Wacher als vermutet, Mit MS Arbeiten
Erfolgt die Bestimmung des Bewusst- seinszustandes ohne spezielle Skalen
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liegt die Rate der Fehldiagnosen bei rund
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%. Aktuelle Studien mithilfe hochauf- lsender Elektroenzephalografie (EEG) und funktioneller Kernspintomografie (f MRT) zeigen zudem
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dass rzte die Re- aktionsfhigkeit hufig falsch einscht- zen
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so die Deutsche Gesellschaft fr Kli- nische Neurophysiologie und funktionelle Bildgebung (DGKN). Jeder fnfte Patient weist etwa in speziellen EEG-Verfahren Hinweise fr bewusste Reaktionen auf
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die mittels Standardverfahren nicht er- kannt werden. Die DGKN fordert daher
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funktionelle Bildgebungsverfahren sowie spezielle elektrophysiologische Verfah- ren bei der Beurteilung von Wachkoma- Patienten hufiger einzusetzen.
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Mit MS Arbeiten
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Am Runden Tisch der Multiple Sklerose Gesellschaft Wien sprachen Arbeitgeber, Betroffene und Experten aus Medizin, Politik und Wirtschaft ihre Standpunkte an und entwickeln gemeinsam kunftige Strategien. Deklariertes Ziel ist es MS Pa- tientInnen einen langeren Verbleib in der Arbeitswelt zu ermoglichen
Aktuelle Studien deuten darauf hin, dass elektrophysiologische und bildgebende Verfahren wie EEG und f MRT zustzliche Reaktionen bei Wachkoma-Patienten messen, die Verhaltensbeobachtungen von auen nicht erkennen lassen. So weisen rund 17 % der Wachkoma-Patienten typische Aktivierungsmuster vergleichbar mit denen gesunder Probanden im f MRT, auf und sogar eine einfache Kommunikation mithilfe des f MRT-Signals ist mglich. So konnte ein Patient whrend der f MRT-Untersuchung richtige Ja- oder Nein-Antworten auf autobiografische Fragen geben Da die f MRT allerdings sehr aufwndig, teuer und stranfllig ist, bietet sich das EEG als alltagstauglichere Untersuchungsmethode zur Prfung der Hirnfunktion der Betroffenen an. Bei verbalen Aufforderungen und Tonsignalen werden bestimmte Hirnregionen aktiv, und es kommt zu einer Vernderung des EEGFrequenzspektrums. In einer aktuellen Studie reagierten drei von 16 WachkomaPatienten auf verbale Aufforderungen, die mit der Coma Recovery Scale-Revised (CRS-R) nicht erfasst wurden. Unterhalb der Schwelle der klinischen Beobachtbarkeit mit Komaskalen gibt es bei etwa jedem fnften bis sechsten Patienten eindeutige Hinweise fr bewusste Interaktionen mit der Umwelt. Die Rate der Fehldiagnosen bei Wachkoma-Patienten liege daher sicher hher als bisher vermutet, schtzen Experten der DGK N. Der routinemige Einsatz der funktionellen Bildgebung bei Koma-Patienten sei derzeit zwar verfrht. Doch lieen sich aus diesen Erkenntnissen der Bewusstseinsforschung knftig neue Therapien ableiten, wie beispielsweise die Entwicklung von Brain-Computer-Interfaces fr eine Kommunikation mit Wachkoma-Patienten. n Quelle:DGKN Das Projekt Mit MS arbeiten fokussiert auf die Vereinbarkeit von MS und Berufsttigkeit.
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Chronisch kranke Menschen werden von
der Gesellschaft hufig als reine
Kostenfaktoren angesehen und in Folge rasch
vom Arbeitsmarkt verdrngt. Dabei muss
eine chronische Krankheit wie zum
Beispiel Multiple Sklerose (MS) nicht
automatisch in die Arbeits- oder
Berufsunfhigkeit fhren. Die Multiple Sklerose
Gesellschaft Wien fokussiert mit ihrem
Projekt Mit MS arbeiten auf die
Vereinbarkeit von MS und Berufsttigkeit und
wird dabei von der Wirtschaftskammer
Wien untersttzt. KommR Brigitte Jank,
Prsidentin der Wiener WK: Die
Wirtschaft kann und will sich den Verlust von
erfahrenen und gut ausgebildeten
Mitarbeitern nicht leisten. Die Betriebe nehmen
daher ihre Verantwortung wahr und sind
sehr bemht, chronisch kranke Menschen
mglichst lange im Arbeitsprozess zu
halten. Univ. Prof. Karl Vass, Univ.-Klinik f.
Neurologie, Wien und Prsident der
MSGesellschaft Wien dazu: Auch aus
medizinischer Sicht ist der Verbleib im
Arbeitsprozess sinnvoll, da sich konomische
Sicherheit, ein gutes Selbstwertgefhl und
Erfolg am Arbeitsplatz positiv auf den
Krankheitsverlauf auswirken.
Je nachdem, ob der Verlauf der
Krankheit es zulsst, ist ein produktiver Verbleib
am Arbeitsplatz durchaus mglich. Ein
Ziel bei der Erstellung eines
Therapiekonzepts ist daher immer auch der Erhalt der
Arbeitsfhigkeit. Vass betont: Mit den
Therapien, die uns heute zur Verfgung
stehen, ist die Vereinbarkeit von MS und
Beruf in vielen Fllen mglich. Wichtig fr
PatientInnen sind aber neben der
medikamentsen Therapie auch andere Faktoren,
zum Beispiel die Rcksichtnahme auf
spezifische Probleme wie etwa das
FatigueSyndrom, psychische Betreuung oder
Hilfe beim Weg durch den
Behrdendschungel sowie der barrierefreie Zugang
des Arbeitsplatzes. Oft ist nur eine
geringfgige Untersttzung notwendig damit
der Betroffene im Arbeitsprozess
verbleiben kann.
Genau hier setzt auch die Arbeit der
MS-Gesellschaft Wien an: als Anlaufstelle
fr Betroffene bietet sie Informationen zu
nahezu allen Themen rund um die
Multiple Sklerose. n
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