Zwillingsschwangerschaft: Entbindung nicht zu lange hinausschieben

gynäkologie + geburtshilfe, Oct 2016

Peter Leiner

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Zwillingsschwangerschaft: Entbindung nicht zu lange hinausschieben

Mamma-Ca.: Verbessern Statine das Überleben? Sder Hyperlipidämie und kardiovasku- tatine werden häuƒg zur Behandlung lärer Erkrankungen eingesetzt. Die Wir- kung beruht auf einer Senkung des Cho- lesterinspiegels im Blut durch die Hem- mung der 0 -Hydroxy- 0 -Methylglutaryl- Coenzym-A-Reduktase (HMG-CoA). Es zeigte sich 0 dass Statine auch antiapopto- tische 0 antiinvasive und antiproliferative E¥ekte aufweisen. Metaanalysen belegten 0 dass die Statineinnahme mit einer verbes- serten Überlebensrate bei kolorektalen Tumoren und dem Prostatakarzinom as- soziiert ist. Untersuchungen ergaben auch 0 dass lipophile Statine einen direkt hem- menden E¥ekt auf Brustkrebszellen in vi- tro sowie im murinen Mammakarzinom- modell aufweisen. Aus ersten klinischen Beobachtungen lässt sich folgern 0 dass Sta- 0 0 Prof. Tino F. Schwarz Zentrallabor , Stiftung Juliusspital, Würzburg - tine bei Mammakarzinomen, die hohe Konzentrationen von HMG-CoA exprimieren, positive therapeutische E¥ekte haben. Die Expression von HMG-CoA in Brustkrebszellen scheint somit eine prognostische Bedeutung zu haben. Für die aktuelle Metaanalyse erwiesen sich von 817 Abstracts 14 Studien für die Frage des E¥ekts von Statinen auf die Überlebenszeit beim Mammakarzinom geeignet. 75.684 Frauen wurden einbezogen. Unter Statingabe ergab sich für die Patientinnen ein verbessertes rezidivfreies Überleben. Die detaillierte Analyse zeigte, dass der positive E¥ekt ausschließlich bei lipophilen und nicht bei hydrophilen Statinen au rat. Auch fand sich eine verbesserte Gesamtüberlebenszeit unter Statineinnahme. Es gibt zudem HinweiZwillingsschwangerschaft: Entbindung nicht zu lange hinausschieben Dichoriale Zwillinge sollten nicht später als in der 37. Schwangerschaftswoche zur Welt gebracht werden, um das Risiko für Totgeburten zu minimieren. Jgerscha mit dichorialen oder mono e länger eine unkomplizierte Schwanchorialen Zwillingen dauert, umso größer wird das Risiko für Totgeburten. Mithilfe einer Metaanalyse von mehr als 30 Studien und fast 30.000 dichorialen und 5.500 monochorialen Schwangerscha en quantiƒzierten Wissenscha ler der Global Obstetrics Network Collaboration diesen Zusammenhang. In bishergen Studien wurde nicht zwischen di- und monochorialen Schwangerscha en unterschieden. Laut Autoren reichen derzeit die Empfehlungen für eine optimale Entbindung bei monochorialen Zwillingen von Schwangerscha swoche (SSW) 34–37 und bei dichorialen von SSW 37–39. In der Studie wurden die Rate an Totgeburten und die neonatale Mortalität (Sterberate innerhalb von 28 Tagen nach Geburt) ermittelt. Die Auswertung ergab, dass sich bei den dichorialen Schwangerscha en das Risiko für Totgeburten im Rahmen eines „watchse, dass Statine das krebsspeziƒsche Überleben verbessern. Manthravadi S et al. Impact of statins use on cancer recurrence and mortality in breast cancer: a systematic review and meta-analysis. Int J Cancer 2016; 139:1281-8 Diese Metanalyse reiht sich in eine Serie von Studien zu positiven Nebeneoeekten der Statine ein. Da HMG-CoA von Brustkrebszellen exprimiert wird, ist die theoretische Wirkweise der Statine auf die Rezidivfreiheit beim Mammakarzinom im Ansatz erklärbar. Zu betonen ist, dass sich diese positiven Eoeekte nur bei lipophilen Statinen fanden. Die genaue Bedeutung von Statinen beim Mammakarzinom sollten prospektive Studien klären. ful waiting“ und das Risiko für neonatale Todesfälle bis zur 37. SSW die Waage hielten. Wurde die Entbindung jedoch um eine Woche bis zur 38. SSW verzögert, erhöhte sich die Mortalität um 8,8/1.000 aufgrund vermehrt au retender Totgeburten. Um das Risiko für perinatalen Tod zu minimieren, solle daher in dieser Gruppe mit unkompliziertem Schwangerscha sverlauf die Entbindung nicht über die 37. SSW hinausgeschoben werden. Bei monochorialen Schwangerscha en scheint das Risiko für Totgeburten nach der 36. SSW höher zu sein als für neonatalen Tod. Allerdings konnten die Autoren anhand der Daten keine deƒnitive Aussage für diese Zwillingsgruppe machen. Es gebe keine verlässliche Evidenz, die Routineentbindung vor der 36. SSW zu empfehlen. Peter Leiner Cheong-See F et al. Prospective risk of stillbirth and neonatal complications in twin pregnancies: systematic review and meta-analysis. BMJ 2016; 354: i4353 Kommentar


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Peter Leiner. Zwillingsschwangerschaft: Entbindung nicht zu lange hinausschieben, gynäkologie + geburtshilfe, 2016, 18, DOI: 10.1007/s15013-016-1031-9