Mehr Bindungsstellen für Antidepressiva

psychopraxis. neuropraxis, Mar 2015

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Mehr Bindungsstellen für Antidepressiva

Mehr Bindungsstellen fr Antidepressiva Quelle: MedUni Wien Die Anzahl von Serotonintranportern im Gehirn wird durch Testosteron erhht. psychopraxis.neuropraxis DOI 10.1007/s00739-015-0249-y - Mnner leiden in hherem Alter, wenn die Ausschttung des Geschlechtshormons Testosteron abnimmt, hufiger an Depressionen und einige Studien konnten bereits einen positiven Effekt einer Testosterongabe auf die Stimmung der Betroffenen nachweisen. Nun konnten Forscher der MedUni Wien erstmals zeigen, dass Testosteron die Anzahl von Serotonintransportern im menschlichen Gehirn erhht. Diese Proteine regeln die Konzentration von Serotonin und sind auch der Zielort von Antidepressiva. Als Modell fr die Untersuchung der Testosteronwirkung whlten die Forscher der MedUni Wien die Hormontherapie von Transsexuellen. Erstautor Mag. Dr. Georg S. Kranz: Transsexuelle sind Menschen, die das Gefhl haben, im falschen Krper zu leben und deshalb eine hochdosierte gegengeschlechtliche Hormontherapie wnschen, um ihr Erscheinungsbild an das jeweils andere Geschlecht anzupassen. Genetische Frauen erhalten Testosteron, genetische Mnner stradiol sowie Medikamente zur Unterdrckung von Testosteron. Mittels PET konnten die Wissenschaftler nachweisen, dass die Serotonintransporter im Gehirn bereits nach vierwchiger Hormontherapie mit Testosteron signifikant erhht sind und bei fortlaufender Therapie weiter ansteigen. Weiters konnte ein enger Zusammenhang zwischen Testosteron im Blut und der Serotonintransporterdichte nachgewiesen werden. Die Studie hat gezeigt, dass Testosteron die mglichen Bindungsstellen fr hufig verschriebene Antidepressiva wie SSRIs im Gehirn erhht und erlaubt damit wesentliche Einblicke in die Wirkung von Geschlechtshormonen auf das menschliche Gehirn und Geschlechtsunterschiede bei psychiatrischen Erkrankungen. (...truncated)


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Mehr Bindungsstellen für Antidepressiva, psychopraxis. neuropraxis, 2015, pp. 63, Volume 18, Issue 2, DOI: 10.1007/s00739-015-0249-y