Wundauflagen: Auch Oberflächenstruktur fördert Heilung

hautnah dermatologie, Nov 2010

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Wundauflagen: Auch Oberflächenstruktur fördert Heilung

Mit der richtigen Therapie zum vollen Haar Nicht nur Männer verlieren im Alter immer mehr Haare. Nach der Menopause sind auch zwischen 20 und 30% der Frauen von einem vermehrten Haarausfall betroffen. Was dagegen helfen kann und was der Arzt im Umgang mit betroffenen Patientinnen besonders beachten sollte, erläuterten Haarexperten im Rahmen der 22. Fortbildungswoche für praktische Dermatologie und Venerologie: Lichtet sich bei Frauen das Kopfhaar, so ist der Leidensdruck oft besonders hoch, erklärte Prof. Ralph M.Trüeb aus Zürich - denn wer schönes Haar hat, wirkt attraktiv, vital und gesund. Deshalb gilt es als Arzt, die Behandlung an die Erwartungen des Patienten anzupassen, so der Dermatologe weiter. Dazu gehört neben Kenntnissen über die Biologie des Haarwachstums auch das rechtzeitige Erkennen der Ursachen und das Einleiten einer geeigneten Therapie. Zunächst sollte zwischen einem diffusen Telogeneffluvium und einer androgenetischen Alopezie (AGA) unterschieden werden. Ersteres kann durch verschiedene Wundauflagen: Auch Oberflächenstruktur fördert Heilung - Ursachen (z. B. Krankheit, Ernährungsdefizite oder eine Geburt) ausgelöst werden und tritt akut oder chronisch auf. Zur Behandlung eignet sich bei diesen Patienten ein Komplexpräparat aus Cystin, Keratin, B-Vitaminen und Medizinalhefe (z. B. Pantovigar®). Wie in einer Studie an 30 gesunden Frauen zwischen 38 und 61 Jahren belegt werden konnte, steigert die tägliche Einnahme der Wirkstoffkombination die Anagenrate der Kopfhaare. Während Patientinnen mit einem diffusen Telogeneffluvium auf dem gesamten Kopf Haare verlieren, äußert sich diese erblich bedingte Form der Alopezie bei Frauen zunächst durch einen verbreiterten Scheitel. Ursache ist bei Frauen meist eine gesteigerte Empfindlichkeit der Haarwurzeln gegenüber Androgenen. Das Resultat ist eine Verkleinerung der Haarfollikel, einer Verkürzung der Wachstumsphasen und letztlich ein Absterben der Haarwurzel. Patientinnen mit AGA kann eine lokale Therapie mit Alfatradiol (17 -Estradiol, Pantostin®) empfohlen werden. Das Präparat wird direkt auf die Kopfhaut aufgetragen und Die chemischen und physikalischen Eigenschaften moderner Wundauflagen können synergistische Effekte schaffen. Bereits die Struktur der Auflage entscheidet durch die Form der Matrix über Proliferationsprozesse von Fibroblasten und hat somit einen entscheidenden Einfluss auf den Prozess der Wundheilung. Fachärzte auf dem aktuellen Wundheilungskongress in Freiburg erläuterten verschiedene Prinzipien und belegten deren klinische Relevanz mit Daten: Im direkten Kontakt mit der Wundoberfläche, kann eine entsprechend strukturierte Auflage als Matrix für dermatologische Reparaturprozesse dienen, erläutert Dr. Jean Charles Kerihuel, Paris. Die Mikrotopografie der LipidocolloidTechnologie (TLC) beeinflusst die Adhäsion und Gruppierung von Fibroblasten positiv, wodurch auch die Produktion von Kollagen, Hyaluronsäure und Fibronektin unterstützt wird. Wurde dieses Wissen in der TLC-Wundauflage UrgoCell® Contact umgesetzt, so kommt bei UrgoCell® START Contact noch der Faktor NOSF (Nano-Oligosaccharid-Faktor) hinzu. Er reguliert bei chronischen Wunden die Matrix-MetalloProteasen herab, die bei Übermaß eine Wundheilung erheblich behindern. Inwieweit diese Überlegungen einen praktischen Benefit generieren, sollte die deutsche Anwendungsbeobachtung CONTACT zeigen, welche vom niedergelassenen Arzt Dr. Karl-Christian Münter aus Hamburg vorgestellt wurde. „Auch wenn solche Untersuchungen nicht den rigiden Anforderungen der evidenzbasierten Medizin entsprechen, so sind sie doch wesentlich näher an der klinischen Realität“, sagte Münter. Bei CONTACT wurde der Einsatz von UrgoCell® Contact und UrgoCell® START Contact an 1.397 Patienten getestet, die unter Ulcus cruris, diabetischem Fußsyndrom, Dekubitus und chronischen kann dadurch die Wirkung des körpereigenen Dihydrotestosterons auf die Haarwurzeln hemmen. Dass dies wirkt, konnte in einer klinischen Studie mit knapp 2.000 Patientinnen nachgewiesen werden. Nach sechs Monaten konnte durch Anwendung von Alfatradiol der durchschnittliche Haarverlust von 117 Haare auf 60 Haare gesenkt werden. as Mittagssymposium „Die zufriedene Haarpatientin – eine Chance für Ihre Praxis!“, München, 28. Juli 2010, im Rahmen der 22. Fortbildungswoche für praktische Dermatologie und Venerologie (Veranstalter: Merz Pharmaceuticals) Wunden anderer Genese litten, und zuvor mit anderen Wundauflagen behandelt worden waren. „Nach einer mittleren Behandlungsdauer von knapp acht Wochen ließ sich eine mediane Reduktion der Wundoberfläche um 83,8% erzielen“, konstatierte Münter. 26% der Wunden waren nach Einschätzung der Ärzte abgeheilt, 53% hatten sich deutlich, 12,6% etwas gebessert.„Mehr als die Hälfte der Ärzte beurteilte die Auflagen als äußerst nützlich. Und 98,4% der Patienten waren mit den Auflagen ‚zufrieden’ oder ‚sehr zufrieden’.“ rf Symposium „Evidenzbasierte und patientengerechte Wundversorgung mit Lipidokolloid-Schaumstoffwundauflagen (TLC)“, Freiburg, 18. Juni 2010, im Rahmen des 13. Jahreskongresses der Deutschen Gesellschaft für Wundheilung und Wundbehandlung (Veranstalter: Urgo Medical)


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Wundauflagen: Auch Oberflächenstruktur fördert Heilung, hautnah dermatologie, 2010, 407-407, DOI: 10.1007/BF03358256