Functional electrical stimulation on paraplegic patients
Electrical Stimulation on Paraplegic Patients
Eur J Trans Myol - Basic Appl Myol 2014; 24 (2): 75-157
Funktionelle Elektrostimulation paraplegischer Patienten
Helmut Kern
Adapted from: Kern H. Funktionelle Elektrostimulation Paraplegischer Patienten. ÖZPM, Österreichische Zeitschrift
für Physikalische Medizin, 1995, 5 (Supplement) 1-75. ISSN 1021-4348
Grund- und Integrativwissenschaftlichen Fakultät der Universität Wien; Ludwig Boltzmann
Institute of Electrical Stimulation and Physical Rehabilitation, Vienna; Institut für Physical
Medizin, Wilhelminenspital, Vienna, Austria
Abstract
Functional Electrical Stimulation on Paraplegic Patients. We report on clinical and
physiological effects of 8 months Functional Electrical Stimulation (FES) of quadriceps
femoris muscle on 16 paraplegic patients. Each patient had muscle biopsies, CT-muscle
diameter measurements, knee extension strength testing carried out before and after 8 months
FES training. Skin perfusion was documented through infrared telethermography and xenon
clearance, muscle perfusion was recorded through thallium scintigraphy. After 8 months FES
training baseline skin perfusion showed 86 % increase, muscle perfusion was augmented by 87
%. Muscle fiber diameters showed an average increase of 59 % after 8 months FES training.
Muscles in patients with spastic paresis as well as in patients with denervation showed an
increase in aerob and anaerob muscle enzymes up to the normal range. Even without axonal
neurotropic substances FES was able to demonstrate fiberhypertrophy, enzyme adaptation and
intracellular structural benefits in denervated muscles. The increment in muscle area as visible
on CT-scans of quadriceps femoris was 30 % in spastic paraplegia and 10 % in denervated
patients respectively. FES induced changes were less in areas not directly underneath the
surface electrodes. We strongly recommend the use of Kern`s current for FES in denervated
muscles to induce tetanic muscle contractions as we formed a very critical opinion of
conventional exponential current. In patients with conus-cauda-lesions FES must be integrated
into modern rehabilitation to prevent extreme muscle degeneration and decubital ulcers. Using
FES we are able to improve metabolism and induce positive trophic changes in our patients
lower extremities. In spastic paraplegics the functions „rising and walking“ achieved through
FES are much better training than FES ergometers. Larger muscle masses are activated and an
increased heart rate is measured, therefore the impact on cardiovascular fitness and metabolism
is much greater. This effectively addresses and prevents all problems which result from
inactivity in paraplegic patients.
Key Words: Paraplegia, Functional Electrical Stimulation (FES), muscle biopsy, fiber size,
histochemical changes, enzyme-activity, force-measurement, Xenon 133, Thallium 201, IRThermography
Eur J Trans Myol - Basic Appl Myol 2014; 24 (2): 75-157
Nach
8monatiger
täglicher
FES
der
Oberschenkelmuskulatur fand sich eine Erhöhung der
Haut-Ruhedurchblutung um ca. 86 % sowie eine
Erhöhung
der
Muskeldurchblutung
um
durchschnittlich 87 % gegenüber den Ausgangswerten.
Die Muskelfaserquerschnitte nahmen nach 8monatiger
FES im Median um 59 % zu. Die Erhöhung der
anaeroben und der aeroben Enzyme bis in den
Normbereich gesunder Muskulatur wurde bei spastisch
gelähmten und bei denervierten Muskeln erreicht. Die
Funktionelle Elektrostimulation war auch ohne
neurotrope Substanzen in der Lage, bei denervierten
Kurzfassung
Die klinischen und physiologischen Auswirkungen
einer 8 monatigen Funktionellen Elektrostimulation
(= FES) im M. quadriceps wurden an 16
Paraplegikern
verifiziert.
