Vereinbarung über die Internationale Kommission zum Schutz der Elbe

Environmental Sciences Europe, Nov 1990

O. Malek

Article PDF cannot be displayed. You can download it here:

https://link.springer.com/content/pdf/10.1007%2FBF03039377.pdf

Vereinbarung über die Internationale Kommission zum Schutz der Elbe

Umweltpolitische Programme Forschungsf6rderung f6r Gesamtdeutschland ab sofort m6glich Die Deutsche Forschungsgemeinscha ft (DFG) kann ab sofort Antr/ige von Wissenschaftlern aus der ehemaligen DDR bearbeiten und bewilligen. Bund und L~.nder als staatliche Geldgeber der DFG haben auf der letzten Sitzung des Ausschusses ,,Forschungsf6rderung ~ der Bund-L~inder-Kommission for Bildungsplanung und Forschungsf6rde- Vereinbarung 6ber die Internationale Kommission zum Schutz der Elbe Die Vereinbarung ist der erste internationale Vertrag, den das vereinte Deutschland abschlieflt; sie wurde am 8. Oktober 1990 in Magdeburg unterzeichnet yon Bundesumweltminister Klaus TOrFErt, seinem CSFRKollegen Minister Josef VAVROUSEK, Alois JELONEK vom Ausw~irtigen Amt und dem Bevollm~ichtigten der EG, L. Jan BRINKHORST. Der Sitz des Sekretariats wird in Magdeburg sein. Die Kommission hat sofort im Anschlul~ an die Unterzeichnung ihre Arbeit aufgenommen. Kurznachrichten rung (BLK) vor der Einigung am 02. 10.1990 einen entsprechenden Beschlufl gefaf~t. Damit k6nnen aus den for 1990 zusiitzlich zur Verffigung stehenden Mitteln yon DM 6 Mio, die urspriinglich nur for Kooperationsprojekte zwischen Wissenschaftlern der Bundesrepublik Deutschland und der DDR vorgesehen waren, auch Forschungsvorhaben von Wissenschaftlern aus den neuen Bundesliindern direkt beantragt und bewilligt werden. Elbe wieder zum Verzehr geeignet sind und die Trinkwassergewinnung wieder m6glich wird. Eine nachhaltige Verbesserung der Elbegtite muff vor allem auch deshalb erreicht werden, weil ohne eine rasche und deutliche Verminderung der Schadstoffbelastung der Elbe ein wirksamer Schutz der Nordsee nicht m6glich ist. (Zur Gew~isserg6te der Elbe vgl. UWSF 2/90, S. 92 ft.) Ab 1. Januar 1991 kann die DFG Vorhaben yon Wissenschaftlern aus den neuen Lfindern mit den ihr yon Bund und L~indern in Aussicht gestellten Mitteln bewilligen, wenn diese L/inder der Bund-L/inder-Kommission beitreten. Die DFG erwartet im Sinne der Wissenschaftsf6rderung in Ostdeutschland, dal] die neuen Lfinder diesen Schritt baldm6glichst vollziehen. Die Redaktion Quelle: DFG-PressemitteilungNr. 33, 5. Oktober 1990 fohrung und Dokumentation sowie Bewertung der Ergebnisse. Darfiber hinaus wurden bereits einige der am st/irksten die Elbe und ihre Nebenfltisse belastenden Betriebe in diesem Jahr geschlossen. Dies ftihrte zu einer merklichen Entlastung der Elbe. Der sonst im Sommer eintretende Sauerstoffschwund mit Fischsterben konnte dadurch in diesem Jahr verhindert werden. Folgende Aufgaben werden noch in diesem Herbst yon der Kommission in Angriff genommen: Nach dem Vorbild dieses Vertrages k6nnen jetzt auch Fluflkommissionen ftir Oder oder Donau vorbereitet werden. Langfristiges Ziel der Vereinbarung ist es, die Gew/isserg/ite der Elbe und ihres Einzugsbereichs so zu verbessern, daf~ Fische aus der -konkrete Aktionsprogramme zur Reduzierung der Schadstoff-Frachten sowohl aus kommunalen und industriellen Einleitungen als auch aus der Landwirtschaft; Vorsorgemaf~nahmen zur Vermeidung unfallbedingter Gewfisserbelastungen; -gemeinsame Mef~- und Untersuchungsprogramme, Koordinierung ihrer Durch- O. Malek Minister fiir Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit Ref. WA I I Postfach 12 06 29 W-S300 Bonn 1 Internationale Naturschutzakademie Vilm des Naturschutzes der EG, des Europarates und der Vereinten Nationen erhebtich verst/irken. Die Bundesforschungsanstalt for Naturschutz und Landschafts6kologie soil einen internationalen Standort auf Vilm erhalten, einer kleinen, unter Naturschutz stehenden Insel stid6stlich von Rfigen. - Dies hat der Bundesminister fOr Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit, Prof. Dr. Klaus T6pfer, am 6. Oktober 1990, anliif~lich seines Besuches auf der Insel erklfirt. Regionaler Arbeitsschwerpunkt auf Vilm soil der Naturschutz im Baltikum sein. Ftir den Naturschutz der Ostsee ist die Pflege ihrer terrestrischen Randbereiche einschlief~lich der Ufer der in die Ostsee mtindenden Flfisse yon gr6f~ter Bedeutung. Es ist daher zu wfinschen, daft die Internationale Naturschutzakademie Vilm als ,,wissenschaftlicher Nukleus ~ recht bald den Zuspruch und das Interesse anderer Ostseeanrainerstaaten findet und diese zur Mitarbeit animiert. - In der ,Internationalen Naturschutzakademie Vilm" sollen wissenschaftliche Grundlagen internationaler Naturschutzpolitik erarbeitet und for das politische Handeln der Bundesregierung aufbereitet werden. Die Bundesregierung kann dadurch ihre supraund internationalen Aktivit~iten im Bereich 184 Die Akademie bietet Raum zur Durchfohrung yon Tagungen und Konferenzen und zur Aufnahme von Gastwissenschaftlern. Dieses Angebot ist wichtig, urn den internationalen Wissenstransfer und das Bewuf~t- sein for die internationale Verantwortung im Naturschutz zu f6rdern. Auf~erdern will die Akademie einen Beitrag zur Umweltbildung und Naturschurzerziehung leisten, lm Rahmen gefiihrter Exkursionen kann sich die Bev61kerung kOnftig tiber Schutzbedtirftigkeit der Natur sowie konkrete Maflnahmen auf der Insel informieren und die Natursch6nheiten des Vilm kennenlernen. Josefine Heinz Minister fidr Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit Ref. N 1 Postfach 12 06 29 W-5300 Bonn 1 UWSF-Z. Umweltchem. Okotox. 2 (4) 1990 (...truncated)


This is a preview of a remote PDF: https://link.springer.com/content/pdf/10.1007%2FBF03039377.pdf
Article home page: https://link.springer.com/article/10.1007/BF03039377

O. Malek. Vereinbarung über die Internationale Kommission zum Schutz der Elbe, Environmental Sciences Europe, 1990, pp. 184-184, Volume 2, Issue 4, DOI: 10.1007/BF03039377