psychopraxis. neuropraxis

<p>- Praxisnahe Fallberichte<br/>- Klinische relevante Übersichtsartikel, möglichst mit Fallberichten<br/>- Schwerpunkte: Psychiatrie, Neurologie, Grenzgebiete</p><p>Die Zeitschrift richtet sich an alle in der klinischen Psychiatrie und klinischen Neurologie praktisch Tätigen und alle, die an der Neurologie, Psychiatrie und ihren Grenzgebieten interessiert sind.</p><p><i>psychopraxis.neuropraxis</i> setzt damit die Tradition der von Herrn Prof. Dr. Otto Kauders begründeten "Wiener Zeitschrift für Nervenheilkunde und deren Grenzgebiete" sowie der 1998 von Herrn Prof. Dr. Hans Georg Zapotoczky und Prof. Dr. Walter Pöldinger gegründeten "Psychopraxis" im Bereich der Psychiatrie und Neurologie fort.</p><p>Sowohl Übersichtsreferate über Teilgebiete der beiden überlappenden und vielfältig zusammenhängenden Fächer als auch Referate über moderne Entwicklungen in den Fächern Neurologie und Psychiatrie und Psychotherapie sollen durch praxisnahe Fallbeispiele veranschaulicht werden. Auch sollen interessante klinische Fallbeispiele oder Fallserien veröffentlicht werden.</p><p>Die Zeitschrift psychopraxis.neuropraxis ist offen für Grenzfragen zu den Natur- und Sozialwissenschaften, zur Philosophie und Theologie, aber auch zu den Rechts- und Kulturwissenschaften. </p>

List of Papers (Total 329)

Diagnose Glioblastom und das Geschäft mit der Hoffnung

Eine qualitativ hochwertige Versorgung von Patient:innen mit Glioblastomen erfolgt in Österreich durch die etablierten Neuroonkologischen Zentren (NONKZ, Versorgungsmodell ÖSG). Die interdisziplinäre und fächerübergreifende Zusammenarbeit ist das wesentliche Element für die bestmögliche diagnostische und therapeutische Sicherheit und Effizienz. Vor allem sog...

Health Literacy und Empowerment für Menschen mit schweren psychischen Erkrankungen

Psychische Störungen gehen mit einer erhöhten Krankheitslast einher. Des Weiteren stellen somatische Erkrankungen, u. a. aufgrund erhöhter Risikofaktoren sowie des „diagnostic overshadowing“, eine zusätzliche potenzielle Problematik bei Menschen mit psychischen Erkrankungen dar. Dennoch suchen Menschen mit psychischen Störungen erst spät oder gar keine professionelle...

Ethische Dilemmata in der Neurologie bei Sterbeverfügungen

Seit Inkrafttreten des Sterbeverfügungsgesetzes (StVerfG) in Österreich hat sich im ASCIRS-Register der Österreichischen Palliativgesellschaft (OPG) ein Anteil von 25 % bei neurologischen Erkrankungen abgebildet. Das unterstreicht einerseits deren besondere Bedeutung für die Errichtung einer Sterbeverfügung, begründet aber auch eine besondere Verantwortung der Neurolog:innen...

Home Treatment in der Kinder- und Jugendpsychiatrie in Niederösterreich

Angesichts des globalen Anstiegs psychiatrischer Erkrankungen gewinnen Behandlungen im häuslichen Umfeld von Patient:innen (Home Treatments, HTs) in der psychiatrischen Versorgung zunehmend an Bedeutung. Die vorliegende Studie folgt einem thematischen Analyseansatz, um Daten aus Interviews mit acht Expert:innen zu analysieren, die im Rahmen von HTs der Kinder- und...

Neuroethik – ein Überblick über Anwendungsgebiete und zentrale Fragestellungen

Die Neuroethik ist ein Ansatz der angewandten Ethik, der sich mit unterschiedlichen Handlungsfeldern der Neurowissenschaften und Neuromedizin befasst. Ein wesentliches Ziel der Neuroethik ist es, auf der Grundlage interdisziplinärer Forschung den jeweiligen Akteuren eine ethische Orientierung zu geben und sie in ihrem Handeln zu unterstützen. Der Anwendungsbereich der Neuroethik...

