Tyrosinkinasehemmer zusätzlich zur Bestrahlung?

Im Fokus Onkologie, Jun 2013

Judith Neumaier

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Tyrosinkinasehemmer zusätzlich zur Bestrahlung?

Im Focus Onkologie Radiotherapie bei NSCLC: Höher dosiert, aber seltener S operablem lokal fortgeschrittenem tandardtherapie bei Patienten mit in- NSCLC ist die hochdosierte Bestrahlung mit Gy in Fraktionen in Kombination mit einer platinbasierten Chemotherapie - das Überleben beträgt median Monate. Von einer hypo- fraktionierten Strahlentherapie erho man sich eine bessere lokale Kontrolle da ein größerer biologischer E ekt bei kürzerer Behandlungsdauer erzielt wird. In der vorliegenden Studie wurde das bei Patienten untersucht ( % im Sta- ) 80 % ( n lreeb 60 e tüb 40 m a s eG 20 Abb.: Bei einem Wildtyp des EGFR-Rezeptors ist das Gesamtüberleben schlechter. - dium IIIA, 50 % im Stadium IIIB und 23 % im Stadium IV). Alle unterzogen sich einer hypofraktionierten und bildgebungsgeführten Strahlentherapie (60 Gy in 20 Fraktionen). Alle Patienten erhielten die vollen 60 Gy. Nach median 13 Monaten betrug die Gesamtansprechrate 83 %, mit drei (10 %) vollständigen und 22 (73 %) partiellen Remissionen. Zu lokaler Progression bzw. Rezidiven kam es bei 37 % der Patienten, zu Fernmetastasen bei 57 %. Das mediane Gesamtüberleben betrug zwölf Monate, nach zwei Jahren lag die Überlebensrate bei 38,1 %. Die erapie wurde gut vertragen. Die häu gsten Toxizitäten waren Strahlenpneumonitis (Grad 1–2: 20 %, Grad 3: 7 %) und Ösophagitis (Grad 1–2: 40 %, Grad 3: 3 %). 17 % der Patienten hatten Tyrosinkinasehemmer zusätzlich zur Bestrahlung? 20–40 % der Patienten mit nichtkleinzelligem Lungenkarzinom (NSCLC) entwickeln Hirnmetastasen. Nach Ganzhirnbestrahlung leben sie im Median noch drei bis sechs Monate. Kann ein EGFR-Inhibitor ihr Leben verlängern? E on des epidermalen Wachstumsfak ine Bestrahlung steigert die Expressitorrezeptors (EGFR) in Tumorzellen, was vermutlich zur Resistenz führt. Ob dieser E ekt durch eine EGFR-Blockade reduziert werden kann, wurde in einer Phase-II-Studie mit dem EGFR-Inhibitor Erlotinib und Ganzhirnbestrahlung an 40 Patienten mit NSCLC und Hirnmetastasen untersucht. Die Patienten waren median59 Jahre alt, die meisten hatten vier oder mehr Hirnmetastasen. Erlotinib wurde sechs Tage lang einmal täglich in einer Dosis von 150 mg verabreicht, anschließend zusammen mit der Ganzhirnbestrahlung (2,5 Gy an fünf Tagen pro Woche, bis zu 35 Gy). Alle 40 Patienten vertrugen die Behandlung gut. Es war kein Anstieg der Neurotoxizität zu beobachten und keine hämatologische Toxizitäten der Grade 1–2 und 3 % vom Grad 3. Darüber hinaus entwickelten 33 % der Patienten späte Toxizitäten der Grade 1–2 und 7 % vom Grad 3, vor allem Ösophagitis und Pneumonitis. Fazit: Die Toxizität der hypofraktionierten Strahlentherapie war akzeptabel. Sie lässt auf bessere lokale Tumorkontrolle und längeres Überleben bei fortgeschrittenem NSCLC ho en, muss aber noch randomisiert gegen die konventionelle erapie getestet werden. Judith Neumaier Osti MF et al. Image guided hypofractionated 3-dimensional radiation therapy in patients with inoperable advanced stage non-small cell lung cancer. Int J Radiat Oncol Biol Phys. 2013;85(3):e157-63. Toxizitäten vom Grad 4 oder 5. Die häu gste Nebenwirkung war Hautausschlag (67,5 % der Patienten), bei zwei Patienten war eine Dosisreduktion erforderlich, 70 % erhielten für mindestens einen weiteren Monat Erlotinib in Monotherapie. Das Gesamtansprechen betrug 86 % (n = 36), das mediane Überleben 11,8 Monate, das 1-Jahres-Überleben 50 %, das 2-Jahres-Überleben 24 %. Von 17 Patienten mit bekanntem EGFR-Status hatten neun Mutationen, eine unerwartet hohe Rate bei diesen unselektierten Patienten. Hautausschlag trat bei ihnen häu ger auf. Auch beim medianen Gesamtüberleben gab es einen signi kanten Unterschied zwischen Patienten mit Wildtyp- und mutiertem EGFR: 9,3 versus 19,1 Monate. Fazit: Die Kombination aus Erlotinib und Ganzhirnbestrahlung wurde gut vertragen. Die objektive Ansprechrate war hoch, die Überlebensraten besser als in früheren Studien, wobei Patienten mit EGFR-Mutationen am stärksten pro tierten. Eine Überprüfung in größeren Kollektiven ist nötig. Judith Neumaier Welsh JW et al. Phase II trial of erlotinib plus concurrent whole-brain radiation therapy for patients with brain metastases from non-small-cell lung cancer. J Clin Oncol. 2013;31(7):895-902.


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Judith Neumaier. Tyrosinkinasehemmer zusätzlich zur Bestrahlung?, Im Fokus Onkologie, 2013, 28, DOI: 10.1007/s15015-013-0488-9