Der Einfluß der Umgebungstemperatur auf Motilität, Körpertemperatur und Sauerstoffverbrauch von normalen und Pervitin-behandelten Mäusen

Helgoland Marine Research, May 2019

Es wurde untersucht, wie sich Motilität, O2-Verbrauch und Körpertemperatur von normalen und Pervitin- (Methamphetamin-)behandelten Mäusen verändern, wenn diese einzeln verschiedenen Umgebungstemperaturen (15° bis 35° C) ausgesetzt werden. A. Unbehandelte Mäuse: 1. Die mittlere Bewegungshäufigkeit ist in 25° C am kleinsten. 2. Zwischen Bewegungshäufigkeit und Körpertemperatur bestehen in allen Umgebungstemperaturen lineare Beziehungen. In Umgebungstemperaturen von 15 bis 30° C haben sehr unruhige Mäuse die gleiche mittlere Körpertemperatur, während bei ruhigen Mäusen die Körpertemperaturen verschieden sind. 3. O2-Verbrauch und Körpergewicht sind in allen Umgebungstemperaturen durch einfache lineare Korrelationen miteinander verbunden. Die korrespondierenden Regressionsgeraden verlaufen mit steigender Umgebungstemperatur zunehmend flacher. 4. Der O2-Verbrauch wächst mit steigender Laufleistung in allen Umgebungstemperaturen um annähernd den gleichen Betrag. Die mittlere Bewegungshäufigkeit ist in 25° C am kleinsten. Zwischen Bewegungshäufigkeit und Körpertemperatur bestehen in allen Umgebungstemperaturen lineare Beziehungen. In Umgebungstemperaturen von 15 bis 30° C haben sehr unruhige Mäuse die gleiche mittlere Körpertemperatur, während bei ruhigen Mäusen die Körpertemperaturen verschieden sind. O2-Verbrauch und Körpergewicht sind in allen Umgebungstemperaturen durch einfache lineare Korrelationen miteinander verbunden. Die korrespondierenden Regressionsgeraden verlaufen mit steigender Umgebungstemperatur zunehmend flacher. Der O2-Verbrauch wächst mit steigender Laufleistung in allen Umgebungstemperaturen um annähernd den gleichen Betrag. B. Versuche mit Pervitin: 1. Die LD50 von Pervitin bei subcutaner Injektion sinkt mit wachsender Umgebungstemperatur stark ab. 2. Die Körpertemperatur wird je nach Dosis und Umgebungstemperatur unterschiedlich beeinflußt. 3. Toxische Dosen verursachen in warmer Umgebung Hyperthermie, in kühler Umgebung Hypothermie. 4. Der O2-Verbrauch wird durch Pervitin im gleichen Sinne wie die Körpertemperatur beeinflußt, er steigt mit wachsender und fällt mit sinkender Körpertemperatur. 5. Die Todesursachen sind je nach Umgebungstemperatur verschieden. Die LD50 von Pervitin bei subcutaner Injektion sinkt mit wachsender Umgebungstemperatur stark ab. Die Körpertemperatur wird je nach Dosis und Umgebungstemperatur unterschiedlich beeinflußt. Toxische Dosen verursachen in warmer Umgebung Hyperthermie, in kühler Umgebung Hypothermie. Der O2-Verbrauch wird durch Pervitin im gleichen Sinne wie die Körpertemperatur beeinflußt, er steigt mit wachsender und fällt mit sinkender Körpertemperatur. Die Todesursachen sind je nach Umgebungstemperatur verschieden.

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Der Einfluß der Umgebungstemperatur auf Motilität, Körpertemperatur und Sauerstoffverbrauch von normalen und Pervitin-behandelten Mäusen

Stoffwechsel Und Körpertemperatur Bei Warmblütern Open Access Der Einfluß der Umgebungstemperatur auf Motilität, Körpertemperatur und Sauerstoffverbrauch von normalen und Pervitin-behandelten Mäusen Friedrich K. Ohnesorge1 Helgoländer wissenschaftliche Meeresuntersuchungen9:BF01610042 https://doi.org/10.1007/BF01610042 ©  Biologischen Anstalt Helgoland 1964 Zusammenfassung Es wurde untersucht, wie sich Motilität, O2-Verbrauch und Körpertemperatur von normalen und Pervitin- (Methamphetamin-)behandelten Mäusen verändern, wenn diese einzeln verschiedenen Umgebungstemperaturen (15° bis 35° C) ausgesetzt werden. A. Unbehandelte Mäuse: 1. Die mittlere Bewegungshäufigkeit ist in 25° C am kleinsten.   2. Zwischen Bewegungshäufigkeit und Körpertemperatur bestehen in allen Umgebungstemperaturen lineare Beziehungen. In Umgebungstemperaturen von 15 bis 30° C haben sehr unruhige Mäuse die gleiche mittlere Körpertemperatur, während bei ruhigen Mäusen die Körpertemperaturen verschieden sind.   3. O2-Verbrauch und Körpergewicht sind in allen Umgebungstemperaturen durch einfache lineare Korrelationen miteinander verbunden. Die korrespondierenden Regressionsgeraden verlaufen mit steigender Umgebungstemperatur zunehmend flacher.   4. Der O2-Verbrauch wächst mit steigender Laufleistung in allen Umgebungstemperaturen um annähernd den gleichen Betrag.   B. Versuche mit Pervitin: 1. Die LD50 von Pervitin bei subcutaner Injektion sinkt mit wachsender Umgebungstemperatur stark ab.   2. Die Körpertemperatur wird je nach Dosis und Umgebungstemperatur unterschiedlich beeinflußt.   3. Toxische Dosen verursachen in warmer Umgebung Hyperthermie, in kühler Umgebung Hypothermie.   4. Der O2-Verbrauch wird durch Pervitin im gleichen Sinne wie die Körpertemperatur beeinflußt, er steigt mit wachsender und fällt mit sinkender Körpertemperatur.   5. Die Todesursachen sind je nach Umgebungstemperatur verschieden.   Notes Die ausführliche Darstellung der Ergebnisse erfolgt an anderer Stelle.


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Friedrich K. Ohnesorge. Der Einfluß der Umgebungstemperatur auf Motilität, Körpertemperatur und Sauerstoffverbrauch von normalen und Pervitin-behandelten Mäusen, Helgoland Marine Research, 296, DOI: 10.1007/BF01610042