Nachts weniger Hypoglykämien

CME, Oct 2012

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Nachts weniger Hypoglykämien

Nachts weniger Hypoglykämien 0 Fachpressekonferenz „Effektive Analgesie bei neuropa- thischen Schmerzen - eine Herausforderung?“ Neue Studienergebnisse zu Targin® , Frankfurt, Veranstalter: Mundipharma, Bericht: Dagmar Jäger-Becker 1 Nach Informationen der Deutschen Leberhilfe , Bericht: Michael Hubert - Menschen mit chronischer Hepatitis C zu identifizieren und zu therapieren lohnt sich. Denn bei ihnen ist nicht nur die hepatisch bedingte Sterberate erhöht. Eine chronische Infektion mit HepatitisC-Viren (HCV) erhöht erwartungsgemäß die Sterberate infolge der Leberschädigung. Doch die HCV-Infektion erhöht ebenfalls die Sterberate durch extrahepatische Ursachen, und zwar um 35%. Die Sterberate durch kreislaufbedingte Ursachen ist 50% erhöht, ebenso jene für eine Reihe von Krebsarten – bis um das 8-fache für Schilddrüsenkrebs. Das hat eine Kohortenstudie aus Taiwan mit knapp 24.000 Teilnehmern im Alter von 30 bis 65 Jahren und einer Beobachtungszeit von gut 16 Jahren ergeben. Die Gesamtsterberate war gegenüber jenen Teilnehmern ohne chronische HCV-Infektion fast verdoppelt. Die hepatisch bedingte Sterberate lag um den Faktor 13 höher. Die erhöhten Sterberaten gelten dabei nur für Teilnehmer, bei denen HCV-RNA nachweisbar war, also tatsächlich eine chronische Hepatitis C vorlag. Waren nur HCV-Antikörper nachweisbar, gab es keine Unterschiede zu den Kontrollpersonen. In einem Editorial zu dem Paper wird darauf hingewiesen, dass die Screeningstrategie von Risikogruppen, um die HCV-bedingte Sterberate in der Bevölkerung zu senken, versagt habe. Eine Ausweitung der Tests auf alle Menschen, die zwischen 1945 und 1965 geboren wurden, könne mehr Erfolg bringen. Eine solche Strategie wurde vor kurzem von der US-Seuchenbehörde CDC empfohlen. Dass sich ein ausgeweitetes Screening auch in Deutschland lohnen könne, deutet eine Studie aus Berlin und Frankfurt am Main an. Hier wurde eine HCV-Seroprävalenzrate von 1,6% ermittelt, das ist viermal so hoch wie bisherige Schätzungen. Die Deutsche Leberhilfe e.V. setzt sich ebenfalls für vermehrte Tests ein. Da bei vielen Patienten mit Virus-Hepatitis der ALT(GPT)-Wert erhöht ist, könnte ein solcher Test ein geeigneter Screeningparameter sein. Entsprechende Studiendaten werden für den Herbst erwartet. Hypoglykämien Die Einführung moderner Insulinanaloga hat die Rate hypoglykämischer Ereignisse im Vergleich zu NPH-Insulin bereits deutlich vermindert, ein neues ultralang wirksames Insulin verspricht eine weitere Reduktion der Unterzuckerungen. Insulin degludec ist ein in der Entwicklung befindliches neues Basalinsulin, das nach der subkutanen Injektion lösliche Multihexamere bildet und einen ultralangen und stabilen blutzuckersenkenden Effekt mit einer geringen Variabilität von Tag zu Tag aufweist. Ziel der im Rahmen der 72. American Diabetes Association (ADA)-Jahrestagung präsentierten Metaanalyse war der Vergleich der Hypoglykämie-Raten unter Insulin degludec und unter Insulin glargin. Die eingeschlossenen Untersuchungen waren offene randomisierte Phase-IIIa-Studien über 26 bzw. 52 Wochen – zwei Studien schlossen Typ-1-, fünf Studien Typ-2-Diabetiker ein. Insulin degludec (n=2899) und Insulin glargin (n=1431) wurden jeweils einmal täglich appliziert. Vorteile für beide Diabetes-Typen Bei Typ-2-Diabetikern kam es unter Insulin degludec im Vergleich zu Insulin glargin zu signifikant weniger Gesamtund nächtlichen Hypoglykämien. Bei Patienten mit Typ-1-Diabetes traten unter Insulin degludec weniger nächtliche Hypoglykämien auf als unter Insulin glargin. Auch die gepoolte Analyse ergab Vorteile für Insulin degludec – sowohl bei Typ-1- als auch bei Typ-2-Diabetikern. Ratner R et al; Poster P387 der Firma Novo Nordisk, im Rahmen der 72. Jahrestagung der ADA, Philadelphia, USA, Bericht: Monika Walter Neuropathische Schmerzen behandeln Bei der Behandlung neuropathischer Schmerzen sind Opioide wichtige Kombinationspartner. Nach derzeitiger Datenlage scheint insbesondere Oxycodon hier sehr gut wirksam zu sein. Darauf hat Dr. Uwe Junker, Remscheid, hingewiesen. In einer aktuellen prospektiven Beobachtungsstudie wurde jetzt überprüft, ob sich mit der retardierten Fixkombination Oxycodon/Naloxon (Targin®) die gute Datenlage zu Oxycodon bei Nervenschmerzen bestätigen lässt und ob unerwünschte Opioid-Nebenwirkungen wie Störungen der Darmfunktion, Schwindel und Übelkeit seltener als unter einer Vortherapie auftreten. Wie Junker betonte, kam es bei 1488 Patienten mit neuropathischen Schmerzen verschiedener Genese nach Umstellung der Therapie auf Oxycodon/Naloxon binnen vier Wochen zu einem signifikanten Rückgang der Schmerzen, und zwar unabhängig von der Vormedikation. Bessere Darmfunktion und weniger Nebenwirkungen Ebenso konnte eine bessere Verträglichkeit dokumentiert werden, erläuterte Junker. Neben einer signifikanten Verbesserung der Darmfunktion haben sich auch abdominelle Schmerzen, Übelkeit und Erbrechen sowie Schwindel deutlich vermindert.


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Nachts weniger Hypoglykämien, CME, 2012, 48-48, DOI: 10.1007/s11298-012-1334-7