Suchtforschungszentrum „AddRess“
Neue psychoaktive Substanzen kommen als sogenannte Desig nerdrogen auf den Markt und sind nur selten erforscht. Ihre Wirkungen sind
hnlich wie auch klassische Suchtmittel wie Nikotin
Alkohol
Cannabis
Ko kain und Opioide
ein Gesund heitsrisiko fr die Betroffenen
insbesondere Minderjhrige. Um die Erforschung und die Aufklrung zu diesen Sucht mitteln und Suchtkrankheiten zu optimieren
hat die MedUni
0
psychopraxis. neuropraxis 4 2014
Ausbau bei Kinder-Reha laut rztekammer begrenswert - Kinderpsychiatrie muss folgen.
-
reduzieren, erklrt Harald Sit
te vom Institut fr Pharmakolo
gie am Zentrum fr Physiologie
und Pharmakologie der Med
Uni Wien.
Das Zentrum wird zuknf
tig als unabhngige Referenz
plattform fr faktenbasierte In
formationen rund um die Sucht
problematik dienen. Sein Wir
kungsbereich umfasst die inter
disziplinre Frderung, Unter
sttzung und Stimulation der
diagnostischen, therapeuti
schen und psychosozialen For
schung zu tiologie, Pathophy
siologie und Epidemiologie von
Suchterkrankungen. Dabei geht
es sowohl um klinische als auch
um experimentelle Forschung.
Neben substanzgebundenen ste
hen auch nichtsubstanzgebun
dene Suchtformen im Fokus.
Die sterreichische rztekam
mer (K) begrt den krz
lich beschlossenen Ausbau der
Rehabilitation fr schwerkran
ke Kinder und die entsprechen
de Einigung von Sozialversiche
rung und Lndern, sieht aber
in anderen Bereichen wie der
Kinder und Jugendpsychiatrie
durchaus noch Handlungsbe
darf. Der niederschwellige Zu
gang und die Errichtung von auf
die Bedrfnisse der Kinder ab
gestimmten RehaZentren sind
ein groer Schritt nach vorne,
die jahrzehntelange Unterver
sorgung drfte damit der Ver
gangenheit angehren, erklrte
K Prsident Artur Wechsel
berger in einer Aussendung. Er
freulich sei auch der Umstand,
dass jedes Kind Anspruch auf
Rehabilitation habe. Mit dem
Ausbau der KinderReha sei so
mit ein erster Schritt in die rich
tige Richtung erfolgt, es gebe
aber noch viel zu tun, ergnz
te Charlotte Hartl, Obfrau der
Fachgruppe Kinder und Ju
gendpsychiatrie in der K.
Die kinder und jugendpsychi
atrische Versorgung fhre nach
wie vor ein Schattendasein, kri
tisierte Hartl, und das trotz gra
dueller Verbesserungen. Mitt
lerweile gibt es bundesweit 13
Fachrztinnen und rzte fr
Kinder und Jugendpsychiat
rie mit einer Kassenordination,
in Niedersterreich wurde eine
sechste Stelle ausgeschrieben.
In Wien werden heuer weite
re sechs Kassenrztinnen und
rzte ihre Versorgungsarbeit
aufnehmen. Leider gibt es in
Salzburg, der Steiermark und
dem Burgenland noch keine
einzige Kassenplanstelle, be
klagte Hartl. Die Unterversor
gung betreffe aber nicht nur den
kassenrztlichen Bereich, auch
die Spitler seien betroffen. Fr
die stationre kinderpsychiatri
sche Betreuung gebe es derzeit
nur 377 Betten, bentigt wrden
nach internationalen Standards
jedoch doppelt so viele.
Zustzlich kmpfe das noch
junge Fach mit Ausbildungs
problemen, die in der Folge in
einem Fachrztemangel ge
mndet haben. Hartl: Pro Jahr
schlieen nur zehn rztinnen
und rzte ihre fachrztliche
Ausbildung ab, die Mangelfach
regelung hat diesbezglich lei
der keine nennenswerte Verbes
serung bewirkt. So knne eine
flchendeckende Versorgung
nicht erreicht werden, sagte die
Expertin abschlieend.
(...truncated)