Panorama

psychopraxis. neuropraxis, Dec 2014

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Panorama M. Alzheimer Forschungsprojekt DEVELAGE Wissenschaftler aus ganz Europa diskutierten Ende November die neuesten Fortschritte in der Erforschung molekularer Ursachen von Demenz. Aktuelle Erkenntnisse wie die Alzheimer-Krankheit ausgelöst wird, liefern einen wesentlichen Beitrag, Demenz besser zu verhindern, zu erkennen und zu behandeln. Die Ende November in Wien stattgefundene Konferenz ist der Höhepunkt des Forschungs-Projektes DEVELAGE, das 3 Jahre lang die Ursachen von Demenzerkrankungen mit Mitteln von der EU erforscht hat. Das internationale Kooperationsprojekt DEVELAGE hat eine interdisziplinäre Vernetzung erreicht und dadurch wesentliche Erkenntnisse durch die Erforschung früher pathologischer Prozesse in der Alzheimer Krankheit gewonnen. DE- VELAGE verfolgte dabei einen einzigartigen Ansatz, nämlich die molekularen Mechanismen zu vergleichen, die während der Entwicklung des Gehirns und in Alterungsprozessen eine Rolle spielen. Am Anfang des Projektes DEVELAGE stand die Frage, wie sich das Gehirn eines gesunden Menschen von dem eines an Demenz erkrankten Patienten unterscheit. Diese Unterscheidung fällt schwerer als erwartet, da die typischen Strukturen, wie die amyloiden Plaques, die zum Beispiel bei der Alzheimer Erkrankung auftreten, auch in gesunden Gehirnen von alten Menschen vorkommen. Prof. Gabor Kovacs von der Medizinischen Universität Wien und Koordinator der Initiative zu diesem Befund: „Es ist sehr schwer eine klare Grenze zwischen gesunder und krankhafter Alterung zu ziehen.“ Wir wissen, dass ein entscheidender Schritt in der Entstehung von neurodegenerativen Erkrankungen die molekulare Verarbeitung von beschädigten Eiweißstoffen ist. Je effizienter unser Gehirn diese Moleküle entsorgt, desto weniger der krankhaften Strukturen entstehen. Ausgehend von der Vienna-Transdanube Aging Study (VITA) konnte Kovacs und sein Team eine Kohorte mit normaler Gehirnalterung charakterisieren. Innerhalb von DEVELAGE haben die Wissenschaftler nun diese Befunde mit denen von Alzheimer Patienten systematisch verglichen, um schützende Faktoren zu bestimmen, die neue therapeutische Ansätze ermöglichen. Prof. Kovacs hat zum Abschluss von DEVELAGE ein wissenschaftliches Symposium organisiert. „Wir werden unsere Ergebnisse präsentieren, und ich bin überzeugt, wir werden sehr fruchtbare Diskussionen über die Bedeutung unserer Daten für therapeutische Ansätze führen“, so Kovacs. Quelle: OTS Drogenberatungszentrum Alsergrund Wien braucht einen niederschwelligen Zugang – Plädoyer für Standort Alsergrund. Ein „klares Bekenntnis“ für den Standort der neuen Drogenberatungsstelle in Wien-Alsergrund kommt von Ärztekammerpräsident Thomas Szekeres. Drogenberatungsstellen seien, gerade in einem Ballungsraum wie Wien, in dieser Form notwendig, um Patientinnen und Patienten eine niederschwellige Beratung und Betreuung anzubieten. Keinesfalls dürften Drogenberatungszentren an den Stadtrand, ganz nach dem Motto: „Aus den Augen, aus den Sinn“, 2 | verlegt werden. Gerade die Notwendigkeit eines niederschwelligen Zugangs bedinge Standorte in kleineren Einrichtungen, und diese flächendeckend über Wien verteilt. Szekeres: „Nur so können wir, gemeinsam mit den Arztordinationen, effektiv unsere Patientinnen und Patienten erreichen.“ Alles andere käme einer „massive Verschlechterung der Suchtproblematik“ in der Bundeshauptstadt gleich. Bislang gemachte Erfahrungen hätten gezeigt, dass das von der Stadt Wien verfolg- psychopraxis.neuropraxis 6 · 2014 te Konzept von Drogenberatungsstellen einschließlich des dort zu erfolgenden Spritzenaustausches weder die Lebensqualität der Anrainer im jeweiligen Grätzel noch die Sicherheitssituation verschlechterten. Mit „großem Unverständnis“ reagiert der Ärztekammerpräsident auf die Skandalisierungsversuche von FPÖ-Wien und ÖVP-Wien sowie den damit verbundenen Misstrauensantrag gegen die Gesundheitsstadträtin. Er werde jedenfalls auch zukünftig jede Initiative hinsichtlich einer verbesserten Betreuung von drogensüchtigen Patientinnen und Patienten unterstützen. Eine „klare Absage“ erteilt Szekeres den Versuchen, Drogensüchtige zu diskriminieren beziehungsweise ins gesellschaftliche Abseits zu stellen. (hpp) OTS/Ärztekammer Wien psychopraxis.neuropraxis 2014 ∙ 17:2 DOI 10.1007/s00739-014-0224-z Online publiziert: 3. Dezember 2014 © Springer-Verlag Wien 2014 (...truncated)


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Panorama, psychopraxis. neuropraxis, 2014, pp. 2, Volume 17, Issue 6, DOI: 10.1007/s00739-014-0224-z