Neue Perspektiven bei Berufserkrankungen

Trauma und Berufskrankheit, Jun 2018

M. Fischer

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Neue Perspektiven bei Berufserkrankungen

Editorial Trauma Berufskrankh 2018 · 20:95 https://doi.org/10.1007/s10039-018-0385-8 © Springer Medizin Verlag GmbH, ein Teil von Springer Nature 2018 M. Fischer Abteilung Berufsdermatologie, BG Klinik für Berufskrankheiten Falkenstein, Falkenstein, Deutschland Neue Perspektiven bei Berufserkrankungen Die aktuelle Ausgabe der Trauma und Berufskrankheit beschäftigt sich mit einer breiten Palette von Themen auf dem Feld der Berufskrankheiten und wagt einen Ausblick in die mögliche Weiterentwicklung der Versorgung mithilfe der Telemedizin. Durch die rasante Entwicklung der Informationstechnologie ergeben sich ungeahnte Möglichkeiten in der Prävention und Behandlung verschiedener Berufskrankheiten. Die Potenziale der Telemedizin lassen sich besonders gut am Beispiel (berufs-)dermatologischer Themen darstellen. So können die Arbeitsplätze und Tätigkeiten der Versicherten „besichtigt“ werden, was zu einer besseren Einschätzung der Gesundheitsbelastungen beitragen kann. Daraus ergibt sich eine effektivere Möglichkeit, etwaige Gefahren für die Versicherten abzuwenden. Gleichzeitig erleichtern die teledermatologischen Verfahren auch die Verlaufskontrolle von klinischen Befunden und ermöglichen ggf. ein frühzeitigeres Eingreifen. Neben dem Einsatz in der unmittelbaren Versorgung von Versicherten können telemedizinische Techniken auch helfen, dem absehbaren Mangel an qualifizierten Ärzten entgegenzuwirken. Über die Bildung telemedizinischer Zentren wäre es ferner möglich, die notwendige fachspezifische Kompetenz auch für strukturschwächere Regionen bereitzustellen. Telemedizinische Angebote können auf diesem Wege einen Beitrag leisten, etwaige Standortnachteile für Unternehmen in ländlichen Regionen abzumildern. Allerdings bedarf es noch einiger Anstrengung, um die Telemedizin in der Betreuung und Prävention von Berufskrankheiten zu etablieren. Hierzu zählen neben der Standardisierung der technischen Ausrüstung auch Fragen der Fi- nanzierung und Vergütung. Ferner sind noch verschiedene rechtliche Aspekte, wie Fragen des Datenschutzes und haftungsrechtliche Themen, zu klären. Dennoch bietet die technische Entwicklung der Telemedizin enorme Möglichkeiten, die Versorgung der Versicherten in vielen Bereichen zu verbessern. Die hierfür notwendigen Gespräche und Diskussionen werden spannend sein. Falkenstein im April 2018 Prof. Dr. med. Matthias Fischer Korrespondenzadresse Prof. Dr. M. Fischer Abteilung Berufsdermatologie, BG Klinik für Berufskrankheiten Falkenstein Lauterbacher Straße 16, 08223 Falkenstein, Deutschland Interessenkonflikt. M. Fischer gibt an, dass kein Interessenkonflikt besteht. Trauma und Berufskrankheit 2 · 2018 95 (...truncated)


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M. Fischer. Neue Perspektiven bei Berufserkrankungen, Trauma und Berufskrankheit, 2018, pp. 95-95, Volume 20, Issue 2, DOI: 10.1007/s10039-018-0385-8