Vitamin-D-Spiegel im Blick behalten!

psychopraxis. neuropraxis, Mar 2018

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Vitamin-D-Spiegel im Blick behalten!

aktuell Kinder mit ADHS Vitamin-D-Spiegel im Blick behalten! Viele Kinder und Jugendliche mit ADHS haben einen niedrigeren Blutdruck und geringere Vitamin-D-Spiegel als Gleichaltrige. Dies könnte zu gestörten Signalwegen im vegetativen Nervensystem führen. FF Veränderungen des Blutdrucks ©©djama/Fotolia Quelle: Ärzte Zeitung/ (eb) bei Kindern mit Aufmerksamkeitsdefizit-Hyperaktivitätsstörung (ADHS) wurden bisher vor allem unter Einnahme von Dopamin freisetzenden Stimulanzien beobachtet. Wissenschaftler der Universität Göttingen sind dem anhand von Daten aus der Studie KiGGS (Studie zur Gesundheit von Kindern und Jugendlichen in Deutschland) nachgegangen. Dabei verglichen sie den Blutdruck und die Vitamin-D-Spiegel von gesunden Probanden mit denen von Patienten mit ADHS-Diagnose beziehungsweise ADHS-Verdacht [1]. Ein Verdacht auf ADHS war gegeben bei einem Wert ≥ 7 auf einer Subskala der Unaufmerksamkeits-/Hyperaktivitätsskala des Strengths and Difficulties Questionnaire (SDQ). An der Studie nahmen 6922 Kinder und Jugendliche zwischen 11 und 17 Jahren teil. Bei den gesunden Pro- 48 psychopraxis. neuropraxis 2 · 2018 banden betrug der mittlere arterielle Blutdruck 86,7 mmHg. Er war signifikant höher als in den Gruppen mit bestätigtem beziehungsweise vermutetem ADHS (85,5 mmHg beziehungsweise 84,6 mmHg). Zudem fand sich in beiden ADHS-Gruppen ein inverser Zusammenhang zwischen Vitamin-D-Spiegel und Blutdruck, heißt es im aktuellen wissenschaftlichen Newsletter Orthomol Science. In der Gruppe mit diagnostiziertem ADHS betrugen die 25(OH)D-Serumspiegel 41,0 ± 20,5 nmol/l, in der Kontrollgruppe 44,8 ± 28,0 nmol/l (p = 0,003). In der nach verschiedenen Parametern (Alter, Geschlecht, BMI, psychotrope Medikation und SerumVitamin-D-Spiegel) korrigierten Regressionsanalyse bestätigte sich, dass der niedrige Blutdruck einen signifikanten, unabhängigen prognostischen Faktor für ADHS darstellt. Zudem wurde beobachtet, dass dieser Effekt durch den Vitamin-D-Status vermittelt wird. So schreiben die Studienautoren, dass Vitamin D als ein biochemischer Mediator in der pathophysiologischen Achse des Blutdruck-ADHS-Prozesses agiert. Um die genau Rolle des Vitamins aufzudecken seien weitere Studien vonnöten. Literatur 1. Meyer T, Becker A, Sundermann J, Rothenberger A, Herrmann-Lingen C (2017) Attention deficit-hyperactivity disorder is associated with reduced blood pressure and serum vitamin D levels: results from the nationwide German Health Interview and Examination Survey for Children and Adolescents (KiGGS). Eur Child Adolesc Psychiatry 26(2):165–175. https://doi.org/10.1007/ s00787-016-0852-3 psychopraxis. neuropraxis 2018 · 21:48 https://doi.org/10.1007/s00739- 018-0463-5 © Springer-Verlag GmbH Austria, ein Teil von Springer Nature 2018 (...truncated)


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Vitamin-D-Spiegel im Blick behalten!, psychopraxis. neuropraxis, 2018, pp. 48-48, Volume 21, Issue 2, DOI: 10.1007/s00739-018-0463-5