Panorama
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M. Alzheimer
Forschungsprojekt DEVELAGE
Wissenschaftler aus ganz Europa diskutierten Ende November die neuesten Fortschritte in der
Erforschung molekularer Ursachen von Demenz.
Aktuelle Erkenntnisse wie die
Alzheimer-Krankheit ausgelöst
wird, liefern einen wesentlichen
Beitrag, Demenz besser zu verhindern, zu erkennen und zu
behandeln. Die Ende November
in Wien stattgefundene Konferenz ist der Höhepunkt des Forschungs-Projektes DEVELAGE, das 3 Jahre lang die Ursachen von Demenzerkrankungen mit Mitteln von der EU erforscht hat.
Das internationale Kooperationsprojekt DEVELAGE hat
eine interdisziplinäre Vernetzung erreicht und dadurch wesentliche Erkenntnisse durch
die Erforschung früher pathologischer Prozesse in der Alzheimer Krankheit gewonnen. DE-
VELAGE verfolgte dabei einen
einzigartigen Ansatz, nämlich
die molekularen Mechanismen
zu vergleichen, die während der
Entwicklung des Gehirns und
in Alterungsprozessen eine Rolle spielen.
Am Anfang des Projektes DEVELAGE stand die Frage, wie sich das Gehirn eines
gesunden Menschen von dem
eines an Demenz erkrankten Patienten unterscheit. Diese Unterscheidung fällt schwerer als erwartet, da die typischen Strukturen, wie die amyloiden Plaques, die zum Beispiel bei der Alzheimer Erkrankung auftreten, auch in gesunden Gehirnen von alten Menschen vorkommen. Prof. Gabor
Kovacs von der Medizinischen
Universität Wien und Koordinator der Initiative zu diesem
Befund: „Es ist sehr schwer eine
klare Grenze zwischen gesunder und krankhafter Alterung
zu ziehen.“ Wir wissen, dass ein
entscheidender Schritt in der
Entstehung von neurodegenerativen Erkrankungen die molekulare Verarbeitung von beschädigten Eiweißstoffen ist. Je
effizienter unser Gehirn diese
Moleküle entsorgt, desto weniger der krankhaften Strukturen
entstehen. Ausgehend von der
Vienna-Transdanube Aging
Study (VITA) konnte Kovacs
und sein Team eine Kohorte
mit normaler Gehirnalterung
charakterisieren. Innerhalb von
DEVELAGE haben die Wissenschaftler nun diese Befunde mit
denen von Alzheimer Patienten systematisch verglichen,
um schützende Faktoren zu bestimmen, die neue therapeutische Ansätze ermöglichen.
Prof. Kovacs hat zum Abschluss von DEVELAGE ein
wissenschaftliches Symposium
organisiert. „Wir werden unsere Ergebnisse präsentieren, und
ich bin überzeugt, wir werden
sehr fruchtbare Diskussionen
über die Bedeutung unserer
Daten für therapeutische Ansätze führen“, so Kovacs.
Quelle: OTS
Drogenberatungszentrum Alsergrund
Wien braucht einen niederschwelligen Zugang – Plädoyer für Standort Alsergrund.
Ein „klares Bekenntnis“ für den
Standort der neuen Drogenberatungsstelle in Wien-Alsergrund kommt von Ärztekammerpräsident Thomas Szekeres.
Drogenberatungsstellen seien,
gerade in einem Ballungsraum
wie Wien, in dieser Form notwendig, um Patientinnen und
Patienten eine niederschwellige Beratung und Betreuung anzubieten.
Keinesfalls dürften Drogenberatungszentren an den Stadtrand, ganz nach dem Motto:
„Aus den Augen, aus den Sinn“,
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verlegt werden. Gerade die Notwendigkeit eines niederschwelligen Zugangs bedinge Standorte in kleineren Einrichtungen,
und diese flächendeckend über
Wien verteilt. Szekeres: „Nur
so können wir, gemeinsam mit
den Arztordinationen, effektiv unsere Patientinnen und Patienten erreichen.“ Alles andere käme einer „massive Verschlechterung der Suchtproblematik“ in der Bundeshauptstadt
gleich. Bislang gemachte Erfahrungen hätten gezeigt, dass das
von der Stadt Wien verfolg-
psychopraxis.neuropraxis 6 · 2014
te Konzept von Drogenberatungsstellen einschließlich des
dort zu erfolgenden Spritzenaustausches weder die Lebensqualität der Anrainer im jeweiligen Grätzel noch die Sicherheitssituation verschlechterten.
Mit „großem Unverständnis“ reagiert der Ärztekammerpräsident auf die Skandalisierungsversuche von FPÖ-Wien
und ÖVP-Wien sowie den damit verbundenen Misstrauensantrag gegen die Gesundheitsstadträtin. Er werde jedenfalls
auch zukünftig jede Initiative
hinsichtlich einer verbesserten
Betreuung von drogensüchtigen Patientinnen und Patienten
unterstützen. Eine „klare Absage“ erteilt Szekeres den Versuchen, Drogensüchtige zu diskriminieren beziehungsweise
ins gesellschaftliche Abseits zu
stellen. (hpp)
OTS/Ärztekammer Wien
psychopraxis.neuropraxis 2014 ∙ 17:2
DOI 10.1007/s00739-014-0224-z
Online publiziert: 3. Dezember 2014
© Springer-Verlag Wien 2014
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