Mind the gap – Forderungen für eine verbesserte transitionspsychiatrische Versorgung aus Expert:innenperspektive

Der Übergang von der Kinder- und Jugendpsychiatrie (KJP) in die Erwachsenenpsychiatrie (EP) geht mit einer Reihe von Herausforderungen und in vielen Fällen mit Behandlungsunterbrechungen einher. Die Transitionspsychiatrie versteht sich hier als Schnittstelle, die den Jugendlichen in dieser sensiblen Phase eine angemessene Unterstützung bieten will, um ihre Entwicklungsaufgaben...

Gewalt gegen Frauen und ihre psychischen Auswirkungen

Weltweit haben 35 % der Mädchen und Frauen körperliche und/oder sexuelle Gewalt erfahren. Strukturelle Ungleichbehandlung und hegemoniale Männlichkeitskonzepte bilden die Grundlage für Gewalt gegen Mädchen und Frauen. Frauen mit Gewalterfahrung entwickeln deutlich häufiger psychische Erkrankungen. Umgekehrt ist die Wahrscheinlichkeit, lebenszeitlich Opfer häuslicher oder...

Vom Zusammenhang zwischen bariatrischer Chirurgie und Vitaminen

Bei unklaren neuropsychiatrischen Symptomen ist neben profunder Kenntnis über mögliche Ursachen eine zielgerichtete organische Abklärung ausschlaggebend. Richtungsweisend können hierbei eine umfassende Anamneseerhebung sowie interdisziplinäres Management sein. Der diagnostische Prozess soll im Zuge dieser Arbeit anhand des konkreten Beispiels von Wernicke-Enzephalopathie (WE...

Behandlungsstrategien bei Patient:innen mit Alkoholkonsumstörung und eingeschränkter Leberfunktion

Neben psychosozialer und psychotherapeutischer Betreuung stehen in der Behandlung von Alkoholkonsumstörungen auch Psychopharmaka zur Verfügung. Trotz Zulassung und Evidenz über wirksame Unterstützung zur Aufrechterhaltung der Alkoholabstinenz wird diese Behandlungsoption oft erst verspätet, wenn sich bereits Folgeerkrankungen, insbesondere alkoholbedingte Lebererkrankungen (ALE...

Der Palliativkonsiliardienst an der Christian-Doppler-Klinik Salzburg stellt sich vor

2023 wurde an der Christian-Doppler-Klinik Salzburg mit finanzieller Unterstützung des Landes Salzburg nach dem Hospiz-Palliativfondsgesetz ein Palliativkonsiliardienst eingerichtet. Solange es an der Christian-Doppler-Klinik keine eigene Palliativstation gibt, werden Patient:inen mit medizinischen und pflegerischen Anliegen und Bedürfnissen aus Palliative Care an den...

Clozapintherapie bei Wirkverlust einer antipsychotischen Einstellung nach Lebertransplantation

Nach schrittweiser Umstellung der psychopharmakologischen Therapie konnte bei einem Patienten mit vorbekannter paranoider Schizophrenie Clozapin etabliert werden, nachdem es bei St. p. Lebertransplantation und laufender Immunsuppression mit Tacrolimus zu einer Exazerbation psychotischer Symptomatik gekommen war. Bisherige Therapieversuche mit Risperidon, Paliperidon, Quetiapin...

Digitalisierung in der Lehre der Neurologie und Psychiatrie

Digitalisierung in der Medizin gehört zur Zukunft der akademischen Medizin. Diesem Fakt wird auch in der Lehre Rechnung getragen. Da Lehre immer forschungsgeleitet gestaltet ist, sind auch die lerntheoretischen Grundlagen und Konzepte zu diskutieren. Die Implementierung digitaler Medizin stellt eine Möglichkeit als Brückenfunktion für eine gute interprofessionelle Zusammenarbeit...

Klimawandel und psychische Gesundheit

Die ökologische Wende der Gesellschaft hat nicht nur die Medizin, sondern auch die Psychiatrie erfasst. So hat der Aufruf der DGPPN (Deutsche Gesellschaft für Psychiatrie und Psychotherapie, Psychosomatik und Nervenheilkunde) zu einer „Ökologischen Psychiatrie“ nicht nur fachexterne, sondern auch fachintern viele Gründe: Extremwetterereignisse wirken sich direkt auf das gehäufte...

