Partialagonisten punkten in der Schizophrenietherapie

DNP – Die Neurologie & Psychiatrie, Apr 2023

Facharztmagazine, Redaktion

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Partialagonisten punkten in der Schizophrenietherapie

Industrieforum Partialagonisten punkten in der Schizophrenietherapie In der Behandlung der Schizophrenie sollte der Fokus nicht nur auf Positiv symptomen liegen, betonten Fachleute auf einer von Recordati ausgerichteten Fortbildung. Partialagonisten wie Cariprazin (Reagila®) seien wichtig, um Betroffene für längere Zeit stabil einzustellen. Im Vergleich zu Risperidon zeige Cariprazin bei Erwachsenen mit vorherrschender Negativsymptomatik eine signifikant überlegene Wirksamkeit, mit besserer psychosozialer Funktionalität und geringerer Krankheitslast [Fleischhacker W et al. Eur Psychiatry. 2019;58:1-9]. Cariprazin beeinflusse Gewicht, metabolische und kardiovaskuläre Parameter kaum und wirke nicht sedierend. red Nach Informationen von Recordati Digitale Therapieformate im Aufwind Erstmals empfiehlt die S3-Leitlinie/NVL „Unipolare Depression“ die Verwendung von digitalen Gesundheitsanwendungen als Alternative zu konventioneller Therapie. In einer Studie mit 2.900 Teilnehmenden habe die App deprexis® zu einer signifikanten Verbesserung depressiver Symptomatik geführt. Depressive mit zusätzlichen körperlichen Erkrankungen würden besonders von der App profitieren. Nach Diagnose einer Depression können niedergelassene Ärztinnen und Ärzte deprexis® zulasten der gesetz lichen Krankenkasse rezeptieren.red Nach Informationen von Servier Menschen mit seltenen Erkrankungen sind #wiedu Die bundesweite Kampagne #wiedu möchte das Bewusstsein für Menschen mit seltenen Erkrankungen in der Öffentlichkeit fördern. Von Betroffenen ins Leben gerufen und von Loudrare e. V. organisiert soll sie mithilfe von Social- Media-Kanälen, einer Website (rare-wiedu.de) und Mitmachaktionen wichtige Fakten rund um seltene Erkrankungen vermitteln; auch können Betroffene in ihrem Alltag begleitet werden. Sponsor ist unter anderem das Unternehmen Biogen. #wiedu ist Teil der globalen EURORDIS-Rare-Disease-Kampagne.red Nach Informationen von Biogen 68 Bei Ängsten und Depressionen auf ADHS achten — Bei Angststörungen und Depressionen liegt nicht selten ebenfalls eine Aufmerk samkeitsdefizit-/Hyperaktivitätsstörung (ADHS) vor – die Symptome überlappen sich häufig. Etwa ein Viertel bis die Hälfte der ADHS-Kranken leidet an Angststörungen, bis zu 30 % an sozialen Phobien, und auch Depressionen sind gehäuft bei ADHS zu beobachten. Umgekehrt tritt ADHS bei vielen affektiven Erkrankungen als Komorbidität auf: So sind einer Metaanalyse zufolge über 70 % der Kinder mit bipolaren Störungen an ADHS erkrankt, ebenso mehr als 30 % der Kinder mit Depressionen, erläuterte Prof. Dr. Kai Kahl von der psychiatrischen Klinik der Medizinischen Hochschule Hannover [Sandstrom A et al. Acta Psychiatr Scand. 2021;143(5):380-91]. Mit dem Alter nehme zwar die Bedeutung von ADHS als Begleit erkrankung wieder ab, unter Erwachsenen mit unipolaren Depressionen sei aber noch etwa jede siebte Person, von denen mit bioplaren Störungen jede fünfte betroffen. Allerdings sei es nicht einfach, eine ADHS von Ängsten und affektiven Störungen klar abzugrenzen: Stimmungswechsel, Unaufmerksamkeit, Desorganisation, Impulsivität und Hyperaktivität finden sich sowohl bei ADHS als auch bei bipolarer Erkrankung, erklärte Kahl auf einem von Takeda veranstalteten Symposium beim DGPPN-Kongress in Berlin. Sprechen die Betroffenen auf die bisherigen Therapien nicht gut an, bringt mitunter die ADHSTherapie den Durchbruch. Für eine begleitende ADHS spreche auch eine schlechte Response auf die Therapie sowie besonders frühe und häufige affektive Phasen. Hier lohne es sich, gezielt nach einer ADHS zu schauen, erläuterte Kahl. Zur Therapie bei mittelgradiger und schwerer Depression empfiehlt der Psychiater, zunächst die Depression anzugehen, bei leichten depressiven Episoden oder euthymen Phasen könne auch die ADHS-Therapie im Vordergrund stehen – je nach dem, was die Betroffenen am meisten beeinträchtige. Liege eine bipolare Störung vor, sollten die Betroffenen zunächst auf Stimmungsstabilisierer eingestellt werden und dann erst auf ADHS-Medikamente, um einen Switch in die Manie zu vermeiden. Bei Ängsten in Kombination mit ADHS empfiehlt Dr. Barbara Alm vom Zentralinstitut für Seelische Gesundheit in Mannheim zunächst zu klären, ob die Angst als Folge von ADHS-bedingten Beeinträchtigungen oder als eigenständige Störung auftrete. Letztlich solle aber die schwerere Störung zuerst angegangen werden. Mittlere bis leichte Angststörungen könnten sich bereits durch die ADHS-Therapie bessern. Die Fachleute verwiesen zur medikamentösen ADHS-Therapie auch auf langwirksame Stimulanzien wie Lisdexamfetamin (Elvanse® und Elvanse Adult®). Thomas Müller Interaktives Symposium 08: „Keine Angst vor der Angst und Depression bei ADHS“, DGPPN-Kongress 2022, 23.–26.11.2022, Berlin; Veranstalter: Takeda Daridorexant verändert die Therapielandschaft bei chronischer Insomnie — Seit dem 15. November 2022 steht für Erwachsene mit chronischer insomnischer Störung eine neue Therapieoption zur Verfügung. Der erste in Europa zugelassene duale Orexin-Rezeptorantagonist (DORA) Daridorexant (Quviviq™) kann eingesetzt werden, wenn Patientinnen und Patienten seit mindestens drei Monaten an Insomnie leiden und verstärkt in ihrer Tagesaktivität beeinträchtigt sind. Daridorexant könne die Behandlungslandschaft für Menschen mit chronischer in- somnischer Störung angesichts seines neuen Wirkmechanismus völlig verändern, ist sich Prof. Dr. Ingo Fietze, Leiter des Interdisziplinären Schlafmedizinischen Zentrums an der Charité Berlin, sicher. Die Substanz blockiere spezifisch die Aktivität der Orexin-Rezeptoren, hemme aber nicht die Hirnaktivität insgesamt. So reduziere es den Drang, wach zu bleiben (Hyperarousal) und ermögliche Schlaf, ohne dabei die Anteile der physiologischen Schlafphasen zu verändern. DNP – Die Neurologie & Psychiatrie 2023; 24 (2) (...truncated)


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Facharztmagazine, Redaktion. Partialagonisten punkten in der Schizophrenietherapie, DNP – Die Neurologie & Psychiatrie, 2023, pp. 68, Volume 24, Issue 2, DOI: 10.1007/s15202-023-5644-2