s u b u r b a n : zeitschrift für kritische stadtforschung

List of Papers (Total 18)

Klimagerechtes Wohnen? Energetische Gebäudesanierung in einkommensschwachen Quartieren

Sowohl aktuelle städtische Klimapolitik, als auch klimaaktivistische Bewegungen weisen energetischer Gebäudesanierung einen hohen Stellenwert zu. Hinweise auf die sozialräumlichen Implikationen verstärkter energetischer Sanierung finden sich jedoch zumeist weder auf städtischer, noch auf klimaaktivistischer Seite. Sowohl aktuelle städtische Klimapolitik, als auch...

Wohnen in der Klimakrise

Die Verbindung der sozialen und der ökologischen Frage ist eine der zentralen Herausforderungen linker Politik und kritisch-engagierter Wissenschaft heute. Dafür, wie wenig das bisher gelingt, sind die öffentlichen und wissenschaftlichen Diskussionen um die Wohnungsfrage gute Beispiele. Dieser Aufruf ist eine Einladung an den kollektiven Wissensschatz aus Wissenschaft und...

Wider die Unsichtbarkeit:

Das Gedenken an Opfer rechter Gewalt ist umkämpft. Dennoch gelingt es immer mehr Initiativen bundesweit, durch lokalpolitische Bündnisse und in Zusammenarbeit mit Künstler*innen und Kommunalpolitiker*innen im öffentlichen Raum Orte der Erinnerung zu schaffen. In Koblenz und Hachenburg erinnern Initiativen auf unterschiedliche Weise an Todesopfer rechter und rassistischer Gewalt...

Substanz und Supplement

Die Frage, ob und wenn ja wie mit Rechten zu reden wäre, ist gegenwärtig einigermaßen prominent. Dass der Versuch, rechte Akteure argumentativ umzustimmen oder zu überzeugen, wenig erfolgversprechend ist, hat sich zudem herumgesprochen. Doch was heißt das für die Forschung? Der Beitrag diskutiert kritisch die Möglichkeiten und Grenzen empirischer Sozialforschung an und mit...

Stadt von rechts?

Ausgehend von der Kontroverse zwischen klassen- und identitätspolitischen Erklärungsmustern für den gesellschaftlichen Rechtsruck umreißt der Beitrag die Bedeutung raumbezogener Differenzierungen für die Ausbildung und Stabilisierung rechter Orientierungen. Damit einher geht die Klärung der im Gebrauch befindlichen Begriffe Extremismus, Rechtspopulismus, Konservatismus und neue...

Hypergespaltene Städten und die ‚unmoralischen‘ Superreichen – Fünf abschließende Fragen

Der vorliegende Text wurde zuerst in englischer Sprache als Schlusskapitel des Sammelbandes Cities and the Super-Rich: Real Estate, Elite Practices and Urban Political Economies bei Palgrave Macmillan veröffentlicht. Der von den Autor_innen dieses Artikels herausgegebene Band versammelte Beiträge aus einem breiten Spektrum unterschiedlicher Disziplinen und Länder. Das Kapitel...

Ein Urbanismus der Ungleichheit

In Deutschland werden gegenwärtig verschiedene stadtpolitische Re-Regulierungen beobachtet: neue Wohnungsbauprogramme, Instrumente zur Mietpreisbegrenzung oder Ansätze zur Restriktion von Investitionen in Gentrifizierungsgebieten. Nun wird diskutiert, ob solche ‚sozialen‘ Re-Regulierungen einen Bruch mit urbaner Neoliberalisierung anzeigen. Der Aufsatz geht dieser Frage am...

„Dekolonisieren wir unsere Köpfe“… und unsere Städte! Rezension zu Zwischenraum Kollektiv (Hg.) (2017): Decolonize the City! Zur Kolonialität der Stadt. Gespräche, Aushandlungen, Perspektiven. Münster: Unrast Verlag.

In Decolonize the City! Zur Kolonialität der Stadt – herausgegeben vom Zwischenraum Kollektiv und verlegt vom Unrast Verlag – versuchen Autor_innen aus unterschiedlichen Disziplinen Antworten auf die Frage zu geben, was es im deutschen Kontext bedeutet, ‚Dekolonisierung‘ einzufordern und an welchen Punkten und Orten hierfür intellektuell und praktisch angesetzt werden kann. Der...

