Schizophrenieforschung. Reduzierte Filterfunktion nach Schlafentzug
Quelle: idw/Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universitt Bonn
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cken befragt. Auerdem fhrten die
Wissenschaftler eine Messung, die so
genannte Prpulsinhibition, durch.
Die Prpulsinhibition ist ein
Standardtest zur Messung der
Filterfunktion des Gehirns, erlutert Erstautorin
Dr. Nadine Petrovsky. In dem
Experiment ertnt ber Kopfhrer ein lautes
Gerusch. Bei den Probanden tritt
daraufhin eine Schreckreaktion ein, die
anhand der Kontraktion der
Gesichtsmuskeln mittels Elektroden erfasst
wird. Wird zuvor ein schwcherer Reiz
als Prpuls gesetzt, fllt die
Schreckreaktion geringer aus. Die
Prpulsinhibition zeigt eine bedeutende
Funktion des Gehirns: Filter trennen
Wichtiges von Unwichtigem und beugen
einer Reizberflutung vor, sagt Dr.
Petrovsky.
Bei den Probanden war diese
Filterleistung des Gehirns nach einer
durchwachten Nacht stark reduziert. Es kam
zu ausgeprgten
Aufmerksamkeitsdefiziten, wie sie auch typischerweise bei
einer Schizophrenie auftreten. Nach
dem Schlafentzug gaben die
Probanden zudem in Fragebgen an, etwa
sensibler fr Licht, Farbe oder
Helligkeit zu sein. Zeitgefhl und
Geruchssinn waren demnach verndert, die
Gedanken sprangen. Manche
bernchtigen hatten sogar den Eindruck,
Gedanken lesen zu knnen oder eine
vernderte Krperwahrnehmung zu
bemerken.
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