Acetabulumfrakturen
Editorial
Trauma Berufskrankh
DOI 10.1007/s10039-017-0298-y
U. Stöckle · T. M. Kraus
BG Klinik Tübingen, Tübingen, Deutschland
© Springer Medizin Verlag GmbH 2017
Acetabulumfrakturen
Liebe Leserinnen und Leser,
die vorliegende Ausgabe von Trauma und
Berufskrankheit ist als Hauptthema dem
aktuellen Stand der Versorgung von Acetabulumfrakturen gewidmet. Anhand
der Daten der AG Becken der der Deutschen Gesellschaft für Unfallchirurgie
mit mehr als 15.000 Patientendaten seit
1991 lassen sich einige Entwicklungen in
der Versorgung von Acetabulumfrakturen sehr gut verdeutlichen. Wie bei kaum
einem anderen Verletzungsbild zeigt sich
der Einfluss des demografischen Wandels, sodass heute der typische Patient
mit Acetabulumfraktur etwa 70 Jahre alt ist und ein Low-Energy-Trauma
erlitten hat mit vornehmlich vorderer
Pfeilerpathologie, während es in den
1990er-Jahren noch der Mitte 40-jährige
Patient mit High-Energy-Trauma und
zu zwei Drittel dorsaler Pathologie war.
Dementsprechend werden in den folgenden Beiträgen aktuelle Zugangswege
und Versorgungskonzepte vorgestellt,
die sich infolge der veränderten Altersstruktur und Frakturmorphologie in den
letzten Jahren entwickelt und angepasst
haben.
Von erfahrenen Autoren in der Versorgung von Acetabulum- und Beckenverletzungen werden die einzelnen Themen hochaktuell mit eindrucksvollen Illustrationen dargestellt. Wir hoffen, damit einen Ein- und Überblick in den aktuellen Stand der Versorgung von Acetabulumfrakturen geben zu können. Schließlich wird der aktuelle Stand in der Versorgung von Unterarmfrakturen ausführlich
und eindrucksvoll dargestellt und somit
ein allzeit aktuelles Thema aufgegriffen.
Insgesamt hoffen wir, damit eine informative und für alle Leser interessante
Ausgabe der Trauma und Berufskrankheit zusammengestellt zu haben, und
wünschen Ihnen allen viel Vergnügen
und Informationsgewinn bei der Lektüre.
Mit freundlichen Grüßen
Univ.-Prof. Dr. U. Stöckle
PD Dr. T. M. Kraus, MBA
Korrespondenzadresse
Univ.-Prof. Dr. U. Stöckle
BG Klinik Tübingen
Schnarrenbergstr. 95,
72076 Tübingen, Deutschland
Interessenkonflikt. U. Stöckle und T.M. Kraus geben
an, dass kein Interessenkonflikt besteht.
Trauma und Berufskrankheit
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