Schlafstörungen gehören zu den häufigsten Gesundheitsbeeinträchtigungen überhaupt und sind fakultative oder obligate diagnoserelevante Frühsymptome sowie regelhaft auftretende Begleitsymptome psychischer Erkrankungen und Symptome. Diese sogenannten nichtorganischen Schlafstörungen persistieren häufig über den aktuellen Erkrankungszeitraum hinaus und stellen einen hohen...
Therapeutisches Wirken wird durch begünstigende Kontextfaktoren erleichtert, wobei therapeutische Interventionen gleichzeitig Anregung sein können, Kontextfaktoren zu verändern. Kommunikation und Therapie werden durch eine gute therapeutische Beziehung erst ermöglicht, vor allem unter erschwerten inneren und äußeren Bedingungen.
Der Prävention von Infektionskrankheiten kommt bei der Multiplen Sklerose (MS) eine besondere Bedeutung zu, da diese den Krankheitsverlauf ungünstig beeinflussen können. Dies wird uns im Rahmen der COVID-19-Pandemie verdeutlicht, wo die SARS-CoV-2-Infektion als Auslöser von besonders schweren und prolongierten Schüben und klinischer Verschlechterung identifiziert werden konnte...
Die Prävalenz von Traumata ist bei Menschen mit Psychosen erhöht. In welchen Fällen von Traumatisierung ein adaptiver Lebensstil möglich ist und welche Faktoren zur Entwicklung einer Psychose beitragen, ist Gegenstand intensiver Forschung. Die Mentalisierungsfähigkeit, welche sich in der Interaktion mit frühen Bindungspersonen entwickelt, ist gemeinsam mit der Fähigkeit zur...
Schlaganfallpatient*innen haben ein substanzielles Risiko, einen Rezidivschlaganfall oder andere vaskuläre Erkrankungen zu erleiden, wobei dieses Risiko vor allem in den ersten Wochen bis Monaten nach dem Schlaganfall signifikant erhöht ist. Neben einer allgemeinen Risikofaktorenkontrolle (Lebensstiländerung inkl. regelmäßiger Bewegung, Verzicht auf Zigarettenrauchen, konsequente...
Die Hippocampussklerose beschreibt das neuropathologische Bild einer Verödung unterschiedlicher Sektoren des Hippocampus. Sie tritt im Rahmen von 5 klinischen und neuropathologischen Entitäten auf. Während sie bei jungen Patienten im Rahmen einer Temporallappenepilepsie vorkommen kann, tritt sie weit häufiger im Rahmen degenerativer Hirnerkrankungen bei alten bis sehr alten...
Die vorliegende Studie belegt einen Zusammenhang zwischen COVID-19-Erkrankungen und einem gehäuften Auftreten von Traumafolgesymptomen anhand einer repräsentativen Bevölkerungsstichprobe. Mögliche Konsequenzen für die weitere Entwicklung von posttraumatischen Belastungsstörungen und anderen psychischen Erkrankungen werden diskutiert.
Die Wichtigkeit einer tragenden Arzt/Therapeut-Patient-Beziehung konnte als der wesentliche Faktor für den Therapieerfolg herausgearbeitet werden. Mit zunehmender klinischer Erfahrung verbessert sich die Fähigkeit von Behandlern, auch in komplexeren klinischen Situationen akkurate diagnostische und therapeutische Entscheidungen zu treffen. Bisher konnte zwar kein direkter...
Berufliche Sozialisation entwickelt sich im Kontext der Persönlichkeitsentwicklung und vorhandener Bedingungen unterschiedlich. Das Aufrechterhalten der Mentalisierungsfähigkeit im beruflichen Alltag und vor allem in herausfordernden Situationen ist keine Selbstverständlichkeit, sondern abhängig von Umgebungsbedingungen. Die Übernahme von Verantwortung für die gewählte berufliche...
Hiermit veröffentlicht psychopraxis.neuropraxis die dritte Tranche eines Psychoedukationsprogramms mit 8 Modulen. Vorgestellt wird eine offene Stunde, in der für das Konzept von Selbsthilfegruppen geworben wird und Anregungen zu Büchern mit Informationen gegeben werden, auch zu Darstellungen affektiver Störungen in Literatur und Film. In einem weiteren Modul lernen die Teilnehmer...
Der stationäre Suizid wird definiert als Suizid während des voll- oder teilstationären Aufenthaltes, der sich entweder in den Räumlichkeiten selbst (Kliniksuizid) oder während Ausgängen und Beurlaubungen in oder außerhalb des Krankenhausgeländes abspielt. In dieser Arbeit erfolgt eine epidemiologisch-deskriptive Darstellung der insgesamt in den letzten 10 Jahren während des...
Immunmediierte Bewegungsstörungen können entsprechend ihrer pathogenetischen Mechanismen in 1.) antikörpervermittelte, 2.) postinfektiöse bzw. infektiös getriggerte und 3.) paraneoplastische Bewegungsstörungen eingeteilt werden. Die erste Gruppe umfasst Patient*innen mit Antikörpern beispielsweise gegen NMDAR, LGI1, Caspr2, IgLON5, GAD65 und den Glycinrezeptor und präsentieren...
Die Parkinson-Krankheit ist nach der Alzheimer-Krankheit die häufigste neurodegenerative Erkrankung. Sie wird zur Gruppe der hypokinetischen Bewegungsstörungen gezählt. Atypische Parkinson-Syndrome stellen eine pathologisch inhomogene Gruppe seltener neurodegenerativer Erkrankungen dar, die im Vergleich zur Parkinson-Krankheit durch einen maligneren Verlauf und ein schlechteres...