Versorger der DGS betreuen Schmerzpatienten jeden Tag

Schmerzmedizin, Jun 2016

Patienten mit chronischen Schmerzen müssen an 365 Tagen im Jahr betreut werden. Die Deutsche Gesellschaft für Schmerzmedizin steht als Versorgergesellschaft jeden Tag dafür ein.

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Versorger der DGS betreuen Schmerzpatienten jeden Tag

Schmerzmedizin Versorger der DGS betreuen Schmerzpatienten jeden Tag Forderung nach Bedarfsplanung und Facharzt für Schmerzmedizin - als Versorgergesellschaft jeden Tag dafür ein. D Schmerzmedizin e.V. (DGS) – ie Deutsche Gesellscha für mit rund 4.000 Mitgliedern die größte Gesellscha praktisch tätiger Schmerztherapeuten in Europa – betreut allein in ihren 129 regionalen Schmerzzentren über 100.000 Patienten pro Quartal und steht Menschen mit chronischen Schmerzen an 365 Tagen im Jahr zu Verfügung. „Damit gibt es für die Mitglieder der DGS nicht nur einen ‚Aktionstag gegen den Schmerz’, sondern 365 Aktionstage. Diese werden dringend benötigt, um Betro•enen dabei zu helfen, ihre Not zumindest ansatzweise zu lindern und ihnen eine Rückkehr in ihr Leben zu ermöglichen“, fasst PD Dr. Michael A. Überall, Vizepräsident der DGS, das Anliegen zusammen. Oberstes Ziel der DGS und ihrer Mitglieder ist die nachhaltige Sicherstellung einer wohnortnahen Versorgung von Schmerzpatienten in Deutschland und die kontinuierliche Verbesserung der dazugehörigen Versorgungslandscha . Dazu entwickelt die DGS innovative Konzepte sowie Fortbildungsveranstaltungen und setzt sich zusammen mit der Deutschen Schmerzliga e.V. (DSL) – Deutschlands größter Dachorganisation für Selbsthilfegruppen chronischer Schmerzpatienten – regional und überregional gesundheitspolitisch für eine Verbesserung der schmerzmedizinischen Versorgung ein. „Dieses Engagement durch einen Aktionstag gegen den Schmerz alljährlich ö•entlichkeitswirksam zu bekunden, ist sehr begrüßenswert“, räumt Dr. Gerhard Müller-Schwefe, Präsident der DGS, ein. „Wir gehen einen Schritt weiter und versorgen in unseren Zentren tagtäglich Menschen mit chronischen Schmerzen – mit dem Ziel, ihnen eine möglichst umfassende Teilhabe am Leben zu ermöglichen. Denn die Not für viele Betro•ene ist groß.“ „Aktuell gibt es in Deutschland nur rund 1.000 Ärzte mit der Zusatzbezeichnung Schmerztherapie, nötig wären für eine ¥ächendeckende Versorgung mindestens 10.000 Schmerzmediziner“, betont Dr. Gerhard Müller-Schwefe. Dazu kommt eine unverändert unzureichende Vernetzung der verschiedenen an der Behandlung von Menschen mit chronischen Schmerzen beteiligten Fachgebiete. „Langfristig kann die Lösung hierfür nur in der Einführung des Facharztes für Schmerzmedizin liegen“, so MüllerSchwefe weiter. „Da sich die Bedarfsplanung an den Facharztbezeichnungen orientiert, ist dies aus Sicht der DGS die einzige Lösung, um die Unterversorgung von Schmerzpatienten mittel- und langfristig zu beheben.“ Dazu gehöre dann auch die Entwicklung entsprechender Lehr- und Weiterbildungsinhalte an den Universitäten. Aktuell füllt die DGS die Ausbildungslücke mit eigenen Quali§kations- und Fortbildungsmaßnahmen. Quali zierung ausweiten – Netzwerke bilden Um auch andere an der Behandlung von Schmerzpatienten beteiligte Fachgruppen zu quali§zieren, bietet die DGS seit einigen Jahren auch Apothekern und Physiotherapeuten speziell zugeschnittene Fortbildungen an. Apotheker und ihre Teams haben hierbei die Möglichkeit, ihre Beratungskompetenz in Sachen Schmerz von der Fachorganisation mit dem Siegel „NetzwerkApotheke Schmerz“ zerti§zieren zu lassen. Die Zerti§zierung kann durch jährliche Fortbildungen verlängert werden. Physiotherapeuten lernen in zerti§zierten Fortbildungen („Schmerzkompetenz Physiotherapie“) zum Beispiel wie Schmerzen chroni§zieren und wie man Patienten in Angstvermeidungsstrategien schult. Gemeinsam bilden Schmerztherapeuten, Apotheker, Physiotherapeuten und andere heilkundlich orientierte Berufsgruppen ein neues interdisziplinäres Netzwerk, in dem Betro•ene multiprofessionell und sektorübergreifend versorgt werden können. Gemeinsam mehr erreichen – Nationales Versorgungsforum Schmerz Die DGS arbeitet darüber hinaus mit weiteren Fachgesellscha en, etwa mit dem Berufsverband der Ärzte und Psychologischen Psychotherapeuten in der Schmerz- und Palliativmedizin in Deutschland e.V. (BVSD) und mit Patientenvertretern der DSL zusammen, um gemeinsam die Schmerzmedizin in Deutschland voran zu bringen, so auch durch politische Aktivitäten. Eine der gemeinsamen Aktionen war das Nationale Versorgungsforum Schmerz im vergangenen November in Berlin. Dort wurden neue Konzepte zur Verbesserung der Versorgung von Schmerzpatienten mit Gesundheitspolitikern, Kostenträgern und ärztlichen Standesvertretern diskutiert.


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Nicole Zeuner. Versorger der DGS betreuen Schmerzpatienten jeden Tag, Schmerzmedizin, 2016, 44-44, DOI: 10.1007/s00940-016-0364-8