Monoklonaler Antikörper hilft bei Migräne
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Studienergebnisse
Monoklonaler Antikörper hilft bei Migräne
Mit einem neuen humanen monoklonalen Antikörper könnte demnächst ein weiterer spezifischer Wirkstoff
zur Vorbeugung von Migräne-Attacken zur Verfügung stehen.
per zur Migräne-Prophylaxe bei episodischer und chronischer Migräne hilft
diesen schwerstbetroffenen MigränePatienten. Ferner hilft der monoklonale Antikörper Migräne-Patienten,
die gegen akute Migräne-Attacken zu
viele Medikamente einnehmen. Menschen, die unter chronischer Migräne
leiden, sind dem weitgehend hilflos
ausgeliefert.
Bisher sind nur das Antiepileptikum
Topiramat und Botulinumtoxin A (Botox) für die Behandlung von Patienten
mit chronischer Migräne und Schmerzmittelübergebrauch zugelassen, hieß
es in einer Aussendung zum EAN-Kongress. Mit großem Interesse verfolgten Neurologen und andere Schmerzspezialisten daher die Entwicklung des
Wirkstoffs Erenumab, der in Studien bei
episodischer Migräne bereits vielversprechende Ergebnisse geliefert hat.
Dieser vollständig humane monoklonale Antikörper richtet sich gegen
den sogenannten Calcitonin-Gene-Related-Peptid(CGRP)-Rezeptor, der im
Verdacht steht, an der Übertragung der
schmerzhaften Migräne-Signale beteiligt zu sein. In einer im Vorjahr durchgeführten Phase II-Studie konnte bei Patienten mit chronischer Migräne, die im
Mittel unter 18 Migränetagen pro Monat litten, eine Reduktion um durchschnittlich 6,6-Tage pro Monat erreicht
werden. In der Plazebogruppe war es
zu durchschnittlich um 4,2 Tage geringeren Belastung mit Migräne gekommen. In zwei Phase III-Studien konnte
die Wirksamkeit bestätigt werden.
In Amsterdam legte ein internationales Forscherteam nun eine Subanalyse der Phase II-Studie vor. Die in
Deutschland, Dänemark und den USA
tätigen Neurologen untersuchten,
ob der Antikörper auch bei Migräni-
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FF
Ein neuer monoklonaler Antikör-
8 Neuer Antikörper konnte in einer Phase-III-Studie die Zahl der Migränetage reduzieren
kern mit Schmerzmittelübergebrauch
Wirkung zeigt, die vor Studienbeginn
zur Bekämpfung ihrer akuten Migräne mehr als die verträgliche Dosis an
Medikamenten eingenommen hatten.
Eingeteilt waren die Teilnehmer in drei
Gruppen: Die erste Gruppe erhielt ein
Placebo, die zweite 70 Milligramm Erenumab und die dritte 140 Milligramm
des Antikörpers. Im Schnitt litten sie
zwischen 18,8 und 19,6 Tagen pro Monat unter Migräneattacken.
Mehr schmerzfreie Tage
„Unsere Auswertung zeigt, dass Erenumab die Zahl der Migränetage bei
Patienten mit Medikamenten-Übergebrauch genauso effizient reduziert wie
im Gesamtkollektiv“, fasste der Neurologe Hans-Christoph Diener von der
Medizinischen Fakultät der Universität Duisburg-Essen die Ergebnisse zusammen. Unabhängig von der Dosis
profitierten die mit Erenumab versorgten Patienten im Schnitt mit 6,6 mehr
schmerzfreien Tagen pro Monat, in der
Plazebogruppe reduzierten sich die Migränetage dagegen nur um 3,5 Tage.
Während die Anfallshäufigkeit in den
Erenumab-Gruppen bei mehr als einem
Drittel der Teilnehmer (35 bzw. 36 %)
um die Hälfte oder mehr abnahm, war
das in der Plazebogruppe bei nicht einmal einem Fünftel (18 %) der Fall.
Ebenso deutlich fiel auch der Vergleich über die eingesparten Medikamente aus: Während Patienten mit Erenumab an 5,4 bzw. 4,9 Tagen öfter als
davor auf die Einnahme zusätzlicher
migränespezifischer Mittel verzichten
konnten, kamen die Plazebobehandelten nur an 2,1 zusätzlichen Tagen
ohne diese aus.
psychopraxis. neuropraxis 2017 · 20:233
https://doi.org/10.1007/s00739-017-
0424-4
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Quelle: APA/B & K
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