Ein neues Online-Tool zur Optimierung der Arzneitherapie
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Individuelle genetische Faktoren haben einen wichtigen Einfluss auf die
Wirkung eines Medikaments. Seit Jahrzehnten sind Erkenntnisse
zwischen genetischen Varianten und der Wirksamkeit von Medikamenten
bekannt. Dennoch wurden die bereits bekannten Fakten praktisch kaum
zum klinischen Nutzen in die rztliche Praxis bersetzt. Einer der Grnde
dafr liegt in der bisher mangelnden Aufbereitung vorhandener Daten und
deren Verfgbarkeit. Mit einer ersten Version eines neuen Online-Tools,
dem pharma.sensor, soll sich das ndern. Der pharma.sensor ist ein
weiterer Schritt hin zu einer auf individuelle genetische Varianten
abgestimmten personalisierten Medizin.
IT-Lsungen zum genetic information
management fr jeden interessierten
Nutzer
nen von Medikamenten bercksichtigt
werden.
Von besonderem Nutzwert sind die Inhalte
des pharma.sensor, wenn sie mit
individuellen, genetischen PGS-Analyseergebnissen
abgeglichen werden. ber das Portal werden
dann auch Befunde erstellt, die der Arzt des
PGS-Nutzers fr medizinische
Entscheidungsfindungen verwenden kann. Relevante
biomedizinische Erkenntnisse sind darin
erlutert und wissenschaftlich referenziert
aufbereitet.
Um eine breitere ffentlichkeit fr das
Thema der genetisch bedingten Unterschiede
von Medikamentenwirkungen zu
sensibilisieren und wissenschaftliche Argumente in
die Diskussion um eine personalisierte,
genotypenspezifische Medizin einzubringen, hat
bio.logis den pharma.sensor entwickelt.
Hiermit haben Nutzer erstmalig die Mglichkeit,
sich ber genetische Anlagen sowie
Wirksamkeit und Vertrglichkeit von
Medika
menten zu informieren. Bessere Entscheidungen fr die
Der pharma.sensor ist auf dem Web-Portal Gesundheit mit PGS
personal genomics services (PGS) frei zugng- In Verbindung mit dem pharma.sensor erhlt
lich. Basis des pharma.sensor ist eine Daten- der Nutzer von PGS nicht nur Hinweise auf
bank, die mehrere Tausend Medikamenten- individuelle Vertrglichkeit und Wirksamkeit
wirkstoffe enthlt und kontinuierlich er- von Medikamenten, sondern auch den Zugang
weitert wird. Dafr werden medizinische Stu- zu anderen Bereichen genetischer
Informadien ausgewertet und aufgearbeitet, sodass tion. So werden mit der ersten Version von
die Datenbank den mglichst aktuellen Stand PGS mehr als 100 DNA-Varianten (Targets)
der Wissenschaft widerspiegelt. Die einzel- analysiert. Hiermit knnen auch Varianten
nen Wirkstoffe sind mit Informationen zu detektiert werden, die in einem
Zusammennachgewiesenen Einflssen von Genvarian- hang mit Ernhrungsfaktoren oder
Stofften verbunden. Eine Suchfunktion erlaubt wechselstrungen stehen. Auch bei
Kinderden schnellen Zugriff auf die substanzrele- wunsch und fr die Familienplanung knnen
vanten Informationen. Mit der Weiterent- die Ergebnisse wichtige Hinweise liefern. So
wicklung des pharma.sensor werden zuknf- knnen beispielsweise die Anlagetrgerschaft
tig auch Dosisempfehlungen und Interaktio- fr einige rezessiv erbliche Erkrankungen
und Dispositionsfaktoren fr unerfllten
Kinderwunsch nachgewiesen werden. Im
Gegensatz zu manchen prdiktiven Genanalysen
der diagnostischen Genetik bisheriger
Ausprgung sind die PGS-Targets dahingehend
selektiert worden, dass die Informationen mit
besonderen Handlungsoptionen einhergehen.
Um die Sicherheit der Daten zu
gewhrleisten, sind der Zugang zu diesen
persnlichen Informationen sowie smtliche
Probenkennzeichnungen anonym. Der Barcode
der an das Labor eingesendeten PGS-Probe
ist keinem persnlichen Adressaten
zuzuordnen, auer durch den Nutzer selbst. Die
Nutzer haben die Freiheit, die zur Analyse
zugehrigen Informationen zu lesen, mit
anderen zu teilen und zu diskutieren oder
schlielich komplett zu lschen.
Die bemerkenswerten Fortschritte der
DNAAnalysetechniken ermglichen es
mittlerweile, routinemig ganze Genome
verschiedener Spezies und bald aller interessierter
Individuen messtechnisch zu erschlieen.
Humangenetisches Fachwissen, das bisher
nur einer kleinen Expertengruppe
vorbehalten war, wird schrittweise allen interessierten
Menschen zugnglich.
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