Frühstücksei exkulpiert

CME, Feb 2013

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Frühstücksei exkulpiert

doi: 10.1371/journal. pone.0046774 Alkohol weckt auf! 0 Lauschen“ Sie unserem Zwitschern und werden Sie zum „Follower“ 1 Auch in der fünften Jahreszeit heißt es: 2 Rong Y et al , BMJ 2013, 346:e8539 3 twitter.com/springermedizin springermedizin.de auf Twitter - Testosteron-Gel macht Mann ehrlich Nach einem Verhaltensexperiment mit 91 Männern, kamen Bonner Neurologen zu dem Schluss, dass Testosteron ehrlicher macht. Die Tester spielten ein Würfelspiel, bei dem es Geld zu gewinnen gab. Dabei durfte geschummelt werden. Im Anschluss wurde evaluiert, wie häufig getrickst wurde. Probanden, die vor dem Versuch mit Testosteron-Gel behandelt wurden, logen deutlich seltener als jene, die nur ein Placebo erhalten hatten. Das Hormon scheint den Stolz und das Bedürfnis, ein positives Selbstbild zu entwickeln, zu steigern. Frühstücksei exkulpiert Ein Ei täglich hat weder Einfluss auf das Schlaganfallnoch auf das Herzinfarktrisiko, bestätigt eine Metaanalyse, in die Daten von über 260.000 Patienten eingingen. Das relative Risiko, eine KHK zu erleiden, lag bei Konsum von einem Ei täglich bei 0,99, für einen Schlaganfall bei 0,91. Eine Subgruppenanalyse mit Diabetes-Patienten zeigte allerdings einen negativen Effekt aufs Herz: Die Teilnehmer mit dem höchsten Eierkonsum hatten ein um den Faktor 1,54 erhöhtes Risiko einer KHK. Die Autoren schränken jedoch ein, dass nur wenige Diabetiker-Studien ausgewertet werden konnten. Zweischneidige Wirkung Die Schlafzeit nimmt dadurch insgesamt ab. Tiefschlafphasen treten in der ersten Nachthäl e vermehrt auf. Die Wirkungen in der zweiten Häl e des Schlafs sind dosisabhängig. Signi kant längerer Tiefschlaf ndet sich bei hohen Dosen, worunter Trinkmengen ab etwa 60 g Alkohol zu verstehen sind. Das entspricht vier Standarddrinks, also rund 1,5 l Bier bzw. 600 ml Wein. REM-Suppression überraschte Eine Unterdrückung der REM-Schlafphasen konnten die Forscher für kleine Mengen Alkohol – bis zu zwei Standarddrinks – nicht nachweisen. Damit war nicht zu rechnen; bisher galt die REMSuppression als der Alkohole ekt schlechthin, und zwar in allen Dosierungen. Mäßige oder hohe Dosen allerdings wirkten sich deutlich aus: Der Anteil der REM-Phasen am Gesamtschlaf sank, und die Zeit bis zur ersten REM-Phase verlängerte sich. In die Studie waren Resultate von 20 Publikationen einge ossen, an denen insgesamt 517 freiwillige Trinker teilgenommen hatten. (rb) Überraschend häufig gutartig App oder Arzt besser beim Melanom-Check? US-Dermatologen haben Smartphone-Apps zur Hautkrebs-Diagnostik getestet. In den meisten Fällen war die Trefferquote alles andere als zufriedenstellend. Vier Smartphone-Apps, die alle vorgaben, bösartige Hautveränderungen zu erkennen, haben Hautärzte von der University of Pittsburgh geprü . Zwei der Programme stu en 30%, eines sogar mehr als 90% der Melanome als gutartig ein. Das vierte Programm erreichte in der Melanomdiagnostik eine Sensitivität von 98,1% – allerdings wurde die Diagnose dabei binnen 24 Stunden von einem Dermatologen gestellt, an den das Programm die Befundung des fotogra erten Mals delegierte. Insgesamt wurden Fotos von 188 Hautläsionen mit den Smartphones beurteilt. Die App mit der höchsten Sensitivität der Melanomerkennung, war zugleich die teuerste: Pro beurteiltes Mal (!) wurde eine Gebühr von 5$ fällig. Wer sich auf eine App verlässt, statt zum Hautarzt zu gehen, sollte bedenken, dass viele der smarten Programme so smart gar nicht sind. Es gibt dafür auch keine behördliche Aufsicht, wie Wolf und Kollegen betonen. Schaden für die Betro enen durch verzögerte Diagnosen lasse sich daher nicht ausschließen. (rb) Wolf JA et al, JAMA Dermatology 2013 (online first)


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Frühstücksei exkulpiert, CME, 2013, 4-4, DOI: 10.1007/s11298-013-0081-8