Die Therapie dislozierter Talus- und Kalkaneusfrakturen ist mit einer erheblichen Lernkurve verbunden. Fehlheilungen führen zu signifikanten Einschränkungen der globalen Fußfunktion sowie schmerzhaften posttraumatischen Arthrosen. Während die sofortige Reposition von Luxationen und Luxationsfrakturen eine Notfallindikation darstellt, hat der Zeitpunkt der definitiven...
If in the case of injuries to neural structures a tension-free microsurgical coaptation of nerve endings is not possible, the gold standard for reconstruction is autologous nerve transplantation. The disadvantages are the limited amount of available resources in addition to donor site morbidity. An alternative procedure is the tubulization with veins (with or without the...
Die gesetzliche Unfallversicherung hat 2012 das neue Psychotherapeutenverfahren eingeführt. Ziele dieses Verfahrens sind die frühzeitige und adäquate Versorgung von Versicherten mit unfallbedingten psychischen Störungen. Das Kooperationsnetzwerk ist interdisziplinär ausgerichtet und umfasst ambulante Psychotherapeuten. Die Einführung des Screeningverfahrens FAUST für alle...
Die MdE-Gruppe der Kommission „Gutachten“ der DGU hat aufgrund der nachhaltigen Kritik an den gegenwärtigen, teilweise 100 Jahre alten MdE-Tabellenwerten für orthopädisch/unfallchirurgische Arbeitsunfall-und BK-Folgen neue MdE-Tabellenwerte erarbeitet und publiziert (Schürmann, Ludolph in Kursbuch der ärztlichen Begutachtung, 2014, Kap.III-1.11.5 „Überarbeitung der MdE...
Die Kausalitätsbeurteilung von Achillessehnenrupturen wird auch heute noch nachhaltig bestimmt von dem apodiktischen, aber unzutreffenden Lehrsatz „Eine gesunde Sehne reißt nicht.“ Dabei werden die zwischenzeitlich gut aufgeklärten exzentrischen Belastungssituationen nicht beachtet und die bei mangelndem Detailwissen zum Hergang sehr häufig bestehende scheinbare Unerklärbarkeit...
Die Ersatzplastik des vorderen Kreuzbandes (VKB) mittels körpereigener Sehne hat sich als Standardverfahren in der Behandlung der VKB-Ruptur etabliert. Dennoch wurden immer wieder Versuche unternommen, das frisch rupturierte VKB zu nähen. Die Ergebnisse waren jedoch eher enttäuschend. Die dynamische intraligamentäre Stabilisierung (DIS) wurde entwickelt, um die biomechanische...
Die Arthrose des Kniegelenks ist eine weit verbreitete degenerative Erkrankung, die in aller Regel progredient fortschreitet. Etwa 10 % der Weltbevölkerung ab 60 Jahren leiden an einer symptomatischen Gonarthrose. Die Therapieoptionen sind vielfältig. Zunächst sollten konservative Maßnahmen wie Physiotherapie, Schmerzmedikation, gelenknahe Injektionen und Gewichtsreduktion...
Hintergrund Die Diagnostik der Handgelenksverletzungen wird oft dadurch erschwert, dass der aktuelle Unfall für den Hauptschaden gar nicht ursächlich ist, sondern frühere Ereignisse überlagert. Methoden Im vorliegenden Beitrag wird dargestellt, welchen Stellenwert die einzelnen Maßnahmen, angefangen von der Anamneseerhebung bis hin zur Arthroskopie, im Rahmen der Diagnostik...
Die Behandlung suprakondylärer Humerusfrakturen bei Kindern sorgt seit Jahren für Diskussionen und kontroverse Meinungen, insbesondere wenn es um die Thematik der Operationen geht. Die spezifischen Komplikationsraten konnten im Laufe der Jahre gesenkt werden, der Ellenbogen gilt aber gemeinhin weiter als eine komplexe anspruchsvolle Region in der Kindertraumatologie. Unabhängig...
Die Femurschaftpseudarthrose ist meist hypertroph und aseptisch. Nach fehlgeschlagener Dynamisierung ist die Austauschmarknagelung der Goldstandard. Sie führt in über 95 % zur Ausheilung. Voraussetzung ist, dass neben der sorgfältigen Indikationsstellung die technischen Besonderheiten berücksichtigt werden. Dies beinhaltet die limitierende schonende Markraumüberbohrung, die...
