Mütter profitieren vom Stillen

Info Diabetologie, Dec 2012

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Mütter profitieren vom Stillen

Öl und Joghurt gegen Bluthochdruck ne zu viel Fett oder zu wenig Vitamine? Bei solch teils schwierigen Ernährungsfragen kann eine App helfen. Nach dem Hochladen eines Fotos bewerten andere Nutzer den Gesundheitswert der Mahlzeit. „Wie wir an der freien Enzyklopädie Wikipedia sehen, ist das Wissen einer Gemeinschaft aussagekräftig“, meint Kimpel. „Wenn viele Nutzer das Essen bewerten, erhält man eine hochwertige Antwort.“ In Zukunft möchte Quantified Self daran arbeiten, die Selbstvermessung mit Motivationsmethoden zu koppeln. Bewertungen, Belohnungen oder Geldanreize sollen Ziele attraktiver machen. Die Geräte, die aus Quantified Self entsprangen, müssen sich natürlich erst auf dem Markt beweisen. Wie effektiv sie in der breiten Anwendung sind und wie viele Menschen das nutzen, kann man bisher nicht sagen. - Einsatz in der Reha ernüchternd Um mit moderner Technik eine Brücke zwischen Klinikbetreuung und eigenverantwortlichem Training zu bauen, entstand die Idee, Wii-Geräte für die Rehabilitation zu nutzen. „Denn Menschen sind daran interessiert, mehr als drei Wochen behandelt zu werden, sie wollen den Therapeuten am liebsten mit nach Hause nehmen“, sagt Beate Seewald, geschäftsführende Gesellschafterin des Reha-Zentrums Lübben. In einer ersten Untersuchung erhielten 60 Patienten 3 Wochen lang Wii-Geräte oder eine konventionelle Therapiehilfe: den Footstepper. Die Antworten der anschließenden Befragung der Patienten wurden ausgewertet und die Muskelkraft wurde gemessen. Die Begeisterung war groß: „Die Patienten übten drei bis vier Mal häufiger mit dem Wii als mit dem Stepper, waren also sehr motiviert,“ sagt Seewald. „Das Ergebnis bezüglich der Muskelkraft war aber bestenfalls gleich gut und bei zuvor Nicht-Sportlichen sogar schlechter als mit dem Footstepper.“ Patienten seien wohl auch auf eine Fremdeinschätzung angewiesen, folgert Seewald aus den Studiendaten. Aus diesem Projekt, bei dem Patienten selbstständig übten, entwickelte sich daher ein telemedizinischer Ansatz: Therapeuten sollen nun die Übungen kontrollieren und können intervenieren. Ob das erfolgreich ist, soll im nächsten Jahr getestet werden. Limitierungen und Verbesserungsbedarf „Die Daten, die Menschen selbst messen, entsprechen natürlich nicht den Standards der Pharmaindustrie oder Medizintechnik“, sagte Kimpel im Hinblick auf Limitierungen der Vermessungs-Strategie. Weder doppelblinde Testverfahren noch genaue Gerätekalibrierungen seien möglich. „Dadurch kann es zu fehlerhaften Selbst-Diagnosen kommen.“ Allerdings könnten Placebo-Effekte auch genutzt werden. Zahlen auf einem Display allein bieten für viele auch nicht genug Anreiz, um das Verhalten zu ändern. Das Feedback der Geräte muss vielleicht anders aussehen. „Geräusche, Muster, Bewegung, Wärme, etwas, das andere Gehirnregionen anspricht.“ Besonders ungünstig: Das Selbstvermessen könnte die Entstehung eines Kontrollzwangs oder gar einer Hypochondrie fördern. Etwa, indem sich ein Asthmapatient den Anfall einbildet, wenn er in ein „Gefahrengebiet“ gelangt. Quantified Self wird sich aber halten, hätte sogar das Potenzial sich auszuweiten, ist Kimpel überzeugt. Die meisten Menschen seien interessiert an Wissen über sich selbst. Veronika Schlimpert , München Sesam- und Reiskleie-Öl senkt bei Hypertonikern den Blutdruck und die Lipidwerte. Und auch mit Joghurt kann man den Bluthochdruck angehen. Eine Sesam- und Reiskleie-Ölmischung hat einen blutdrucksenkenden Effekt. Die Studie dazu wurde auf der US-Tagung High Blood Pressure Research der American Heart Association (AHA) in Washington vorgestellt. Dafür nahmen 300 Hypertoniker mit leicht bis mäßig erhöhtem Blutdruck über 60 Tage täglich entweder 35 g der Ölmischung (Salatdressing!) oder 30 mg des Kalziumkanalblockers Nifedipin oder beides ein. Der Blutdruck wurde nach 15, 30, 45 und 60 Tagen gemessen. Durch alle drei Interventionen konnte der Druck signifikant gesenkt werden: der systolische sank mit Nifedipin um 16,2, mit der Ölmischung um 14 und mit beidem um 36 mmHg (diastolisch Reduktion um 12, 10,8 und 23,8 mmHg). Die Lipide sanken mit der Ölmischung um 18% (Gesamtcholesterin), 26% (LDL) und 12,6% (Triglyzeride). Wie die AHA mitteilt, ist die Ölmischung reich an Antioxidanzien und ungesättigten Fettsäuren, was zur Blutdruck- und Lipidsenkung Effekt beitragen könnte. In einer weiteren, bei der Tagung vorgestellten Studie wurde der Effekt regelmäßig verzehrten Joghurts auf den Blutdruck analysiert. Der Druck lag bei 2000 Probanden der „Framingham Heart Study Offspring“-Kohorte anfangs im Mittel bei 117/72 mmHg. Wer mindestens 2% der Kalorien als fettarmen Joghurt aß (60 ml/d), hatte binnen 15 Jahren ein um fast ein Drittel niedrigeres Hypertonierisiko im Vergleich zu Teilnehmern ohne Joghurtverzehr. Peter Leiner, Neu-Isenburg Mütter profitieren vom Stillen Frauen mit Gestationsdiabetes, die ihr Kind stillen, haben auf lange Sicht ein um 40% reduziertes Risiko, an Typ-2-Diabetes zu erkranken. Zu dem Schluss kommen Forscher des Instituts für Diabetesforschung, Helmholtz Zentrum München, Partner im Deutschen Zentrum für Diabetesforschung (DZD). Nach Analyse der Deutschen prospektiven Gestationsdiabetes-Studie profitieren davon vor allem Mütter, die ihr Kind länger als drei Monate stillen. In der Gestationsdiabetes-Studie wird die Entwicklung von Typ-2-Diabetes bei Gestationsdiabetikerinnen seit 19 Jahren analysiert, teilte das Institut für Diabetesforschung mit. Bekannt waren bisher kurzzeitige positive Effekte des Stillens auf den mütterlichen Stoffwechsel. Es gebe Hinweise, dass stillende Frauen in der Zeit bessere Werte des Glukose- und Fettstoffwechsels und einen niedrigeren Östrogenspiegel aufweisen, so das Institut. Neu ist die Erkenntnis, dass Stillen auch langfristig einem Typ-2-Diabetes vorbeugt. eb Quelle: springermedizin.de basierend auf: Ziegler AG et al. Long-Term Protective Effect of Lactation on the Development of Type 2 Diabetes in Women With Recent Gestational Diabetes Mellitus. Diabetes 2012


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eb. Mütter profitieren vom Stillen, Info Diabetologie, 2012, 45-45, DOI: 10.1007/s15034-012-0314-z