NOAK bestätigen ihre Wirksamkeit und Sicherheit auch im klinischen Alltag

InFo Neurologie & Psychiatrie, Oct 2016

Springer Medizin

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NOAK bestätigen ihre Wirksamkeit und Sicherheit auch im klinischen Alltag

In|Fo|Neurologie & Psychiatrie NOAK bestätigen ihre Wirksamkeit und Sicherheit auch im klinischen Alltag Fragestellung: Wie sind Wirksamkeit und Sicherheit der Nicht- Vitamin-K-antagonistischen oralen Antikoagulanzien (NOAK) im Vergleich zu Warfarin bei Patienten mit Vorhoimmern? Beruhigend, dass die Ergebnisse im Praxisalltag reproduziert wurden Hintergrund: Die mit Abstand wirksamste Schlaganfallprävention bei Patienten mit Vorhoimmern ist eine orale Antikoagulation. Diese wurde bis vor einigen Jahren mit Vitamin-K-Antagonisten durchgeführt. International wird dafür Warfarin eingesetzt, in deutschsprachigen Ländern überwiegend Phenprocoumon. In den letzten Jahren wurden vier neue NOAK zur Schlaganfallprävention bei Vorhoimmern zugelassen: Apixaban, Dabigatran, Edoxaban und Rivaroxaban. Patienten, die in randomisierte klinische Studien eingeschlossen werden, können aber aufgrund der Ein- und Ausschlusskriterien von den Patientenpopulationen, die im klinischen Alltag behandelt werden, abweichen. Daher ist es sehr wichtig, Daten zur Wirksamkeit und Sicherheit aus populationsbezogenen Registern zu erhalten. - Die Ergebnisse dieser großen Registerstudie aus Dänemark demonstrieren die Überlegenheit der NOAK für einen kombinierten Endpunkt aus ischämischem Schlaganfall und Tod im Vergleich zu Warfarin. Mindestens genauso wichtig ist die Reduktion schwerwiegender Blutungskomplikationen und der intrakraniellen Blutungen für Apixaban und die hohe Dosis von Dabigatran. Ein Vergleich dieser hier erhobenen Daten mit den Ergebnissen der großen randomisierten Studien ist nicht möglich. Ärzte berücksichtigen bei ihrem Verschreibungsverhalten beErgebnisse: Von den insgesamt 61.678 erfassten Patienten er hielten 35.436 – entsprechend 57 % – Warfarin, und 12.701 – entsprechend 21 % – die hohe Dosis von Dabigatran (2 x 150 mg), 7.192 – entsprechend 12 %– Rivaroxaban und 6.349 – entsprechend 10 % – Apixaban. Für den primären Endpunkt – die Reduktion von ischämischen Schlaganfällen – fand sich kein Unterschied zwischen Apixaban, Dabigatran, Rivaroxaban und Warfarin. Für den kombinierten Endpunkt ischämischer Insult, systemische Embolie und Tod ergab sich für alle drei NOAK im Vergleich zu Warfarin eine signiškante Risikoreduktion, die zwischen 22 % und 13 % lag. Bei den Patienten, die bereits eine transiente ischämische Attacke (TIA) oder einen Schlaganfall erlitten hatten, ergab sich für den Endpunkt ischämischer Schlaganfall, systemische Embolie oder Tod kein signiškanter Unterschied für Apixaban, Dabigatran, Rivaroxaban und Warfarin. Für schwerwiegende Blutungskomplikationen ergab sich eine signiškante Risikoreduktion von 39 % für Apixaban und von 42 % für Dabigatran. Für Rivaroxaban bestand kein Unterschied zu Warfarin. Für intrakranielle Blutungen ergab sich eine signiškante Risikoreduktion für Dabigatran von 60 % und für Rivaroxaban von 44%. In der Sekundärprävention ergab sich nur eine signiškante Risikoreduktion bei schwerwiegenden Blutungen für Dabigatran von 50% und bei intrakraniellen Blutungen von 75 %. Schlussfolgerungen: In einem großen populationsbezogenen Register in Dänemark zeigte der Vergleich zwischen NOAK und Warfarin bei Patienten mit Vorhoimmern keinen signiškanten Benešt für ischämische Schlaganfälle. Das kombinierte Risiko von ischämischen Insult, systemischer Embolie und Tod war für alle drei NOAK besser als für Warfarin. Das Risiko schwerwiegender Blutungen ist für Apixaban und Dabigatran gegenüber Warfarin reduziert. stimmte Patientencharakteristika, wie beispielsweise Alter und Nierenfunktion, sowie die Frage, ob der Patient bereits eine TIA oder einen Schlaganfall erlitten hat. Die Registeranalyse berücksichtigt auch nicht die niedrige Dosis von Dabigatran, die in Dänemark üblicherweise bei älteren Patienten über 75 Jahre verschrieben wird. Insgesamt ist es aber beruhigend, dass ganz überwiegend die Ergebnisse der randomisierten Studien im klinischen Alltag in Dänemark reproduziert worden sind.


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Springer Medizin. NOAK bestätigen ihre Wirksamkeit und Sicherheit auch im klinischen Alltag, InFo Neurologie & Psychiatrie, 2016, 34, DOI: 10.1007/s15005-016-1912-4