Melanom: Männer haben schlechtere Prognose als Frauen

Info Onkologie, Feb 2017

Judith Neumaier

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Melanom: Männer haben schlechtere Prognose als Frauen

Antihypertensiva verbessern Ansprechen Hawaii ebenfalls wegen eines Rektumkarzinoms eine neoadjuvante Strahlentherapie erhalten hatten. Hier nahmen zum Zeitpunkt der neoadjuvanten erapie 49 Patienten (26,3 %) ACEI/ARB ein. Weber JS et al. Safety Profile of Nivolumab Monotherapy: A Pooled Analysis of Patients With Advanced Melanoma. J Clin Oncol. 2016 Nov 14. [Epub ahead of print]. - Checkpointhemmer beim Melanom Nebenwirkungen meist geringgradig Die meisten Nebenwirkungen, die bei Melanompatienten unter einer Nivolumab- erapie au reten, sind nur schwach ausgeprägt und bei entsprechendem Management nur vorübergehend. Dies lässt sich an der gemeinsamen Auswertung von vier klinischen Studien (den Phase-III-Studien CheckMate 037 und 066 sowie zwei Phase-I-Studien) ablesen, in denen der Checkpointhemmer in Monotherapie verwendet wurde. Die Befunde von 576 Patienten mit einem medianen Follow-up von 7,2 Monaten ließen sich analysieren. Nebenwirkungen in Zusammenhang mit der Immuntherapie wurden bei 71 % der Patienten beschrieben. Bei 10% waren sie vom Grad 3/4. Am häu•gsten waren Fatigue (24,8%), Pruritus (17,2 %), Diarrhö (12,7 %), Exantheme (12,7 %) und Übelkeit (12%). Nebenwirkungen aller Schweregrade mit potenziell immunologischem Auslöser wurden bei 49% der Patienten dokumentiert, solche vom Grad 3/4 nur bei 3,6%. Vorrangig betrožen waren die Haut (34%), der Gastrointestinaltrakt (13,4 %), das Hormonsystem (7,8 %) und die Leber (4,2 %). Knapp 4 % litten unter Grad-3/4-Nebenwirkungen mit möglichem immunologischem Auslöser. Um die Nebenwirkungen in den Griž zu bekommen, wurde fast jeder vierte Patient mit Kortikosteroiden behandelt. Im Allgemeinen hatten sich die immunologisch bedingten Nebenwirkungen innerhalb von einem bis zwei Monaten nach erapiebeginn zurückgebildet. Melanom: Männer haben schlechtere Prognose als Frauen Männer mit einem Melanom sterben doppelt so häufig an dieser Erkrankung wie Frauen mit derselben Diagnose. Alan Spatz und seine Mitarbeiter vom Lady Davis Institut in Montreal, Kanada, haben nun einen biologischen Mechanismus entdeckt, der dieses Phänomen erklären könnte [van Kempen L et al. Sci Transl Med. 2016;8(369):369ra177]. Sie fanden heraus, dass das Gen PPP2R3B eine wesentliche Rolle dabei spielt. Es liegt bei Frauen auf den X-Chromosomen, bei Männern auf dem X- und dem Y-Chromosom. Offenbar wird es jedoch bei Männern geringer exprimiert. Die Wissenschaftler stellten fest, dass die verringerte Expression dieses Gens bei aggressiven Hautkrebsformen positiv mit der Tumorprogression assoziiert ist. PPP2R3B kodiert für das Protein PR70, eine regulatorische Untereinheit der Phosphatase 2A. PR70 wirkt somit als Tumorsuppressor, sodass eine erhöhte PR70-Expression das Melanomwachstum bremst. Dies geschieht vermutlich durch negative Beeinflussung der DNA-Replikation. Weil bei Frauen die PR70-Expression höher ist als bei Männern, könnte dieser Vorteil mit dem doppelten X-Chromosom zusammenhängen. Aus klinischer Sicht weisen diese Ergebnisse darauf hin, dass in PR70 das Potenzial für neue Antitumortherapien besteht. Judith Neumaier Den Daten aus Wisconsin zufolge war die Einnahme von ACEI/ARB mit einer dreimal so hohen pCR-Rate assoziiert (52 vs. 17%; p = 0,001). Auch in der zweiten Kohorte zeigte sich eine signi•kante höhere pCR-Rate bei ACEI/ARB-Einnahme – hier doppelt so hoch (24 vs. 12 %; p = 0,03). Die multivariate Analyse ergab, dass die Einnahme von ACEI/ARB ein starker Prädiktor für ein pCR war (Odds Ratio 4,02; p < 0,001). Die ACEI/ARB-Einnahme war sogar ein stärkerer Prädiktor für das pCR als das klinische Stadium oder der Grad nach der Biopsie. Ein Ežekt auf das lokalrezidiv-, metastasenfreie oder Gesamtüberleben ließ sich nicht zeigen. Friederike Klein Morris ZS et al. Increased tumor response to neoadjuvant therapy among rectal cancer patients taking angiotensin-converting enzyme inhibitors or angiotensin receptor blockers. Cancer. 2016; 122(16):2487-95. Die objektive Ansprechrate betrug 31,4 % (n = 181). Sie lag bei jenen Patienten signi•kant höher, bei denen immunologisch bedingte Nebenwirkungen aufgetreten waren. Bei Patienten mit Nebenwirkungen vom Grad 1 oder 2 (n = 242) lag die Rate bei 46,7 %, bei Patienten mit Nebenwirkungen von mindestens Grad 3 (n = 13) bei 84,6 %. Peter Leiner


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Judith Neumaier. Melanom: Männer haben schlechtere Prognose als Frauen, Info Onkologie, 2017, 29-29, DOI: 10.1007/s15004-017-5582-2