Berichtigungen
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~gesgeschichte.
F~lle mit norma]em Tastbefund bet pathologischem mikroskopisehen Befund und umgekehrt sind h; ehst selten. The=
rapie besteht etwa in w6chentlich einmaliger Prostatamassage
bet laufender Urinkoutrolle und mikroskopiseher Durehsieht
des Exprimates. Itinsiehtlich der ~:tiologie werden allergisehe,
toxisehe, infekti6se (gewShnliehe, abet aueh spezifisehe oder
misehinfektiSse} Vorg~tnge in Erw~gung gezogen. Jede dieser
Theorien h i n t e r l ~ t jedoch noch eine Reihe ungekl~rter Fragen. Es wird keiner Hypothese der Vorzug gegeben, sondern
weitere ausgedehnte ldinisehe Beobaehtungen, die zur LSsung des Problems fiihren kann, vorgesehlagen.
H. E. KnxI~-NA¢~o~, Schleswig.
Tyler, Edward T., and Sheldon Payne: Spermatogenesis and
the therapy of infertility. (Spermatogenese und die Behandlung der Unfruchtbarkeit.) (95. _4nn. Sess. Amer. Med.
Assoc., San ]~raneisco, 3. VII. 1946.) J. amer. reed. Assoc.
134, 770 (1947).
Bet der Rehandlung unfruehtbarer Ehen wurde fiiher dem
weiblichen Tell die meiste Aufmerksamkeit geschenkt, erst
in den letzten Jahren wird auch der m£nnliche geniigend
berficksichtigt. Bet der Analyse yon 65 unfruehtbaren Ehen
fund Verf. 21mal bet der Frau, 17real beim Mann und 27mal
bet beiden die Veranlassung. Meist kommen verschiedene
Ursachen bet beiden Partnern zusammen, um das Ergebnis der
Unfruchtbarkeit sehliel~lich zu bedingen. Eine Analyse in
dieser Frage ist unvollst~ndig und damit bedeutungslos, wenn
nieht in mindestens 2 Proben das Sperma untersucht worden
ist. Die Physiologie der Spermaproduktion, der Vorgang bis
zur Ejakulation und die verschiedeneu Eigensehaften yon
normatem Sperma werden besprochen (Menge, Spermatozoengehatt, Rewegliehkeit). Es ist aber sicher, da$ auch Refruchtungen mit einem Sperma vorkommen, das nieht normalen Anforderungen gentigt. Die Frage der Fruehtbarkeit
kann nur im Zusammenhang mit der der Ovulation besproehen
werden. Letzte Untersueh~mgen sprechen daffir, daq. w~hrend
eines Zyklus nur ftir einige Stunden die BefruchtungsmSglichkeit besteht. Den Zeitpunkt der:Ovulation bringt Verf. mit
der prgmenstruellen TemperaturerhShung in Zusammenhang,
diese erfahre dann nicht den tiblichen Rfiekgang zur Norm,
wenn eine Schwangerschaft zustande kam. Ffir die Refruehtung wird nach vorheriger mSgliehst langer .Enthaltsamkeit ein Coitus etwa 12 Stnnden nach der anzunehmenden
Ovulation empfohlen. Behandlungsma6ig steht fiir den Mann
vor allem die Garantie eines gesundheitsgemal~en Lebens im
Vordergrund. Hormonbehandlung hilft nieht grundsatzlieh,
wenn Verf, auch in Einzelfallen recht gutes gesehen hat.
Weiter kommen in Frage: Aminos~uren, Vit,amin B und - vom 'Verf. sehr gtinstig beurteilt - - Prostatamassag e, 3mal
wSehentlich.
D~Is~, Ludwigsburg.
Wall, Margaret J., Albert Heyman and Paul B. Beeson: Studies on the complement fixation reaction [n lymphogranuloma
venereum. (Untersuchtmgen zur Frage der Komplementbindungsreakticn bet Lymphogranuloma venereum.) (De~.
o] Med., Emery Univ. School of Med., a. Clin. ]. Genitoin[ections Dis., Grady ~Iem. Hosp.) Amer. J. Syph. 31, 289
(1947).
