In diesem Beitrag wird eine Methode zur Analyse von kontinuierlichen Schwebstoffdaten in Bezug auf Konzentrationen und Dauer des Auftretens vorgestellt. Die Methode wurde an 20 ausgewählten Messstellen des österreichischen Basismessnetzes angewendet, wobei die kontinuierlichen mittleren Schwebstoffkonzentrationen über das Querprofil über einen Zeitraum von 10 Jahren betrachtet...
Im Wasserbaulaboratorium der Technischen Universität Wien wurden hydraulische Modellversuche zu einem typischen Einlaufbauwerk einer Hochwasserentlastungsanlage von Beschneiungsspeichern durchgeführt. Dabei wurden die Förderfähigkeit des gedrosselten Rohreinlaufes, die Ausflussbeiwerte und der Luftbedarf ermittelt.
Die Qualität der Durchflussermittlung in Fließgewässern ist entscheidend für den Hochwasserschutz, die Hochwasserprognose und die Beurteilung des Wasserdargebots und dessen Veränderung im Zuge des Klimawandels. Moderne Messgeräte und -methoden wie ADCP erfordern jedoch andere Ansätze zur Qualitätssicherung im Vergleich zu traditionellen Methoden und Geräten wie dem...
In der Wachau, einem der zwei freifließenden Abschnitte der Donau in Österreich, wurde erstmals eine umfassende Tracerstudie zur Untersuchung des Geschiebetransports durchgeführt. Die Studie zielte darauf ab Transportdistanzen, Geschwindigkeiten und Verweildauern von Sedimentpartikeln unter variierenden Abflussbedingungen zu analysieren. Hierfür wurden 45 mit VHF-Sendern...
Das Verständnis der morphologischen Genese von Fließgewässern sollte durch die Einbeziehung semi- und nicht-alluvialer geomorphologischer Prozesse erweitert werden. Diese wurden insbesondere durch die Vergletscherung (glaziale Prozesse) während des Pleistozäns, aber auch durch Steinschlag und Rutschungen (kolluviale Prozesse) sowie eiszeitliches Bodenfließen (periglaziale...
Aktives Feinsedimentmanagement sowohl bei Wasserkraftanlagen als auch für die Erhaltung von Wasserstraßen war bis zum Beginn des Christian Doppler Labors für Sedimentforschung und -management nur unzureichend untersucht bzw. fehlten klare Empfehlungen für die Praxis. Einer der Forschungsschwerpunkte während der siebenjährigen Laufzeit des Labors bestand darin, basierend auf...
Die Pasterze ist einer der größten Gletscher der Ostalpen und verzeichnet seit der Mitte des 19. Jahrhunderts einen stetigen Rückgang ihrer Ausdehnung. In den nun gletscherfrei werdenden Bereichen (Gletschervorfeld – proglazial) werden große Mengen an glazialem Schutt freigelegt oder auch abgelagert. Der gesamte proglaziale Bereich unterliegt großen Veränderungen, entstehende...
Die Kiesmächtigkeit spielt eine entscheidende Rolle für die Stabilität der Flusssohle und den Geschiebehaushalt der Donau östlich von Wien. Durch anthropogene Eingriffe wie Begradigungen, Querbauwerke und Regulierungsmaßnahmen für die Schifffahrt kam es in diesem Bereich zu einem signifikanten Sedimentdefizit, das in weiterer Folge zu Sohlerosion führt. Besonders problematisch...
Effiziente Sedimentbewirtschaftungsmaßnahmen setzen eine genaue Kenntnis über die Menge und Beschaffenheit des abgelagerten Materials voraus. An drei Gewässern mit stark unterschiedlichem geologischen Sohlaufbau wurde die Leistungsfähigkeit von parametrischen Sub-Bottom-Profilern (SBP) zur Detektion des Sedimentaufbaus untersucht. Dabei lagen die Schwerpunkte auf der methodischen...
Die Abrasion von Turbinen durch Sedimente stellt ein großes ökonomisches Problem für Anlagenbetreiber dar. Vor allem Hochdruckanlagen besitzen ein hohes Risiko, sich durch Verschleiß der Turbinen und anderer Anlagenteile wirtschaftlich ungünstig zu entwickeln. Die Entwickler von Laufrädern hingegen haben oft nur geringen Einfluss auf die generelle Planung von Wasserkraftanlagen...
Das CD-Labor für Sedimentforschung und -management verfolgte das übergeordnete Ziel, die wirtschaftlichen, technischen und ökologischen Standards für die Wasserkraftnutzung im Speziellen und jene für das Fließgewässermanagement im Allgemeinen zu verbessern. Dieser Beitrag liefert einen Überblick über die wichtigsten experimentellen Erkenntnisse im Rahmen des CD-Labors. Diese...
