Frakturen der thorakalen und lumbalen Wirbelsäule

Trauma und Berufskrankheit, May 2017

Dr. M. F. Hoffmann, Prof. Dr. T. A. Schildhauer

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Frakturen der thorakalen und lumbalen Wirbelsäule

Editorial Trauma Berufskrankh 2017 · 19:55 DOI 10.1007/s10039-017-0260-z Online publiziert: 10. Mai 2017 © Springer Medizin Verlag Berlin 2017 M. F. Hoffmann · T. A. Schildhauer Chirurgische Klinik und Poliklinik, Berufsgenossenschaftliches Universitätsklinikum Bergmannsheil GmbH, Bochum, Deutschland Frakturen der thorakalen und lumbalen Wirbelsäule Sicherlich werden einige Leser zunächst etwas gelangweilt auf den Schwerpunkt dieser Ausgabe „Frakturen der Brustund Lendenwirbelsäule“ reagieren und sich fragen, was man denn dazu noch schreiben kann. Eine Medline-Suche zu diesem Thema ergibt ca. 16.000 Einträge, was wiederum zeigt, dass dieser Themenkomplex noch lange nicht abgeschlossen ist und wir weit davon entfernt sind, für alles bereits einen „Goldstandard“ gefunden zu haben. Selbst grundlegende Dinge wie die AO-Klassifikation scheinen nicht „in Stein gemeißelt“ zu sein. Die Erarbeitung einer einheitlichen Klassifikation für Verletzungen der Wirbelsäule ist essenziell für eine geordnete Kommunikation zwischen den beteiligten Ärzten und Therapeuten. Sie sollte dabei reproduzierbare Hinweise auf die Verletzungsschwere und die anzuwendende Therapie geben. Die Geschichte und Liste der Klassifikationsversuche ist lang. Bereits 1929 versuchte Böhler eine Klassifikation der Wirbelfrakturen. Viele weitere Klassifikationen folgten, ohne jedoch eine generelle Akzeptanz zu finden. Die heute gebräuchliche AO-Klassifikation basiert auf der Arbeit von Magerl aus dem Jahre 1994. Nach nunmehr 20 Jahren wurde diese überarbeitet, um sie den heutigen Anforderungen anzupassen und um die Möglichkeit zu verbessern, aus der Klassifikation Therapiekonzepte abzuleiten. Auch die Geschichte der operativen Versorgung von Wirbelsäulenverletzungen und -pathologien begann vor etwa 100 Jahren. Eine erfolgsversprechende operative Stabilisierung von Wirbelsäulenverletzungen durch dorsale Instrumentierungen gibt es seit den 1960er-Jah- ren durch Harrington und Roy-Camille. In den 1980er-Jahren kam die ventrale Versorgung auf, und die Einführung des Fixateur-interne-Systems revolutionierte die dorsale Stabilisierung. Beide Versorgungsarten bieten ihre Vorteile und beinhalten gewisse Nachteile, sodass auch in Zukunft dieses Thema weiterhin Anlass zu Diskussionen bieten wird. Technische Neuerungen und verbesserte Operationstechniken ermöglichen es heute, Patienten deutlich schneller und effektiver wieder in ihr normales Umfeld und auch an ihren Arbeitsplatz zurückzuführen. Aufgrund der weiterhin spannenden Entwicklung im Bereich der Wirbelsäule und ihrer operativen Versorgung soll daher der Schwerpunkt dieser Ausgabe von „Trauma und Berufskrankheit“ auf neuen Aspekten dieser alltäglichen Verletzungen liegen und Denkanstöße beim Lesen geben. Allen Autoren sei an dieser Stelle ganz herzlich für ihren Einsatz und ihre Beiträge gedankt. Korrespondenzadresse Dr. M. F. Hoffmann Chirurgische Klinik und Poliklinik, Berufsgenossenschaftliches Universitätsklinikum Bergmannsheil GmbH Bürkle-de-la-Camp-Platz 1, 44789 Bochum, Deutschland Martin.Hoffmann@ bergmannsheil.de Prof. Dr. T. A. Schildhauer Chirurgische Klinik und Poliklinik, Berufsgenossenschaftliches Universitätsklinikum Bergmannsheil GmbH Bürkle-de-la-Camp-Platz 1, 44789 Bochum, Deutschland Interessenkonflikt. M.F. Hoffmann und T.A. Schildhauer geben an, dass kein Interessenkonflikt besteht. M. F. Hoffmann T. A. Schildhauer Trauma und Berufskrankheit 2 · 2017 55 (...truncated)


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Dr. M. F. Hoffmann, Prof. Dr. T. A. Schildhauer. Frakturen der thorakalen und lumbalen Wirbelsäule, Trauma und Berufskrankheit, 2017, pp. 55-55, Volume 19, Issue 2, DOI: 10.1007/s10039-017-0260-z