten Nachbeobachtung lag in der Gruppe mit hybrider Operation bei 52,2 Monaten (95 %-KI 47,7–55,2), in der Gruppe mit offener Operation bei 47,6 Monaten (95 %-KI 44,2–49,1). Das krankheitsfreie Überleben (DFS) unterschied sich nicht signifikant. Fazit: Nach der hybriden minimalinvasiven Operation bei Ösophaguskarzinom traten im Vergleich zur offenen Operation seltener schwere intra- und postoperative Komplikationen, insbesondere pulmonaler Art, auf. OS und DFS waren durch den minimalinvasiven Eingriff nicht beeinträchtigt. Literatur Mariette C et al. Hybrid Minimally Invasive Esophagectomy for Esophageal Cancer. N Engl J Med. 2019;380(2):152-62CrossRefGoogle Scholar Copyright information © Springer Medizin Verlag GmbH, ein Teil von Springer Nature 2019 Authors and Affiliations Kathrin von Kieseritzky11.http://www.springermedizin.de


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Kathrin von Kieseritzky. Ösophaguskarzinom: minimalinvasive Ösophagektomie sicherer als offene Operation, Im Focus Onkologie, 2019, 65-65, DOI: 10.1007/s15015-019-0053-2