Die ungleiche Geographie des Elterngelds. Zur familienpolitischen Reproduktion gesellschaftlicher Ungleichheit

Der Beitrag analysiert Ungleichheitseffekte des 2007 eingeführten Elterngelds. Wir zeigen, dass die familienpolitische Einführung der Ressource Elterngeld die Einkommensungleichheiten der Produktions- bzw. Erwerbssphäre auf die Reproduktions- bzw. Familiensphäre übertragen hat. Das Elterngeld trägt damit aber zumindest bislang nicht (wie angedacht) zur Aufhebung der...

„Keine unklugen Leute“. Die Durchsetzung des „Stadtumbau Ost“

Der Beitrag untersucht die Herausbildung des Bund-Länder-Programms „Stadtumbau Ost“ um die Jahrtausendwende. Er analysiert dabei das Zusammenwirken von Interessen, Ideen und Akteuren, die diesem (damals) neuartigen Ansatz der deutschen Stadtentwicklungspolitik zugrunde lag. In der empirischen Analyse wird deutlich, dass der Stadtumbau in seiner Genese nur als „Hybrid“ aus einem...

Über (Un-)Möglichkeiten, hiesige Stadtforschung zu postkolonialisieren

Ausgehend von der These, dass westliche Stadttheorie auf eurozentrischen Prämissen gründet, die urbane Modernität an westliche Städte koppeln und Städte anderswo dem Entwicklungsparadigma einer nachholenden Modernisierung unterwerfen, argumentiert der Beitrag für die Notwendigkeit, die urban studies zu postkolonialisieren. An zwei Beispielen werden Möglichkeiten diskutiert...

Interventionen als Kunst des urbanen Handelns? Rezension zu Judith Laister / Anton Lederer / Margarethe Makovec (Hg.) (2014): Die Kunst des urbanen Handelns / The Art of Urban Intervention.

Der zweisprachige Band The Art of Urban Intervention / Die Kunst des urbanen Handelns zeigt anhand einer Bandbreite künstlerischer Projekte in verschiedenen Städten Europas, wie Künstler_innen als Gestalter_innen von Stadt eine aktive und kritische sowie teilweise auch widerständige Rolle in urbanen Transformationsprozessen einnehmen. Sie ermöglichen Begegnungen und Beziehungen...

Warum denn gleich ontologisieren? Und wenn nicht, warum dann ANT? Kommentar zu Alexa Färbers „Potenziale freisetzen“

Akteur-Netzwerk-Theorie und Assemblageforschung in Stadtforschung und Humangeographie beanspruchen für sich, das genau Hinsehen und die Materialität der Dinge stark zu machen. Sie positionieren sich damit gegen Forschung, die große Diskurse ins Zentrum rückt. Im Kommentar schlage ich vor, beide Positionen – die „Diskursphase“ und die „Materialismusphase“ – im Hinblick auf ihre...

Politische Subjekte. Rezension zu Imogen Tylers „Revolting Subjects: Social Abjection and Resistance in Neoliberal Britain"

Imogen Tylers betrachtet in ihrem Buch Revolting Subjects. Social Abjection and Resistance in Neoliberal Britain theoretisch und anhand verschiedener Beispiel politischer Proteste wie neoliberale Politiken in Großbritannien über die Konstruktion einer ausgestoßenen gesellschaftlichen Gruppe legitimiert werden.

Migrationstheoretische Gesellschaftskritik. Versuch einer Standortbestimmung

Der Aufsatz versucht eine kritisch-theoretische Position für Migrant_innen und zu den Themen der Migration zu erarbeiten und dabei zwei Aufgaben zu lösen. Die politische Aufgabe, Kritik und Migration ins Verhältnis zu setzen, ergibt sich daraus, dass aktuell Kritik und Migration weit auseinanderliegen und aus mehrheitlicher Sicht gar nicht zusammengehören. Das politische Vorhaben...

Die Neuausrichtung linker Stadtpolitik vorantreiben. Der Gesprächskreis ‚Stadtpolitik’ der Rosa-Luxemburg-Stiftung

Stadtpolitik und städtische Konflikte sind in den vergangenen Jahren von ganz unterschiedlichen Seiten wiederentdeckt worden. Soziale Bewegungen in Städten können eine erstaunliche Mobilisierungskraft entwickeln. Dies zeigen auch die Berliner Volksentscheide der vergangenen Jahre. Kritisch hinterfragt wird darin die angeblich alternativlose Situation aufgrund angespannter...