Dazu
wurden
Muskelbiopsien, CT-Muskelflächenbestimmungen
und Kraftmessungen VOR und NACH der
8monatigen FES-Trainingsperiode bei jedem
Probanden durchgeführt. Die Durchblutungsförderung der FES wurde mittels Xenon-Clearance
und Infrarot-Telethermographie für die Haut sowie
Thallium-Szintigraphie für die Muskulatur bestimmt.
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Electrical Stimulation on Paraplegic Patients
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Muskeln
eine
Faserhypertrophie,
eine
Enzymadaptation
und
eine
intrazelluläre
Strukturverbesserung auszulösen. Die Vergrößerung
der computertomographischen Quadriceps-Fläche
betrug bei den spastisch gelähmten Patienten ca. 30
% und bei den denervierten Patienten ca. 10 %. Im
Muskelareal zwischen den Elektroden war bei
denervierter Muskulatur ein viel geringerer
Trainingseffekt festzustellen.
Für die praktische Durchführung der Funktionellen
Elektrostimulation bei denervierter Muskulatur muss
ein spezieller Schwellstrom nach Kern für tetanische
Muskelkontraktionen
gefordert
und
der
herkömmliche Exponentialstrom kritisch betrachtet
werden.
Die Funktionelle Elektrostimulation bei denervierten
Conus-Cauda-Patienten
muß
als
integrierter
Bestandteil der modernen Querschnittsrehabilitation
gefordert werden, um die extreme Muskeldegeneration zu verhindern und die nachgewiesenen
klinischen
Effekte
zur
Dekubitusprophylaxe
auszunützen.
Die Funktionelle Elektrostimulation ist bei den
spastisch gelähmten Patienten mit den Funktionen
“Aufstehen” und “Gehen” den Trainingsformen der
FES-Ergometrie hinsichtlich Aktivierung größerer
Muskelmassen
und
Herzfrequenz-Steigerung
überlegen und fördert den Gesamtmetabolismus, die
kardiovaskuläre Fitness und die Prävention aller
Bewegungsmangelsyndrome
bei
querschnittgelähmten Paraplegikern. Die FES soll als
zusätzliche Trainingsform und als sportliche
Bewegungsaktivierung, mind. 3-4 x wöchentlich, in
der Rehabilitation spastisch-gelähmter Patienten
eingesetzt werden.
Schlüsselwörter: Paraplegie, Funktionelle Elektrostimulation
(FES),
Muskelbiopsie,
Faserhypertrophie, aerobe und anaerobe Enzyme,
Computertomographie, Xenon 133, Thallium 201,
IR-Thermographie.
3. Fragestellung zur Untersuchung
III METHODIK
1. Versuchsanordnung und Patienten
2. Technische Voraussetzungen und Ausrüstung
A) Oberflächenstimulationsgeräte und Zubehör
B) Stimulationsparameter und Trainingsanweisungen
3. Zur Methodik der nuklearmedizinischen Durchblutungsmessung:
A) Xenon-133-Clearance für die Hautdurchblutung
B)Thallium-Szintigraphie für die Muskeldurchblutung
4. Zur infrarot-telethermographischen Untersuchung
5. Zur computertomographischen Bestimmung der
Muskelquerschnittsflächen
6. Methodik der Kraftmessung im M. quadriceps femoris
gelähmter Patienten
7. Methodik der Muskelbiopsien:
A) Histologie
B) Enzymchemie
IV ERGEBNISSE UND DISKUSSION
1. Ergebnisse der technischen Vorversuche und
Entwicklung
A) Technische Ausrüstung und Optimierung der
Stimulation
B) Technische Empfehlungen für die Praxis der FES
2. Ergebnisse der nuklearmedizinischen Durchblutungsmessungen
A) Ergebnisse der Xenon-Clearance B) Ergebnisse der
Thallium-Szintigraphie
3. Ergebnisse der Infrarot-Telethermographie
4. Ergebnisse der CT-Muskelflächenbestimmung
5. Ergebnisse und Diskussion der Kraftmessung
6. Ergebnisse der Muskelbiopsie
A) Histologie:
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