Ulkusbehandlung über zwei Quartale?

MMW - Fortschritte der Medizin, Oct 2017

Springer Medizin

A PDF file should load here. If you do not see its contents the file may be temporarily unavailable at the journal website or you do not have a PDF plug-in installed and enabled in your browser.

Alternatively, you can download the file locally and open with any standalone PDF reader:

https://link.springer.com/content/pdf/10.1007%2Fs15006-017-0164-7.pdf

Ulkusbehandlung über zwei Quartale?

Rufen Sie an! Tel. Was geht neben der Nr. 100 GOÄ? 0 die Nr. 02 310 EBM dann im neuen Quartal abrechnen? - ?Dr. W. Sigler, Allgemeinarzt/Notarzt, Baden-Württemberg: Kann bei einem Toten im Straßenverkehr neben der Nr. 100 GOÄ die Nr. 4 für die Klärung bestimmter Verletzungsmuster und auch die Nr. 56 als Verweilgebühr zwischen der Ausstellung der vorläuƒgen Totenbescheinigung und der ärztlichen Leichenschau abgerechnet werden? Dürfen in diesem besonderen Fall alle Positionen 3,5-fach gesteigert werden? Welche Kosten können des Weiteren in Rechnung gestellt werden? !MMW-Experte Walbert: Wenn der Einsatz über die Rettungsleitstelle erfolgte und das Meldebild ein Verletzter und nicht ein Toter war, ist der Besuch zulasten der bestehenden Krankenversicherung abzurechnen. Falls das Unfallopfer ein Privatversicherter ist, kommen die bis zur Feststellung des Todes erbrachten Leistungen hinzu. Im Zusammenit/sckaSeog dshcaiehnagNumrf.äi1tl0ldt0elreGiLdOeeiÄrchnaeunnr-. Ittym Auf die vorläuŒge iiil/szcaaeeGw TUkoandnfeansllbvebesreclihetezitnuöindggluicnahguesr yaBn juristischen wie auch rtzaa aus wirtscha’lichen K© Gründen verzichtet werden. Gegen den Ansatz der Verweilzi“er 56 spricht, dass sie laut Text „wegen Erkrankung erforderlich“ sein muss.Alternativ könnte man eine Analogzi“er bilden, doch das wäre nicht wirtscha’lich, da diese höchstens 2,5-fach gesteigert werden dür’e. Auch die Erhebung der Fremdanamnese nach Nr. 4 muss laut Text „ im Zusammenhang mit der Behandlung eines Kranken“ stehen, was nicht recht zur Ermittlung von Unfallumständen passt. Neben der Nr. 100 ist sie nicht abrechenbar, da der Leistungsinhalt – auch, wenn bei analoger Textveränderung die Position inhaltlich angeglichen wird – zur Leichenschau nicht notwendig ist. Verrechenbar sind selbstverständlich die Auslagen für den Leichenschauschein als Erstattung von Auslagen nach § 10 GOÄ inklusive Umsatzsteuer. Kilometergeld kann berechnet werden, wenn man zu einem bereits Toten gerufen wird und somit nicht zulasten einer Krankenkasse abrechnen kann. Der 3,5-fache Steigerungssatz ist mit entsprechenden Begründungen bei der Nr. immer sinnvoll, da selbst ein Betrag von 51 Euro den Aufwand keineswegs leistungsgerecht vergütet. z Knackpunkt Leichenschau im Straßenverkehr. ?Dr. G. L., Allgemeinarzt, Bayern: Die Ulkusbehandlung erfordert mindestens drei persönliche Arzt-Patienten-Kontakte. Wenn ich bis zum Quartalsende nur zwei Kontakte habe, dann aber im nächsten Quartal sofort ein dritter Kontakt erfolgt, kann ich !MMW-Experte Walbert: Leider nein! Zu den obligaten Leistungsinhalten gehören laut Legende mindestens drei persönliche Arzt-Patienten-Kontakte „im Behandlungsfall“. Der Behandlungsfall ist deŒniert als die Behandlung desselben Versicherten durch dieselbe Praxis in einem Quartal zulasten derselben Krankenkasse. Aus dieser DeŒnition ergibt sich, dass die geforderten Kontakte im selben Quartal liegen müssen. z


This is a preview of a remote PDF: https://link.springer.com/content/pdf/10.1007%2Fs15006-017-0164-7.pdf

Springer Medizin. Ulkusbehandlung über zwei Quartale?, MMW - Fortschritte der Medizin, 2017, 30-30, DOI: 10.1007/s15006-017-0164-7