Tumorkontrolle steigt: hypofraktionierte IMRT bei lokalem Prostatakarzinom

Im Focus Onkologie, Apr 2019

Die dosiseskalierte hypofraktionierte IMRT verkürzt bei Männern mit lokalem Prostatakarzinom (PCA) die Behandlungsdauer und verbessert die Tumorkontrolle. Die Toxizität ist nur leicht erhöht. Das hat sich in einer Phase-III-Studie im Vergleich zur konventionellen IMRT gezeigt.

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Tumorkontrolle steigt: hypofraktionierte IMRT bei lokalem Prostatakarzinom

Im Fokus Onkologie April 2019, Volume 22, Issue 2, pp 52–52 | Cite as Tumorkontrolle steigt: hypofraktionierte IMRT bei lokalem Prostatakarzinom AuthorsAuthors and affiliations Barbara Kreutzkamp Uroonkologie Literatur kompakt First Online: 15 April 2019 Die dosiseskalierte hypofraktionierte IMRT verkürzt bei Männern mit lokalem Prostatakarzinom (PCA) die Behandlungsdauer und verbessert die Tumorkontrolle. Die Toxizität ist nur leicht erhöht. Das hat sich in einer Phase-III-Studie im Vergleich zur konventionellen IMRT gezeigt. Die dosiseskalierte intensitätsmodulierte Strahlentherapie (IMRT) mit biologischen Äquivalenzdosen von über 75 Gy ist ein Standardprozedere beim lokalen PCA. Bei der konventionellen Fraktionierung (CIMRT) mit Dosen von 1,8–2,0 Gy dauert die Therapie rund 8–9 Wochen, hypofraktionierte Schemata (HIMRT) mit höheren Einzeldosen verkürzen die Therapiezeit und verbessern durch die höhere biologisch aktive Strahlung im Tumorgewebe die Krankheitskontrolle. In einer Phase-III-Studie wurde nun die Überlegenheit der HIMRT im direkten Vergleich mit der CIMRT demonstriert. Einbezogen waren 206 Männer mit lokalem PCA mit einem Gleason-Score von meist 6 oder 7 und PSA-Spiegeln < 10 ng/ml. Sie erhielten entweder 75,6 Gy in 1,8-Gy-Fraktionen über 8,4 Wochen oder 72 Gy in 2,4-Gy-Einzelfraktionen über 6 Wochen. In der im Median 8,5 Jahre dauernden Nachbeobachtung erlitten weniger Männer aus der HIMRT- im Vergleich zur CIMRT-Gruppe einen Rückfall (10 vs. 21; p = 0,036), definiert als PSA-Anstieg mit einem Plus im Nadir von mindestens 2 ng/ml oder dem Beginn einer Salvage-Therapie in Form einer Androgendeprivation. Unter der HIMRT betrug die 8-Jahres-Rückfallrate 10,7 % (95 %-Konfidenzintervall [95 %-KI] 5,8–19,1 %), unter der CIMRT 15,4 % (95 %-KI 9,1–25,4 %), das 8- und 10-Jahres-Gesamtüberleben lag bei 90,0 bzw. 82,8 % vs. 85,2 bzw. 76,1 %. Grad-2/3-Spättoxizitäten des Gastrointestinaltrakts, meist in Form von Rektalblutungen, traten tendenziell häufiger bei den hypofraktioniert bestrahlten Männern auf, die Raten für Spättoxizitäten des Urogenitaltrakts waren in beiden Gruppen vergleichbar. Fazit: Bei Männern mit lokalem PCA führt die HIMRT zu einer langfristig besseren Tumorkontrolle als ein CIMRT-Schema. Bei den Spättoxizitäten wurden Rektalblutungen etwas häufiger unter HIMRT als unter CIMRT gesehen, die Raten für urogenitale Nebenwirkungen waren unter den höheren Tagesdosen nicht erhöht. Literatur Hoffman KE et al. Randomized trial of hypofractionated, dose-escalated, intensity-modulated radiation therapy (IMRT) versus conventionally fractionated IMRT for localized prostate cancer. J Clin Oncol. 2018;36(29):2943-9CrossRefGoogle Scholar Copyright information © Springer Medizin Verlag GmbH, ein Teil von Springer Nature 2019 Authors and Affiliations Barbara Kreutzkamp11.http://www.springermedizin.de


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Barbara Kreutzkamp. Tumorkontrolle steigt: hypofraktionierte IMRT bei lokalem Prostatakarzinom, Im Focus Onkologie, 2019, 52-52, DOI: 10.1007/s15015-019-0055-0