Buchbesprechung
G. Jackson: Informational Basis for the Treatment of Urinary Traxt Infections
basis for the treatment of urinary tract infections make
it apparent that it is a disease with a broad splay. What
this means, is that the results of treatment obtained from
the use of any particular drug can be dramatic or dismal,
depending on the selection of the patients. In the comparative evaluation of drug therapy, it is critical that the
composition of the groups of patients be comparable.
Such features are even more important than the recorded
in vitro sensitivity or resistance of the infecting strain.
In patients with no structural abnormality or systemic
disease of the kidney who are infected with a single
strain of E. coli, Ktebsiella, or an Enterobacter bacillus,
effective treatment should cure all of them. If, on the
other hand, there is a structural abnormality present and
the same organisms as above are the cause of the infection, cure is obtained in only two-thirds of the
patients. When Pseudomonas or Proteus organisms are
the etiology but there is no structural or renal abnormality, one can also expect to cure two-thirds of the patients. But if a structural abnormality is present and
Proteus or Pseudomonas is the etiology of the infection,
no more than one-fourth of the patients are cured.
Such considerations should perhaps receive more importance in establishing the informational basis for treatment. Also, perhaps more skill and care in the prescription and monitoring of chemotherapeutic treatment could
achieve better success and prevent some chronic intractible urinary tract infections. Finally, it is the evaluation
and care of the patient that is primary: Too often it
appears to be subjected to a secondary position behind
the prescription o f drugs, sometimes with careless
abandonment.
Buchbesprechung / Book Review
Virologische Arbeitsmethoden
Bd. I: Z e l l k u l t u r e n ~ B e b r i i t e t e H i i h n e r e i e r - - V e r s u c h s tiere
yon A. Mayr, P. A. Bachmann, B. Bibrack, G. Wittmann
VEB Gustav Fischer, Jena 1974
666 S., 169 tells farb. Abb., L 6, PVC 9 8 , - - M (Ost)
Der Band 1 ,,Virologische Arbeitsmethoden" fiillt eine ernpfindliche Lficke der wissenschaftlichen Literatur im deutschen
Sprachraum. Denn hier werden nicht nur Prinzipien und
theoretische Grundlagen bestimmter Arbeitsmethoden geschildert, sondern Mayr, Bachmann, Bibrack und Wittmann
geben aus einer grogen praktischen Erfahrung heraus Arbeitsanleitungen fiir die Durchfiihrung virologischer Untersuchungen und virotogisch-wissenschaftlicher Arbeiten, einschlieglich der Herstellung yon Medien und LSsungen, etc.,
und der teilweise illustrierten Darstellung yon Handgriffen.
Dies macht das Buch fiir das Viruslabor zum unentbehrlichen
Ratgeber.
Grundlage der Virologie ist die Zellkulturtechnik: Behandlung des Untersuchungsmaterials zum Beimpfen der Zellkulturen, die Kultivierung yon Geweben und Zellen yon Siiugetieren und VSgeln, die notwendigen Einrichtungen (und nicht
die laborschmiickende Abundanz), die Auswahl der Zellkulturen ffir bestimmte Arbeiten, die Beurteilung der Zellen in
Vitro (Wachstum und Stoffwechsel) und die Zfichtung yon
Viren in Zellkulturen stellen das Hauptkapitei dar. An dessen Ende ist als Anhang eine Liste mit den notwendigen
Zellkulturmedien, den LSsungen und Anzuchtmedien ftir verschiedene Zellen zusammengefagt. Ein weiteres Kapitel befagt sich mit der Viruszfichtung in Vogelembryonen, der
Pathogenese der Virusinfektion im bebrfiteten Hfihnerei, der
Virusgewinnung und schlieglich der Herstellung yon Dauerpriiparaten ftir Demonstrations-Vorlesungszwecke.
Der niichste Abschnitt des Buches schildert Bedeutung, Aufgabon und Grenzen des Tierversuches in der Virologie. Auch
hier steht die praktische Technik im Vordergrund. Eine iibersichtliche Liste gestattet eine rasche Orientierung fiber die
wichtigsten Infektionskrankheiten der kleinen Laboratoriumstiere, des Kaninchens, des Frettchens und des Affen. Damit
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Infection 3 (1975) Nr. 2
ist nicht nur eine ~bersicht gegeben tiber die Wahl des Versuchstieres ffir Versuche mit bestimmten Viren, der Klinik
dieser Viruserkrankungen beim Versuchstier, sondern dem
Experimentator wird auch die Erkennung der manchmal unvermeidlichen und unerwarteten Stallseuchen, die die Versuchsergebnisse verfiilschen kSnnen, ermfglichL
Das Buch wird abgerundet durch ein Kapitel fiber die Herstellung yon Immunseren. Die Seren dienen im Viruslaboratorium der Immunprophylaxe, der Immuntherapie und
vor allem der Diagnose von Viruskrankheiten. In der letzteren Kategorie wird das Referenzserum des ersten und zweiten Grades und das Arbeitsserum unterschieden. GroBen
Raum nimmt die Herstellung yon Referenzseren ein. Die Erfahrung des Autors (Mayr) als Mitglied eines Ausschusses
der Weltgesundheitsorganisation spiegelt sich hier wieder. In
aller Knappheit sind die wichtigsten Viren und ihre Referenzseren in tabelleniihnlichen Anleitungen enthalten. Das Buch
wird abgeschlossen durch einen Anhang mit einem ~berblick
fiber die Tierschutzgesetzgebung in Europa, sowie fiber internationate Zentren fiir Versuchstierfragen.
169 instruktive Abbildungen veranschaulichen die wichtigsten
Handgriffe, Ger~itschaften, u. a, die ffir die geschilderten
Untersuchungen notwendig sind. 41 z.T. sich fiber mehrere
Seiten iibersichtsartig hinziehende Tabellen gestatten eine
Kurzinformation. Jedes einzelne K~/pitel enth~lt in vollen
Titeln die wichtigsten und neuesten Publikationen fiber einzelne Methoden und ihren Anwendungsbereich, sowie die
wissenschaftlichen Grundlagen der Methodik.
Das Buch yon Mayr, Bachmann, Bibrack und Wittmann
zeichnet sich durch wissenschafttiche Gediegenheit, GrtindIichkeit und vor allem durch seine Praxisniihe aus. Es enth~iIt
viele Feinheiten der virologischen Technik und Hinweise auf
mSgliche Fehlerquellen, die andernorts als ,,Laborgeheimhis" gehfitet werden. Damit schtiegen die ,,Virologischen Arbeitsmethoden" eine Liicke. Jedes virologische Laboratoriurn,
das sich mit der Virusdiagnostik oder Virusforschung befaBt,
benStigt dieses umfassende Werk. Ebenso werden sich alle,
die mit der Wissenschaftsplanung und Finanzierung befagt
sind, bier fiber das Notwendige fiir virologische Arbeiten
H. Stickl, Mtinchen
orientieren kSnnen.
(...truncated)