Kontinuumsunterbrechungen und Restwassersituationen durch Kleinstwasserkraftanlagen stellen wesentliche hydromorphologische Beeinträchtigungen von Fließgewässern in Österreich dar, wobei bereits Möglichkeiten und Vorgaben für Sanierungsmaßnahmen bestehen. Speziell für das hydromorphologische Risiko in Staubereichen fehlen jedoch spezifische Handlungsempfehlungen, inwiefern eine...
Die negativen Auswirkungen schwallbelasteter Fließgewässer auf juvenile Äschen (Thymallus thymallus) sind weitgehend bekannt. Für andere Altersstadien sind bisher nur wenige wissenschaftliche Untersuchungen verfügbar. Diese Studie konzentriert sich auf die Habitatwahl adulter Äschen im Oberen Inn. Mithilfe von telemetrischen Standortbestimmungen wurden die Reaktionen der Fische...
Der Artikel beleuchtet die Rolle der numerischen Modellierung im Rahmen der Arbeiten des CD-Labors „Sedimentforschung und -management“. Es werden numerische Modelle und deren Anwendung zur Untersuchung des Sedimenttransports, der Morphodynamik und der ökologischen Funktionen von Gewässern vorgestellt. Die Anwendung der Modellwerkzeuge zur Grundlagenforschung ermöglicht die...
In diesem Beitrag werden die Abflusstrends in Österreich für 250 Pegel (Niederwasser und Mittelwasser) bzw. 331 Pegel (Hochwasser) im Zeitraum 1977–2020 analysiert. Während sich im Mittel über Österreich der Mittelwasserabfluss wenig verändert hat, sind regionale Verschiebungen des Wasserdargebots zu verzeichnen, mit signifikant abnehmenden Trends im Westen, Nordwesten...
Die stoffliche Verwertung von biogenen Abfällen aus der Haushaltssammlung bildet einen wesentlichen Baustein für eine funktionierende Kreislaufwirtschaft und stellt einen bedeutenden Faktor zur Erreichung der Recyclingquoten für Siedlungsabfälle dar, die von der EU vorgeschrieben werden. Eine große Hürde besteht in der Störstoffproblematik im Bioabfall, da beispielsweise...
Vor dem Hintergrund des unachtsamen Wegwerfens bzw. Litterings sowie ineffizienten Sammelns und Recyclings von Kunststoffen wurde im Jahr 2019 die Richtlinie der Europäischen Kommission zur Verringerung der Auswirkungen bestimmter Einweg-Kunststoffprodukte auf die Umwelt, die sogenannte Single-Use-Plastic-Richtlinie erlassen, die für Einweg-Getränkeflaschen aus Kunststoff eine...
Vor dem Hintergrund hoher biogener Anteile im Restmüll und zu verbessernder Bioabfallverwertung wurde das Projekt „KüKeN – Küchenküberl für energetische Nutzung“ gestartet, das neue Wege bei der Sammlung und kaskadischen Verwertung von biogenen Abfällen aus Haushalten erproben soll. Der Fokus liegt dabei auf dem Einsatz digitaler Medientechnologie zur Steigerung der Motivation...
Abfälle im öffentlichen Raum rücken zunehmend in den Fokus, da sie nicht nur sichtbar sind, sondern auch wertvolle Ressourcen enthalten, die bisher kaum getrennt gesammelt werden. Gleichzeitig mangelt es an Daten und Forschung, welche die Abfallcharakteristika sowie die vielfältigen Bedürfnisse der beteiligten Akteur:innen (Anbieter:innen, Instandhalter:innen, Konsument:innen...
Die Problematik, dass Stauräume zunehmend verlanden, erfordert zukünftig auch verstärkte wissenschaftliche Forschung, die letztendlich zur Konzeption nachhaltiger und ökologisch verträglicher Sedimentmanagementkonzepte beitragen soll. Bestehende Studien beleuchten vor allem technische Aspekte des Sedimentmanagements, detaillierte Untersuchungen zu den ökologischen Konsequenzen...
Die fortschreitende globale Erwärmung erfordert eine Reduktion der Treibhausgasemissionen. In diesem Zusammenhang kommt der Wasserkraft eine zentrale Rolle in der regenerativen Energieerzeugung zu, insbesondere in Österreich. Wasserkraftanlagen zeichnen sich durch zahlreiche Vorteile wie hohe Energieeffizienz, niedrige CO2-Äquivalentemissionen und hohe Erntefaktoren aus...