Kognitive Beeinträchtigung in Zusammenhang mit Schizophrenie (CIAS): Diagnostik und Therapie

Die Schizophrenie ist eine schwere psychiatrische Störung, die mit Positiv- und Negativsymptomen sowie kognitiven Beeinträchtigungen einhergeht. Durch die Fortschritte in der Pharmakologie seit den 1950er-Jahren ist es möglich geworden, die Erkrankung deutlich positiv zu beeinflussen: Antipsychotika können die Positivsymptome der Schizophrenie sowie die Agitation in der akuten...

ATTRACT-Studie: innovative, individualisierte Therapie in der Neuroonkologie

Biomarkerbasierte zielgerichtete Therapien brachten für einige solide Tumoren bahnbrechende Erfolge. In der Gliomtherapie beschränkt sich der Einsatz dieser Therapien auf Subgruppen, insbesondere wenn es bei fortschreitendem oder rezidivierendem Gliom keine etablierten, evidenzbasierten Therapieempfehlungen mehr gibt. Eine Testung auf seltenere molekulare Alteration und die...

Tumorassoziierte Epilepsie bei Gliomen

Epileptische Anfälle stellen eine häufige und die Lebensqualität stark beeinträchtigende Symptomatik bei Patient:innen mit diffusen Gliomen dar. Im Vergleich zu höhergradigen Gliomen sind niedriggradigere mit einem höheren Anfallsrisiko assoziiert. Neueste pathophysiologische Forschungsergebnisse zeigen einen engen Zusammenhang zwischen neuronaler Überaktivierung und deren...

Mutter-Kind-Interaktion bei peripartaler Depression

Eine gelungene Eltern-Kind-Interaktion ist essenziell für eine adäquate soziale, emotionale und kognitive Entwicklung des Kindes. Psychiatrische Erkrankungen in der Postpartalzeit können zu einer Störung dieser Interaktion führen. Für peripartale Depression wurde ein erhöhtes Risiko für eine verminderte Eltern-Kind-Bindung und eine veränderte Mutter-Kind-Interaktion gezeigt. Eine...

Kompetenzen in Psychotherapeutischer Medizin und Psychotherapie erwerben

Psychisch Erkrankte werden von Psychotherapeut:innen sowie Ärzt:innen und Fachärzt:innen mit einer Ausbildung in psychotherapeutischer Medizin behandelt. Die entsprechende Ausbildung sieht ein Training sowohl intuitiven als auch analytischen Denkens vor. In kontinuierlicher fallorientierter Arbeit werden die Fähigkeiten zu komplexem, vernetztem Denken vermittelt, die es benötigt...

Evidenzbasierte digitale Depressionstherapie

Der Artikel beleuchtet die steigende Bedeutung von digitalen Therapien in der Behandlung der unipolaren Depression im Kontext aktueller Versorgungsleitlinien. Dies wird anhand verschiedener Falldarstellungen in unterschiedlichen klinischen Szenarien illustriert, in denen eine digitale Gesundheitsanwendung (DiGA) erfolgreich genutzt wurde. Dies umfasst den Einsatz einer DiGA als...

Seltene ZNS-Metastasierung eines peripheren T-Zell-Lymphoms

Die Metastasierung in das zentrale Nervensystem (ZNS) bei T‑Zell-Lymphomen ist ein seltenes klinisches Szenario. Zu den häufigsten Subtypen mit ZNS-Beteiligung gehören periphere T‑Zell-Lymphome (PTCL) und anaplastische großzellige Lymphome (ALCL). Neurologische Symptome bei einer sekundären ZNS-Beteiligung entwickeln sich in der Regel subakut bis akut. Die diagnostischen...

Künstliche Intelligenz in der Neuroonkologie

Künstliche Intelligenz ist in aller Munde, teilweise bemerkt, großteils jedoch unbemerkt, ist sie seit vielen Jahren Teil unseres Lebens. Die Bestrebungen, menschliche Intelligenz zu mechanisieren, bestehen schon seit den 1950er-Jahren. Erst die technischen und mathematischen Errungenschaften der letzten 20 Jahre haben die Anwendung erleichtert, sodass unterschiedliche...