Pankreaskarzinom: mutKRAS ctDNA als Prädiktor in der Chemotherapie

Jun 2019

Wird bei Pankreaskarzinompatienten im Plasma zirkulierende TumorDNA mit mutiertem KRAS (mutKRAS ctDNA) nachgewiesen, ist dies ein negativer prognostischer Indikator. Serielle mutKRAS ctDNA-Messungen könnten aber in anderer Hinsicht, z. B. zum Monitoring einer Chemotherapie, nützlich sein.

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Pankreaskarzinom: mutKRAS ctDNA als Prädiktor in der Chemotherapie

Pankreaskarzinom: mutKRAS ctDNA als Prädiktor in der Chemotherapie als ein früher Indikator für das Ansprechen auf die Chemotherapie, während es zwischen der Kinetik von CA 19-9, CEA oder CYFRA 21-1 und dem Ansprechen in den ersten vier Therapiewochen keine signifikante Korrelation gab. Wiederholte mutKRAS ctDNA-Messungen während des Follow-up waren den Messungen proteinbasierter Tumormarker im Hinblick auf den Nachweis einer Progression überlegen (Sensitivität 83 %, Spezifität 100 %). Wird bei Pankreaskarzinompatienten im Plasma zirkulierende TumorDNA mit mutiertem KRAS (mutKRAS ctDNA) nachgewiesen, ist dies ein negativer prognostischer Indikator. Serielle mutKRAS ctDNA-Messungen könnten aber in anderer Hinsicht, z. B. zum Monitoring einer Chemotherapie, nützlich sein. O b prätherapeutische mutKRAS ctDNA-Werte von bei Patienten mit fortgeschrittenem Pankreaskarzinom, das Ansprechen auf eine Chemotherapie vorhersagen können und ob anhand von mutKRAS ctDNA eine Progression erkannt werden kann sollte eine aktuelle Studie klären. In 284 Plasmaproben von 54 Patienten mit fortgeschrittenem Pankreaskarzinom, die eine Gemcitabin-basierte Chemotherapie erhielten, wurden mutKRAS ctDNA, CA 19-9, CEA und CYFRA 21-1 gemessen. Bei 67 % der Patienten war mutKRAS ctDNA nachweis- bar und zeigte den Status bezüglich Gewebe-KRAS-Mutation mit hoher Sensitivität (75 %) und Spezifität (100 %) an. Der Nachweis von mutKRAS ctDNA war ebenso wie höhere Werte an CA 19-9, CEA und CYFRA 21-1 vor Beginn der Erstlinienchemotherapie signifikant mit einem schlechteren Gesamtüberleben korreliert. Während der Therapie traten Veränderungen in den mutKRAS ctDNAWerten rascher und stärker auf als Veränderungen in den proteinbasierten Tumormarkern. Ein Abfall von mutKRAS ctDNA während der Therapie erwies sich Fazit: Die Bestimmung von mutKRAS ctDNA vor und wiederholt während der Chemotherapie ist offenbar von hohem Aussagewert für eine frühe Responsebestimmung und ein Therapiemonitoring bei Patienten mit fortgeschrittenem Pankreaskarzinom. Kathrin von Kieseritzky Kruger S et al. Repeated mutKRAS ctDNA measurements represent a novel and promising tool for early response prediction and therapy monitoring in advanced pancreatic cancer. Ann Oncol. 2018;29(12):2348-55 Kombichemotherapie bei fortgeschrittenem Pankreaskarzinom: Real-Life-tauglich? Die Kombinationstherapie aus Gemcitabin und nab-Paclitaxel ist offenbar bei lokal fortgeschrittenem und metastasiertem Pankreaskarzinom auch außerhalb klinischer Studien wirksam und sicher. I n der Phase-III-Studie MPACT ging bei Patienten mit fortgeschrittenem duktalem Adenokarzinom des Pankreas die Behandlung mit der Kombination aus Gemcitabin und nab-Paclitaxel (Gem/ NabP) im Vergleich zur GemcitabinTherapie allein mit einem verbesserten Gesamtüberleben (OS) einher. Mithilfe einer retrospektiven multizentrischen Observationsstudie wurde die Praxistauglichkeit dieser Kombination untersucht. Ausgewertet wurden die Daten von 75 Patienten mit lokal fortgeschrittenem oder metastasiertem duktalem Adenokarzinom des Pankreas, die in der Erstlinie mit Gem/NabP behandelt worden waren. Bei 71 % lag eine Metastasierung vor, 70 % hatten > 3 Metastasen. Im Fokus Onkologie 2019; 22 (3) Bei Patienten mit metastasiertem Karzinom lag das mediane OS bei 9,4 (95 %-Konfidenzintervall [95 %-KI] 4,9– 13,9) Monaten, das mediane progressionsfreie Überleben bei 4,5 (95 %-KI 3,3– 5,7) Monaten, bei Patienten mit lokal fortgeschrittener Erkrankung bei 17,1 (95 %-KI 7,6–26,6) und 6,8 (95 %-KI 5,2– 8,4) Monaten. Eine Dosisreduzierung war bei 80 % der Patienten notwendig. Dabei gab es keinen Unterschied zwischen Gemcitabin und nab-Paclitaxel (Tab. 1). Fazit: Die Daten bestätigen nach Ansicht der Forscher die Effizienz und Sicherheit der Kombination Gem/NabP in der Erstlinientherapie bei lokal fortgeschrittenem sowie metastasiertem duktalem Adeno- Tab. 1: Gründe für Dosisreduzierung von Gemcitabin und Nab-Paclitaxel Nebenwirkung Anzahl Patienten (%) Neutropenie 23 (26) Komorbidität 13 (15) Infektion 11 (12) Neuropathie 11 (12) Thrombozytopenie 8 (9) Lebertoxizität 6 (7) Anämie 5 (6) karzinom des Pankreas auch außerhalb klinischer Studien. Kathrin von Kieseritzky Blomstrand H et al. Real world evidence on gemcitabine and nab-paclitaxel combination chemotherapy in advanced pancreatic cancer. BMC Cancer. 2019;19(1):40. 13 (...truncated)


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Kathrin von Kieseritzky. Pankreaskarzinom: mutKRAS ctDNA als Prädiktor in der Chemotherapie, 2019, pp. 13-13, Volume 22, Issue 3, DOI: 10.1007/s15015-019-0132-4