Hintergrund Nach Darstellung des aktuellen Stands der Zulassung von Krankenhäusern zum Schwerstverletzungsartenverfahren (SAV) und insbesondere der Problemfelder, die sich im Rahmen des Zulassungsverfahrens aufgetan haben, erfolgt eine kritische Einschätzung der finanziellen Ausgestaltung des SAV und Verletzungsartenverfahrens (VAV). Die enormen Bereitstellungskosten sowohl...
Die Dupuytren-Kontraktur ist eine degenerative Erkrankung, die eine Fibrosierung der palmaren und digitalen kollagenen Faserbündel (und der Aponeurose) darstellt. Es werden dabei eine genetische Disposition sowie ein vermehrtes Auftreten beim männlichen Geschlecht beobachtet. Häufig beginnt die Erkrankung mit einer Knotenbildung in der Hohlhand und ist fortschreitend. Ein...
Die chirurgische Behandlungsoption bei Verletzungen des vorderen Kreuzbandes (VKB) bei noch offenen Wachstumsfugen hat sich in den vergangenen Jahren deutlich geändert. Während bei der intraligamentären Ruptur die Indikation zum Kreuzbandersatz in der Vergangenheit noch sehr zurückhaltend gestellt wurde, war die Indikation zur operativen Behandlung ossärer Ausrisse der Eminentia...
Hintergrund Beckenringverletzungen treten einerseits bei 20- bis 30-jährigen Patienten als Hochenergietraumata und andererseits bei Patienten älter als 65 Jahre als vorwiegend niederenergetische Verletzungen auf. Letztere haben stark zugenommen. Die Behandlungsbedürftigkeit richtete sich nach der Art der vorliegenden Instabilität und den Begleitverletzungen oder -erkrankungen...
Die Ruptur der distalen Bizepssehne stellt mit einer Inzidenz von 1,2 pro 100.000 eine seltene Verletzung dar. Der Unfallmechanismus entspricht in der Regel einer exzentrischen Krafteinwirkung auf den flektierten Ellenbogen mit muskulärer Vorspannung. Die traumatische Genese der Zusammenhangstrennung der distalen Bizepssehne ist häufig evident und führt im Begutachtungsprozess...
Hintergrund Trotz der nun mehrere Jahrzehnte umfassenden Erfahrung mit der endoprothetischen Versorgung des Sprunggelenks ließ sich die Überlegenheit der Prothese bisher nicht belegen. Endoprothese Bei ähnlichen funktionellen Resultaten im Langzeitverlauf liegt die Revisionsrate 10 Jahre nach endoprothetischer Versorgung bei ca. 30 %. Ungelöste Probleme der Endoprothese sind die...
Gemäß Gesetz zur Änderung des Infektionsschutzgesetzes und weiterer Gesetze (IfSGuaÄndG) 2011 sind Krankenhäuser, Einrichtungen für ambulantes Operieren sowie Vorsorge- und Rehabilitationseinrichtungen, in denen eine den Krankenhäusern vergleichbare medizinische Versorgung erfolgt, sowie Dialyseeinrichtungen und Tageskliniken zur Festlegung innerbetrieblicher Verfahrensweisen zur...
Der vorliegende Beitrag befasst sich mit Fehlheilungen nach der Behandlung von Frakturen des Schenkelhalses und der trochantären Region. Dabei liegt der Fokus auf den biomechanischen Aspekten von Fehlschlägen nach osteosynthetischer Versorgung. Diskutiert wird auch der menschliche Faktor bei Operateur und Patient als Hauptursache der Fehlheilungen. Dieser Beitrag berücksichtigt...
Der pararektale Zugang stellt eine wertvolle Alternative zum ilioinguinalen und Stoppa-Zugang dar. Er hat gegenüber diesen Zugängen wesentliche Vorteile, insbesondere was die Visualisierung der Frakturen und die Repositionsmöglichkeiten betrifft. Eine Reposition unter Sicht ist möglich, wobei direkt entgegen der Dislokationsrichtung gearbeitet werden kann. Dadurch lässt sich in...
Hintergrund Die Behandlung der Pseudarthrosen orientiert sich an deren Ursache. Dabei sind immer individuelle Faktoren zu berücksichtigen, insbesondere auch lokale Faktoren wie Knochendichte, Weichteilverhältnisse bzw. Vorerkrankungen. Therapie Bei der Verfahrenswahl scheint sich die Plattenosteosynthese in Kombination mit einer autologen Spongiosaplastik auch in der Literatur...
BackgroundIncomplete greenstick fractures and complete fractures without shortening occurring at the distal metaphysis of the forearm are very frequent fractures in childhood. The treatment of these fractures is a matter of controversial discussion. Despite manipulation and/or pinning the risk of redisplacement is approximately 30 %.ObjectiveIs repositioning with K-wire...