Bericht fiber Ergebnisse der Komplementbindungsreaktion bet Lymphogranu]oma venereum. Als Antigene wurden
mim~eh+
Woehenachrift
teils ein handelsfibliches (,,Lygranum CF, Squibb"), tells ein
aus virusinfizierten Dottersacken hergestelltes verwandt. Die
Seren yon 27 Patienten mit Lymphogranuloma venereum
reagicrten positiv; komp]ementbindende AntikSrper lieBen
sich bis zu 88 Wochen nach Auftreten der Rubonen nachweisen. Von 45 Kranken mit Ulcus molle reagierten 27 gleichfalls positiv, hiervon hatten jedoch 15 auch einen positiven
FR~I-Test. ~Vberdies war der komplementbindende Titer
bet ihnen niedriger als bet Lymphogranuloma venereum. Ein
Titer "yon 1:160 oder hSher sprich~ im allgemeinen ffir eine
aktive Infektion mit dem Virus, ein soleher yon 1:20 oder
niedriger sebliel~t sie aus. Verff. sind der Meinung, dal~ positive Komplementbindungsreaktionenauf Lymphogranuloma
venereum bet Kranken, die an anderen Geschlechtskrankheiten leiden, auf eine frfihere Infektion mit dem Virus dieser
vierten Geschlechtskrankheit zuriiekzuffihren stud. Positive
Reaktionen bet frischem Ulcus molle sind nicht als unspezifisch zu betrachten, sondern sie sprechen fiir eine friihere
oder gleichzeitige Virusinfektion.
KARRENBERG.
Wright, Louis T., Gerald A. Spencer and Abraham Oppenheim: Incidence o~ asymptomatic lymphogranuloma venereum
in a municipal hospital. A survey based on 1,512 cases. (Vorkommen asymptomatischer Formen yon Lymphogranuloma
venereum in einem st~dtischen Krankenhaus. ~Untersuehungsergebnisse bet 15t2 F/illen.) (Surgie. a. Dermatol. Dep., Harlem Hosp.) Amer. J. Syph. 31, 282 (1947).
Frfihere amerikanische Reobachter hatten bereits auf &~s
Vorkommen positiver F~Elscher Reaktionen auf Lymphogranaloma venereum bet erseheinungsfreien Weil~en und vor
allem Negern (40% !) in Amerik~ bingewiesen. Systematisch
in dieser Riehtung durcbgeftihrte Untersuchungen der Verff.
an 1512 Kranken, die einem st~idtischen Krankenhaus wegen
anderer Erkrankungen als Lymphogranuloma venereum zugewiesen wurden, ergaben fotgendes: Die FnEI-Reaktion war
bet weiSen und farbigen Kindern unter 13 Jahreu negativ.
Bet 192 erseheinungsfreien Weigen ergaben sieb 36real
(:= 18,8%), bet 1192 erscheinungsfreien Farbigen 339mal
(:= 28,4%) positive Hautreaktionen mit dem Original F~ls~Antigen cder dem Hfihnerembryoantigen des Lymplmgranutom~ venereum (,,Lygranum" Squibb); fiberdies fielen
Komplementbindungen auf die Viruserkrankung teilweise
positiv aus. Verff. halten die Komplementbindungfiberhaupt
ftir empfindlieher, als den Ff~I-Test. Sie fordern, da/~ beide
Untersuchungsverfahren bet allen Kranken systenmtisch
durehgefiihrt werden, die wegen ether Geschlechtskrankheit
oder einer unklaren Erkrankung einem Hospital zugewiesen
werden, auch bet solchen, die in ihrer Vorgesehiehte eine
venerisehe Erkrankung angeben. Da die Redeutung des
L3anphogranu]onm venereum hinsichtlich seiner Verbreitung
noch nicht ganz klar ist, erscheinungsfreie oder -arme Formen
aber sicherlich nicht selten stud, dfirfte es naeh Ansicht der
Vefff. iiberhaupt zweekm~ig sein, bet jedem in einem X ~ n kenhaus aufgenommenen Patienten routinem~Big die ebengenannten Untersuchungsverfahren durehzuffihren.
KA~Ra,
Bad Segeberg.
TAGESGESCHICHTE.
Der Internationale Urologenkongrefl in Barcelona finder
HochsctLuin~chriehten.
W~rzburg. Von der Medizinischen Fakult~t der Uui- veto 20.--25.9. 49 statt. Um den Teilnehmern dieses Konversit/~t warden folgende Berufungslisten aufgestellt: ffir die gresses Gelegenheit zu geben, aueh den Deutschen l/rologenkongrefl zu besuchen, verschiebt sich der Kongrefi in Miin2. ao. Professur ftir Zahnheitkunde (Konservierende und chert an/ den 29.9. his 1.10.49.
Orthop£dische Abteilung der Zahnklinik): 1. Prof. Dr. HA~s
Beriehtigungen.
SC~LAMPP (Goslar, frfiher Restock); 2. Prof. Dr. HA~S
v. Tt~I~L (KSln); 3. Dr. RAI~EX~STI~ACK(Ttibingen), berufen
Jahrgang ]948, S. 346, ,,Neue S (...truncated)