Buchrezension zu: Mutschler Arzneimittelwirkungen
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KA R R I ER E, KÖP FE & KON Z E P TE · B ÜCHER & M EDI EN
Buchrezension zu:
Mutschler
Arzneimittelwirkungen
© Wissenschaftliche
Verlagsgesellschaft
Mutschler Arzneimittel
wirkungen
Pharmakologie – Klinische
Pharmakologie – Toxikologie
Gerd Geisslinger, Thomas
Gudermann, Burkhard Hinz,
Sabine Menzel und Peter Ruth
1296 S., 654 Abbildungen, 316
Tabellen, ca. 1.400 Strukturformeln.
Wissenschaftliche Verlagsgesellschaft
Stuttgart, 2020. HC, 78,00 O.
ISBN: 9783804736634
DOI: 10.1007/s12268-020-1327-0
© Der Autor 2020
ó „Der Mutschler“ ist ein Klassiker unter den PharmakologieLehrbüchern, der jetzt in seiner
11. Auflage erschienen ist. Das
Buch wurde vor mehr als 40 Jahren von Herrn Prof. Dr. Dr. h. c.
mult. Ernst Mutschler begründet
und mit der 11. Auflage in die
Hände eines hochkompetenten
Teams aus vier international anerkannten Pharmakologen und einer Apothekerin übertragen. Diese Tatsache zeigt, dass es heut
zutage nicht mehr möglich ist,
das gesamte Fach in der in dem
Buch dargebotenen Tiefe als
Alleinautor zu präsentieren. Die
Aufgabenteilung ist sehr gut gelungen und dafür gratuliere ich
den Autoren.
Das Buch hat eine sehr ansprechende und professionelle Aufmachung mit einer robusten Bindung und einem sehr attraktiven
Preis. Es ist definitiv ein „Musthave“ für jeden Pharmakologen
und Apotheker. Die Autoren präsentieren das gesamte Gebiet der
Pharmakologie äußerst aktuell,
detailreich, kritisch und sehr
schön illustriert. Sehr gut ist das
aus den Vorauflagen übernommene Konzept, jede Arzneistoffgruppe in einen breiten (patho)physiologischen Zusammenhang zu
stellen. Die Strukturformeln vieler
Arzneistoffe sind dargestellt.
Ebenso werden beispielhafte
Handelspräparate genannt und
alle relevanten AWMF-Leitlinien
berücksichtigt. Das Buch wird
durch ein sehr gutes Verzeichnis
weiterführender Literatur und ein
umfängliches Sachverzeichnis ergänzt. All dies erhöht seinen Wert.
Das Buch eignet sich besonders gut für Dozenten, die für Mediziner, Pharmazeuten und Naturwissenschaftler ein bestimmtes
Thema für den Pharmakologieunterricht vorbereiten möchten.
Auch Studenten kann es zum profunden Erarbeiten von spezifischen Themen sehr empfohlen
werden. Trotz des konsequenten
Weglassens obsoleter Inhalte ist
„der Mutschler“ wegen des großen Umfangs zur unmittelbaren
Examensvorbereitung im Sinne
eines Crashkurses nicht gut geeignet. Diese Lücke füllen andere
komplementäre Bücher. Das
Buch ist im Dezember 2019 erschienen, also ganz kurz nach der
Veröffentlichung der neuen Arzneistoffliste des IMPP. Daher
konnten diese letzten Neuentwicklungen naturgemäß in der
11. Auflage noch nicht berücksichtigt werden. Ich bin mir aber
sicher, dass die Autoren diese
Aktualisierung bei der 12. Auflage
machen werden.
ó
Roland Seifert,
Medizinische Hochschule
Hannover (MHH),
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BIOspektrum | 01.20 | 26. Jahrgang
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